Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Giftgas-Alarm in Eutin: Unheimlicher Fund im Bunker
Lokales Ostholstein Giftgas-Alarm in Eutin: Unheimlicher Fund im Bunker
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
22:06 27.01.2019
Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Sonntagabend nach Eutin geeilt, da ein gefährlicher Kampfstoff in einem Bunker vermutet wurde. Am Ende waren es harmlose Prüfröhrchen.
Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Sonntagabend nach Eutin geeilt, da ein gefährlicher Kampfstoff in einem Bunker vermutet wurde. Am Ende waren es harmlose Prüfröhrchen. Quelle: Arne Jappe - Digitalfotografie Nyfeler
Anzeige
Eutin

Der Bunker in der Straße Steinredder ist den Anwohnern laut Polizei allgemein bekannt, galt jedoch als nicht mehr zugänglich. Dem Mann und seinen beiden Söhnen war es aber dennoch gelungen, in das Innere des Gebäudes vorzudringen.

Nachdem sie dort auf einem Tisch einige Fläschchen entdeckt hatten, in denen sich laut Aufschrift ein chemischer Kampfstoff befunden haben könnte, begaben sich Vater und Kinder in ein Krankenhaus, um sich untersuchen zu lassen. Über das Krankenhaus wurden gegen 16.15 Uhr Polizei und Feuerwehr alarmiert.

Die Feuerwehr rüstete sich mit Chemikalienanzügen aus um den Bunker gefahrlos zu betreten. „Nach den Erläuterungen des Vaters stand auf einem Fläschchen Sarin drauf, ein hochgiftiger Kampfstoff“, erklärte Gefahrgut-Einsatzleiter Carsten Kreutzfeldt von der Feuerwehr.

Ein Großaufgebot der Feuerwehr war am Sonntagabend nach Eutin geeilt, da ein gefährlicher Kampfstoff in einem Bunker vermutet wurde. Am Ende waren es harmlose Prüfröhrchen. Quelle: Arne Jappe - Digitalfotografie Nyfeler

„Leere und harmlose Prüfröhrchen“

Der Löschzug Gefahrgut Ostholstein (LZG) brachte dann gegen 19.10 Uhr vier Kartuschen in einem Karton aus dem Bunker heraus. Doch nach diversen Tests durch die Spezialeinheiten konnte Entwarnung gegeben werden: „Eine Untersuchung der Glasbehälter führte noch am Abend zu dem Ergebnis, dass es sich um komplett leere und harmlose Prüfröhrchen für den Nachweis von Phosgen gehandelt hat“, sagte ein Sprecher der Polizei.

„Der Bunker war wohl mal eine Übungsanlage aus alten Zivilschutzzeiten und die Prüfröhrchen lagen dann dort herum“, sagte Pressesprecher Hartmut Junge von der Feuerwehr.

Das Ordnungsamt des Kreises Ostholstein will sich nun darum kümmern, dass niemand mehr den Bunker betreten kann.

Hier lesen Sie weiter Nachrichten aus Ostholstein

Hier berichten wir über das Geschehen in Eutin

RND/kha/Arne Jappe