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Ostholstein Gemeinde segnet „historischen“ Haushalt ab
Lokales Ostholstein Gemeinde segnet „historischen“ Haushalt ab
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16:23 20.12.2018
Der Gemeinde Großenbrode geht es finanziell gut. Quelle: Louis Gäbler
Großenbrode

 „Ich bin sehr stolz darauf, was wir jetzt in den Händen halten“, sagt Großenbrodes Bürgermeister Jens Reise (CDU) und verweist auf den Haushalt für 2019. Es könnten nicht alle Kommunen behaupten, dass es ihnen finanziell gut gehe. Sogar als „historisch für Großenbrode“ bezeichnet Reise den ausgeglichen Haushaltsplan.

Der Verwaltungshaushalt, ein Gesamtpaket von über sechs Millionen Euro, verzeichnet ein Plus von etwa 1,5 Millionen Euro, sodass in den Vermögenshaushalt 1,1 Millionen Euro geschoben werden können. Die gute Wirtschaftslage, besonders sprudelnde Gewerbesteuereinnahmen, sorgen für die positiven Zahlen. Und es heißt nicht, dass die Gemeinde nicht kräftig investiert, ganz im Gegenteil.

Mehrere Millionen kostet die Umgestaltung der Promenade (LN berichteten). 200 000 Euro werden für die Dachsanierung der Schule und Sporthalle bereitgestellt. Hier hoffe man aber auch auf Mittel aus Förderprogrammen, so Reise. Auch zahle man gerne die 100 000 Euro für die Betreuung der Kinder in der Offenen Ganztagsschule an den Kinderschutzbund.

Neben all den sechs- bis siebenstelligen Summen ist ein kleiner vierstelliger Betrag im Haushalt dem Bürgermeister aber auch sehr wichtig. Bezuschusst wird damit ein Schwimmkurs für die Grundschulkinder im FehMare auf Fehmarn. Mit Blick auf die Wirtschaftspläne betont Jens Reise: „Die Gemeindevertretung arbeitet gut zusammen. Es macht Spaß, als Bürgermeister für Großenbrode zu arbeiten.“

Ganz anders sieht es in Sachen Hinterlandanbindung zur Festen Fehmarnbeltquerung aus. Weit weniger harmonisch läuft es da mit dem Land und der Bahn. Die Vorzugsvariante für die Sundquerung solle nach Aussage von Regionalmanager Jürgen Zuch von der Bahn erst Ende 2019 vorgestellt werden, ebenso werde die Klage der Gemeinde gegen den Planfeststellungsbeschluss in Sachen Ausbau der B 207 auch erst Ende des kommenden Jahres verhandelt.

„Es beißt sich, sich über Bauwerke zu unterhalten, ohne zu wissen, wie sie eigentlich aussehen sollen“, macht der Bürgermeister deutlich und ergänzt: „Wir machen weiter deutlich aufmerksam auf unsere Befindlichkeiten. Wir sind bei der Hinterlandanbindung die am meisten betroffene Gemeinde.“

Die Bahn wurde zudem gebeten, Anfang des neuen Jahres ihre Vorplanungen für den neuen Haltepunkt Großenbrode-Heiligenhafen der Gemeindevertretung vorzustellen. In dem Zusammenhang bleibt die Gemeinde bei dem Standpunkt, den 15-prozentigen Anteil der Gemeinde an der Anlage und Ausstattung des Bahnhofs (Gesamtkosten: 8,1 Millionen Euro) nicht bezahlen zu wollen.

Abseits des Großprojekts beschäftigt die Gemeinde weitere Themen: So soll der Großenbroder Wald ausgeforstet werden. Interessierte können sich in Kürze für das Schlagen von Brennholz bewerben. Die Vermarktungsphase für den Breitbandausbau beginnt im Januar und jeder Bürger wird aufgerufen, sich zu beteiligen. In das laufende Dorfentwicklungskonzept sollen im neuen Jahr auch Kinder und Jugendliche eingebunden werden und im Bereich am Kurpark soll ein Baugebiet für Wohnraum ausgewiesen werden.

Markus Billhardt

Der Tourismus-Service lädt zum „Sonne, Strand und Sterne“-Festival. Die Seebrücke soll erweitert und der Plan für den Dünenpark beschlossen werden. Im Februar gibt es Details für die Bürger.

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