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Ostholstein Glasfaser: Auf Fehmarn fehlen noch 300 Verträge
Lokales Ostholstein Glasfaser: Auf Fehmarn fehlen noch 300 Verträge
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17:00 05.08.2019
Mit rund 250 Plakaten wirbt die Initiative "#3 von 5" für das Erreichen der 60-Prozent-Glasfaser-Anschlussquote – wie hier in Gammendorf. Quelle: Sebastian Musolf
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Fehmarn

Die Initiative #3 von 5 macht sich für den Glasfaserausbau auf Fehmarn stark, um die digitale Zukunft der Insel zu sichern. Die modernen Leitungen ermöglichen das schnelle Surfen im Internet. Damit diese verlegt werden, müssen 60 Prozent der Haushalte mitziehen und sich bis zum 18. August bei der Betreiberfirma TNG für das Vorhaben anmelden – daher der Name der Initiative: #3 von 5. Die Mitglieder der Gruppe starten jetzt zum Endspurt und wollen die Fehmaraner überzeugen, bei dem insgesamt rund 100 Millionen Euro teuren Glasfaserprojekt von TNG und dem Zweckverband Ostholstein (ZVO) mitzumachen.

Jochen Czwalina von #3 von 5 berichtet, dass Fehmarns Bürgermeister Jörg Weber (SPD) ihnen kürzlich mitgeteilt habe, dass auf der Insel noch rund 300 Verträge fehlen – das sind neun Prozent. Czwalinas Mitstreiter Anton Rahlf sagt: „Es sieht relativ gut aus. Jetzt greifen wir noch einmal an, um die letzten Stimmen zusammenzubekommen.“ Die Initiative hat in den vergangenen Wochen etwa 250 Plakate auf Fehmarn aufgehängt, Werbung in den sozialen Medien gemacht und ist von Haustür zu Haustür gelaufen. Es gibt eine eigene Homepage mit allen Informationen: www.glasfaserjetzt.de. Und auch die Stadt Fehmarn unterstützt die elfköpfige Gruppe.

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Glasfaserausbau ist ein Gemeinschaftsprojekt

„Am Anfang sah es mit der Quote auf Fehmarn schlecht aus, es zog sich hin“, berichtet Anton Rahlf. Das war dann auch der Anlass, die Initiative Anfang Juni zu gründen. „Der Glasfaserausbau auf Fehmarn ist ein Gemeinschaftsprojekt. Das wollen wir vermitteln“, sagt der Maschinenbauer. Problematisch sei, dass es auf Fehmarn einen hohen Anteil an Zweitwohnungen gebe, sodass man die Eigentümer oft nur schwer antreffe, berichtet Rahlf. „Doch wenn man sie erreicht, machen die meisten mit.“

Für den 27-Jährigen liegen die Vorteile von Glasfaser klar auf der Hand. Glasfaser sei ein Produkt für die nächsten 40 bis 50 Jahre. „Es gibt keine Reichweiteneinbußen“, sagt Rahlf. „Kupferleitungen gehören der Vergangenheit an.“ Nur Glasfaser ermögliche auch in Zukunft ein schnelles Surfen im Internet mit immer größeren Datenmengen. Und wer innerhalb des Aktionszeitraums einen Vorvertrag abschließe, der sichere sich einen kostenlosen Glasfaser-Hausanschluss inklusive 20 Meter Tiefbau von der Hauswand bis zur Grundstücksgrenze. Wer später einsteige, müsse den Tiefbau selbst finanzieren.

Auch in weiteren Kommunen endet die Frist

Neben Fehmarn können die Bewohner folgender Kommunen im Kreis Ostholstein noch bis zum 18. August einen Glasfaservorvertrag abschließen: Dahme, Grömitz, Großenbrode, Heringsdorf, Lensahn, Neukirchen und Ratekau. In Bosau und Schashagen beispielsweise haben laut TNG-Homepage bereits Tiefbauarbeiten begonnen.

Mehr Informationen und die Möglichkeit eines Vertragsabschlusses gibt es unter: www.tng.de/ostholstein 

Sebastian Musolf