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Ostholstein Graswarder: Bruterfolg bei den Sturmmöwen
Lokales Ostholstein Graswarder: Bruterfolg bei den Sturmmöwen
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15:20 10.08.2019
Die Sturmmöwe wird auf dem Graswarder besser geschützt. Quelle: Bäsemann/dpa
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Heiligenhafen

Mit etwa 265 flüggen Sturmmöwen konnte auf dem Graswarder ein beachtlicher Bruterfolg erzielt werden. Dies hat der Nabu Heiligenhafen verkündet. Auf 400 Meter Länge wurde zum Schutz der Gelege eine rund ein Hektar große Fläche mit einem Stabgitterzaun und mit schräg nach außen abgewinkelten Abweisergittern versehen.

Hohe Zahl an Fressfeinden

„Zäune sind letztlich immer nur zweite Wahl. Solche Maßnahmen können aber eine berechtigte Alternative sein, um einen hohen Prädatorenbestand von den Naturschutzgebieten fernzuhalten“, sagt Klaus Dürkop, Referent des Nabu in Heiligenhafen. Vor allem Füchse und Marder hätten das Gebiet als „ihre“ Nahrungsplattform entdeckt. Dem versuchte der Naturschutzbund in Absprache mit der Naturschutzbehörde des Kreises durch mobile Elektrozäune entgegenzuwirken. Daraufhin aber hatten Marderhunde und neuerdings auch Waschbären erkannt, dass das 1,10 Meter hohe Geflecht keinen wirklichen Schutz bot.

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Beim Umweltministerium wurde schließlich der Bau eines stationären Zaunes beantragt. Im Februar begann die Maßnahme für rund 60 000 Euro. Im April stand der Stabgitterzaun in einer Höhe von 1,25 Metern. Bis Juni erkannte der Nabu allerdings noch Brutverluste bei den Sturmmöwen, Enten und Austernfischern. Das Eindringen der Füchse konnte verhindert werden. Andere Fressfeinde überwanden die Anlage aber noch, ehe die Abweisergitter angebracht wurden und der Zaun auf 1,60 Meter Höhe wuchs.

Weiterer Zaun in Planung

Keinen Schutz bietet der Zaun vor dem Seeadler, der die jungen Sturmmöwen aus der Luft jagt. „Es bleibt aber die Hoffnung, dass sich nach der nächsten Bauphase mit weiteren 700 Meter Zaun östlich des Beobachtungsturmes ähnlich positive Ergebnisse für die Küstenvogelwelt des Graswarders einstellen“, so Dürkop.

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Von Markus Billhardt