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Ostholstein SK 41: Grömitz bekommt größten Rettungskreuzer der Lübecker Bucht
Lokales Ostholstein SK 41: Grömitz bekommt größten Rettungskreuzer der Lübecker Bucht
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16:57 10.08.2019
So wird der Grömitzer DGzRS-Neubau aussehen: Hier der 28 Meter lange Seenotrettungskreuzer „Berlin“ mit Tochterboot „Steppke“, der in Laboe stationiert ist. Quelle: DGzRS - Die Seenotretter
Grömitz

Der in Grömitz stationierte Seenotrettungskreuer „Hans Hackmack“ ist in die Jahre gekommen und soll 2020 ausgewechselt werden. 1996 gebaut und lange in Büsum stationiert, wird die „Hackmack“ künftig als einer von zwei Seenotrettungskreuzern ohne feste Station dort zum Einsatz kommen, wo andere Rettungseinheiten vertreten werden müssen – zum Beispiel bei Werftzeiten. Doch die Grömitzer Seenotretter bekommen einen fantastischen Neubau: ein Schiff der 28-Meter-Klasse. Damit werden sie über den größten Seenotkreuzer der Lübecker Bucht verfügen.

Der bisherige Arbeitsname klingt nicht nur technisch – er ist tatsächlich gänzlich unromantisch: „SK 41“ steht für Seenotrettungskreuzer 41. Dieser Neubau ist der fünfte der neuen 28-Meter-Klasse für die DGzRS. Bereits im Dienst sind die drei Seenotrettungskreuzer „Ernst Meier-Hedde“ mit Tochterboot „Lotte“ (stationiert auf der Nordseeinsel Amrum), die „Berlin“ mit Tochterboot „Steppke“ (in Laboe) und die „Anneliese Kramer“ Tochterboot „Mathias“ (in Cuxhaven).

Derzeit im Bau befindet sich auch „SK 40“ für die Station Borkum. In diesem besonderen Fall wurde der Name von der DGzRS ausnahmsweise einmal vor der Taufe bekannt gegeben, weil damit eine besondere Spendenaktion (www.spendemanoever.de) verbunden ist. Dieses Schiff soll dann künftig „Hamburg“ heißen.

SK 41: Ein Blick in die Werfthalle

Zurück zu „SK 41“: Der Neubau wird auf der Station Grömitz die 23,1 Meter lange „Hans Hackmack“ ersetzen, die 2011 für die 27,5 Meter lange „Bremen“ kam. Eine der augenfälligsten Neuerungen im Vergleich zu den älteren Seenotrettungskreuzern ist bei der 28-Meter-Klasse das vollständig geschlossene Deckshaus. Die Ausguckpositionen für Sucheinsätze sind an der Achterkante des Aufbaus vorhanden. Ein Mehrzweckraum bietet Platz für ein Bordhospital, außerdem gibt es eine abgetrennte Messe, also den Aufenthaltsraum der Crew.

Sicherung der Großschifffahrtswege

Stationiert werden die 28-Meter-Seenotrettungskreuzer von der DGzRS an wichtigen Küstenpunkten zur Sicherung der Großschifffahrtswege. Ihr Einsatzgebiet wird das Küstenvorfeld ebenso wie die hohe See sein – bei jedem Wetter und auch unter extremsten Bedingungen. Zur Stammbesatzung der Einheiten gehören jeweils neun Rettungsmänner, von denen jeweils vier „auf Wache“ sind. Sie leben und arbeiten dann rund um die Uhr an Bord.

Finanzierung durch freiwillige Spenden

Der Bau des neuen Seenotrettungskreuzers für Grömitz wird – wie die gesamte Arbeit der DGzRS – ausschließlich durch freiwillige Zuwendungen finanziert. Wer sich mit seiner persönlichen Spende gerade an diesem Seenotrettungskreuzer beteiligen möchte, kann über den Spendenlotsen der DGzRS (spenden.seenotretter.de) mit dem Stichwort „SK 41“ auch gezielt für den Neubau der Station Grömitz spenden.

Technische Daten

Länge: 27,90 Meter, Breite: 6,20 Meter, Tiefgang: 1,95 Meter, Geschwindigkeit: 24,0 Knoten, Reichweite: 600 bis 800 Seemeilen (1200 bis 1600 Kilometer). Angetrieben wird der neue Seenotkreuzer von zwei MTU-Motoren mit jeweils knapp 2000 PS. Die Feuerlöschpumpe fördert 220 Kubikmeter/Stunde, ist ferngesteuert und hat 80 Meter Wurfweite.

Die offizielle Kiellegung von SK 41 ist bereits im September. Die Auslieferung des Schiffes ist für den Jahreswechsel 2020/2021 geplant.

Von Louis Gäbler

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