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Ostholstein Gosch: Bierbar wird zur Mitarbeiter-Unterkunft
Lokales Ostholstein Gosch: Bierbar wird zur Mitarbeiter-Unterkunft
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08:55 20.11.2019
In der Hafenstraße in Heiligenhafen soll der „Seewolf“ für die Gosch-Mitarbeiter umgebaut werden. 15 Apartments sollen bis April entstehen. Quelle: Markus Billhardt
Heiligenhafen

Jetzt kann es bald losgehen mit dem Bau der neuen Gosch-Filiale in Heiligenhafen – in exponierter Lage direkt am Anfang der Promenade am Jachthafen. Die wichtigsten Gespräche sind geführt, die meiste Schreibtischarbeit ist getan und die Politik könnte bei ihren nächsten Beratungen den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Restaurantgebäude absegnen. Auch an Wohnraum für die Mitarbeiter wurde gedacht. Nicht weit von der geplanten Lokalität entfernt soll ein Haus umgebaut werden.

15 Wohnungen im „Seewolf“

Ab Februar sollen im ehemaligen „Seewolf“ (Restaurant und Bierbar) Apartments für das Personal entstehen, erläutert Gosch-Lizenznehmer Thomas Schmidt von der WPS Betriebs GmbH. Als er von dem Leerstand in der Hafenstraße 15 erfahren hat, habe er schnell reagiert und den Kauf perfekt gemacht. „Wir planen, die Unterkünfte bereits bis Anfang April fertigzustellen“, sagt Schmidt. Denn schon Mitte des Monats sollen erste Schulungen für das Team anfangen.

Sitzungstermin der Politik

Im Rathaus von Heiligenhafen tagt am Donnerstag, 28. November, um 19 Uhr der Stadtentwicklungsausschuss.

Es geht um den vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Fischrestaurant „Gosch“ an der Jachthafen-Promenade. Außerdem wird die Fassadengestaltung des Rathaus-Anbaus präsentiert, der Haushalt 2020 diskutiert sowie über einen Solarpark und die Entwicklung neuer Gewerbeflächen gesprochen. Weitere Infos unter www.heiligenhafen.de.

In der ersten Phase seien insgesamt 25 Kräfte eingeplant. „Die Führungsriege besteht aus Mitarbeitern, die schon über zehn Jahre bei uns sind. Sie sollen das Schiff steuern, denn sie wissen genau, was gemacht werden muss“, sagt der Lizenznehmer. Die Neulinge würden, bis es in Heiligenhafen ernst werde, auch in anderen Gosch-Betrieben erste Erfahrungen sammeln. Es gehe nichts über „learning by doing“, sagt Schmidt. Die Zeit bis zur Eröffnung im Mai solle so ausgenutzt werden, um das Wichtigste zu vermitteln.

Baufirma steht in den Startlöchern

An Pfingsten kommenden Jahres möchte Schmidt die Türen das erste Mal öffnen: „Das Bauvorhaben steht jetzt kurz vor dem richtigen Start. Das Hafen-Servicegebäude auf dem Gelände wurde zurückgebaut, das rund 1100 Quadratmeter große Grundstück planiert und eingezäunt. Alles läuft bisher nach Zeitplan.“ Sobald er die Baugenehmigung in den Händen halte, könne die beauftragte Baufirma mit den Arbeiten beginnen. Das Unternehmen Gollan aus Neustadt stünde schon in den Startlöchern. „Nur der Winter ist nicht zu kalkulieren. Drei Wochen Frost könnten uns sicherlich in unserer Zielsetzung etwas zurückwerfen“, erklärt Thomas Schmidt.

In Kürze soll der Bau des neuen Gosch-Restaurants am Jachthafen in Heiligenhafen beginnen. Die ersten vorbereitenden Maßnahmen sind dafür getroffen worden. Quelle: Markus Billhardt

Für den Geschäftsführer der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB), Joachim Gabriel, ist derzeit auch „alles im Lot“. Ein Ersatzservicebüro für den Hafen solle an das nördlich vom Gosch-Standort befindliche Sanitärgebäude herangebaut werden. „Wir haben die dafür nötige Baugenehmigung beantragt und hoffen, das Vorhaben bis zur Saison 2020 umzusetzen“, sagt Gabriel. Würde dies nicht wie gewünscht funktionieren, wäre eine Containerlösung eine Option, um die Jachthafen-Charter angemessen zu betreuen, erklärt der HVB-Geschäftsführer.

Faire Zusammenarbeit aller Beteiligten

Darüber hinaus betont Joachim Gabriel, dass die Zusammenarbeit mit dem Lizenznehmer unkompliziert und angenehm abgelaufen sei. Außerdem sei es eine tolle Sache, dass man sich dem Problem Personalwohnungen angenommen habe. „Wir können von unserer Seite aus nicht klagen“, sagt Gabriel. Schmidt ergänzt, dass es auch mit der Stadtverwaltung und der Politik immer sehr gute und faire Gespräche gegeben habe. „Wir schauen daher positiv in die Zukunft.“

Für das gesamte Projekt, Bau des Gastronomiebetriebs mit großer Terrasse inklusive Umbau des „Seewolfs“, veranschlagt Thomas Schmidt zwischen 4,5 und fünf Millionen Euro.

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Von Markus Billhardt