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Ostholstein Erster Jugendstrand an der Ostsee eröffnet
Lokales Ostholstein Erster Jugendstrand an der Ostsee eröffnet
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06:03 28.06.2019
Sie gaben den Grömitzer Jugendstrand offiziell frei: Bürgervorsteher Heinz Bäker (links), Tourismuschefin Janina Kononov und Lars Widder, Betriebsleiter Verwaltung und Finanzen. Quelle: Louis Gäbler
Grömitz

Das Ostseebad Grömitz hat den ersten Kinder- und Jugendstrand an der schleswig-holsteinischen Ostseeküste am Donnerstag offiziell eröffnet. Die Strandfläche im Nordteil des Ortes vor dem „Strandhaus“ ist mit allem ausgestattet, was die Herzen der Jugendlichen höherschlagen lässt: WLan, Liegen und Couchen zum Abhängen, Hängematten zwischen Palmen, ein Volleyballfeld, eine Badeinsel in der Ostsee und vieles mehr.

Bürgervorsteher Heinz Bäker erinnerte in seiner Eröffnungsansprache an den langen Weg von der Idee bis zur Fertigstellung. Vor vier Jahren seien die Mitglieder des Kinder- und Jugendbeirates an die Politik herangetreten und hätten ihren Wunsch nach einem eigenen Strandabschnitt erklärt. „Die Reaktionen der Politiker damals“, so erinnerte Bäker, „reichten von ,verhaltener Zustimmung’ bis hin zu Äußerungen wie ,die spinnen’“.

Lange Planung für Jugendstrand in Grömitz

Dass Politik langwierig sei, merkten auch die Kinder und Jugendlichen des Beirates. „Eventuell haben die Politiker die jungen Leute aber auch überfordert“, sagte Bäker rückblickend. Der Jugendbeirat löste sich wieder auf, ein Jugendstammtisch wurde ins Leben gerufen, der das Anliegen erneut in die Ausschüsse trug – dieses Mal mit Erfolg.

Hier können junge Leute unter sich sein: der Strandabschnitt vor dem "Strandhaus" ist speziell für Kinder und Jugendliche gedacht und einmalig an der Ostseeküste. Quelle: Louis Gäbler

Bäker zitierte einen LN-Bericht von 2016, in dem nach der Präsentation des Konzeptes im Tourismusausschuss die Pläne auch öffentlich vorgestellt wurden. Das Hauptargument der jungen Leute damals: „Für die Gruppe der 16- bis 29-Jährigen gibt es kaum Angebote im Ort. Die Jugend weiß abends nicht, wohin sie gehen soll“, sagte Tim Muchow. Und Nadja Bednarzik ergänzte, dass man immer weit fahren müsse – nach Neustadt, Oldenburg, Lübeck.

35 000 Euro in die Infrastruktur investiert

Doch die Beharrlichkeit der jungen Grömitzer zahlte sich aus. Das Projekt durchlief die Ausschüsse und die Gemeindevertretung. „Kein einfaches Unterfangen“, sagte Bäker, „schließlich waren sämtliche Strandflächen an Korbvermieter vergeben. Da mussten wir erst einmal eine Freifläche schaffen.“

Investiert wurden jetzt mit Hilfe der Aktiv-Region Wagrien-Fehmarn rund 35 000 Euro in die Infrastruktur. „Wir hoffen, dass die einzelnen Projektteile gut angenommen werden. Sowohl die Jugend als auch Erwachsene fühlen sich hier aber offensichtlich richtig wohl“, sagte Tourismuschefin Janina Kononov. Das Projekt wurde mit 55 Prozent von der Europäischen Union gefördert.

Es gibt jetzt Liegen vor den Dünen, eine Grillhütte, ein vielfältiges Sportangebot, eine Badeinsel, eine Instagram-Schaukel, WLan im gesamten Strandbereich und Hängematten zwischen Palmen. „Die meiste Arbeit ist geschafft“, sagte Bäker . „Was jetzt noch fehlt, sind Stege für Rollstuhlfahrer, die Stromversorgung und eine Slackline.“

Anlieger beschweren sich in Grömitz über Lärm

Kleiner Wermutstropfen am Eröffnungstag: Anlieger aus dem rückwärtigen Promenadenbereich sprachen den Bürgervorsteher noch vor seiner Eröffnungsansprache an – und beschwerten sich über die lautstarke Musik. Bäker versuchte den Unmut zu besänftigen, fand aber kein Verständnis.

Louis Gäbler

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