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Ostholstein Neue Perspektiven für Gemeinschaftsschüler
Lokales Ostholstein Neue Perspektiven für Gemeinschaftsschüler
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15:14 29.01.2019
Marion Millenet (Ahrensbök, v.l. vorne), Carsten Dyck (Bad Schwartau), Julia Samtleben (Stockelsdorf), Carsten Behnk (Eutin) und Tanja Rönck (Malente) sowie Andreas Zimmermann (Ahrensbök, v.r., hinten), Torsten Hardt (Bad Schwartau), Alfred Grüter (Kreis), Sven Ulmer (Eutin), Carsten Ingwertsen-Martensen (BG Eutin), Karsten Lemke (Stockelsdorf) sowie Karsten Fritz (Malente) kooperieren zukünftig noch enger. Quelle: Beke Zill
Eutin

Ein reibungsloser Bildungsweg, Lehrerkonferenzen, Infoabende für Schüler und Eltern, „Schnuppertage“, Veranstaltungen mit Dualpartnern, Kooperation in der Lehrerausbildung und gegenseitige Hospitationen: Das ist Inhalt der Kooperationsvereinbarung zwischen fünf Gemeinschaftsschulen aus Ostholstein und der Beruflichen Schule des Kreises in Eutin. Unter dem Motto „Bildung braucht Perspektive“ unterzeichneten die Schulleiter und Bürgermeister der jeweiligen Orte in der Eutiner Schule den Pakt. Mit dem Vertrag haben die Gemeinschaftsschüler einen Rechtsanspruch auf die Aufnahme in das Berufliche Gymnasium (BG) der Beruflichen Schule mit ihren verschiedenen Abschlüssen.

Die Schüler sollen es so leicht wie möglich haben

„Bildung braucht Perspektive. Gemeinsam, regional und zukunftsorientiert. Das ist unser Leitmotiv, unter dem wir unser Ziel anstreben, den Schülern der Gemeinschaftsschulen den Übergang in unsere Schule so leicht wie möglich zu gestalten“, sagte Carsten Ingwertsen-Martensen, Schulleiter der Beruflichen Schule bei der Begrüßung seiner Kollegen der Arnesboken-Schule Ahrensbök, der Schule an den Auewiesen Bad Malente, der Elisabeth-Selbert-Gemeinschaftsschule Bad Schwartau, der Wilhelm-Wisser-Schule Eutin sowie Gerhard-Hilgendorf-Schule Stockelsdorf. Auch die Bürgermeister der Gemeinden als Schulträger mit Andreas Zimmermann (Ahrensbök), Tanja Rönck (Bad Malente), Carsten Dyck als Stellvertreter (Bad Schwartau), Carsten Behnk (Eutin) und Julia Samtleben (Stockelsdorf) sowie vom Kreis Schulrat Manfred Meyer und Bildungsfachbereichsleiter Alfred Grüter hieß er zur Unterzeichnung willkommen.

Die Zusammenarbeit von 2014 wird fortgeführt und erweitert

Je enger die sechs Schulen zusammenarbeiteten, desto leichter werde für ihre Schüler der Übergang von der Sekundarstufe I zur Sekundarstufe II, betonte Ingwertsen-Martensen. Der Leiter freute sich, dass die Vereinbarung der Zusammenarbeit zwischen den Schulen von 2014 erweitert wird und betonte, dass die Beruflichen Gymnasien mit ihrem Fachrichtungsbezug neben den allgemeinbildenden Gymnasien ein gleichwertiger Bildungsweg seien. Die Berufliche Schule bietet vom Mittleren Schulabschluss bis zur Allgemeinen Hochschulreife sowie die Begleitung der dualen Ausbildung ein breites Spektrum an Abschlüssen. „Der Weg Primarstufe, Sekundarstufe I an der Gemeinschaftsschule und Sekundarstufe II an der Berufsbildenden Schule ist ein erstklassiger Weg“, so Ingwertsen-Martensen.

Das beinhaltet die Kooperation

Die Zusammenarbeit mit dem Ziel, einen direkten Anschluss nach dem Abschluss an Gemeinschaftsschulen zu schaffen, soll folgende konkrete Punkte verwirklichen: 1. Gemeinsame Konferenzen der Lehrkräfte, in denen kontinuierlich informiert und beraten wird 2. Information und Beratung der Schüler und Eltern zu den Bildungsgängen 3. „Schnuppertage“ an der Beruflichen Schule Eutin zum Kennenlernen der Bildungsgänge 4. Gemeinsame Veranstaltungen mit den verschiedenen Dualpartnern wie aus dem handel, Handwerk, aus der Industrie und Verwaltung. 5. Planung von Kooperationstagen in der Lehrerausbildung 6. Gegenseitige Hospitationsmöglichkeiten der Lehrer

Die Schulleitungen treffen sich einmal im Jahr zur Auswertung und Ausgestaltung der Kooperation.

„Die Kooperation schafft eine individuelle, passende Perspektive für die Schüler“, freute sich die Arnesboken-Schulleiterin Marion Millenet. Karsten Fritz (Schule an den Auewiesen) sagte, dass man mit der Kooperation auf einem guten Weg sei. Bad Schwartaus Leiter Torsten Hardt betonte mit Blick auf die verbesserten Aussichten der Schüler, dass nun viele Bildungswege aufgezeigt würden. Für Sven Ulmer (Wisser-Schule) war es wichtig, dass die Schüler nun eine Garantie hätten, an der Beruflichen Schule aufgenommen zu werden. Karsten Lemke (Stockelsdorf) betonte, dass das Projekt auch die Perspektiven der Gemeinschaftsschulen erweitere.

Ein Neuanfang für die Gemeinschaftsschüler

Eutins Oberstufenleiterin Barbara Friedhoff-Bucksch freut sich auf noch mehr Schüler von den umliegenden Gemeinschaftsschulen. Mit dem Schritt an das BG würden die Schüler mit unbekannten Fächern konfrontiert. Das und die affine Vorbereitung auf Studium und Beruf beinhalte jedoch eine große Chance. „Hier können sich die Schüler neu erfinden. Sie schaffen hier den Neuanfang.“

Beke Zill

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