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Ostholstein Großenbrode: Bauland für junge Familien ist heiß begehrt
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Großenbrode: Neue Häuser und Wohnungen - Bauland für Familien begehrt

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20:00 15.03.2021
In Großenbrode sollen junge Familien die Möglichkeit bekommen, ein neues Zuhause zu errichten (Symbolbild).
In Großenbrode sollen junge Familien die Möglichkeit bekommen, ein neues Zuhause zu errichten (Symbolbild). Quelle: Markus Scholz/dpa
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Großenbrode

Die Gemeinde Großenbrode möchte jungen Familien ein neues Zuhause bieten und stößt dabei auf großes Interesse. Für ein geplantes Baugebiet zwischen Sportplatz und Kurpark wurden bereits 82 Bewerber verzeichnet. Insgesamt sollen rund 50 Grundstücke zur Verfügung stehen. Es wird aber nicht nur mit Einfamilien- und Doppelhäusern geplant, auch mehrgeschossiger, bezahlbarer Wohnraum soll innerhalb des Geländes entstehen.

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Erstwohnsitze statt Ferienhäuser

„Wir sehen, dass es den Bedarf an unterschiedlichem Wohnraum gibt“, bestätigt Bürgermeister Jens Reise (CDG). Dies sei auch ein Kernpunkt des Ortsentwicklungskonzepts gewesen. Kategorisch ausgeschlossen werde von seiner Seite, dass im Rahmen des Projekts Ferienhäuser und Ferienwohnungen errichtet werden. „Es geht darum, eine Verwaisung eines Dorfes zu verhindern, wenn erst im März die Rollläden wieder hochgezogen werden. Die Gemeinde möchte nur Erstwohnsitze an der Stelle“, so Reise.

Bezahlbarer Wohnraum: Wohnungsbaugesellschaft geplant

Im Vergabeverfahren solle darauf geachtet werden, dass durch den Zuzug von jungen Familien auch Schule, Kindergarten und Feuerwehr aktiviert werden. Damit das Bauen bezahlbar bleibt, ist in Großenbrode zudem die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft vorgesehen. „Die Erschließung soll in kommunaler Hand bleiben und nicht Investoren überlassen werden“, betont der Bürgermeister. Weitergehende Beschlüsse zu „Wohnen am Kurpark“ sollen im Juni von der Politik gefasst werden.

In Großenbrode soll unterhalb des Sportplatzes Richtung Kurpark (links) Bauland erschlossen werden (Archivfoto). Quelle: Louis Gäbler

Der Dorfplatz wird umgestaltet

Gerade gestartet ist schon die Umgestaltung des Dorfplatzes (LN berichteten) zwischen Nordland- und Teichstraße. Letztere ist vorgesehen, in eine 30er-Zone, möglichst aber auch in eine Fahrradstraße umgewandelt zu werden. „Es gab schon mal den Vorstoß, in ganz Großenbrode das Tempo zu verringern. Das haben wir aber nicht durchbekommen. So gehen wir jetzt einzeln vor“, erklärt der Bürgermeister. Der Antrag bei der Kreisverkehrsbehörde sei gestellt.

Verkehrsberuhigung in Großenbrode mit Tempo 30

Die Teichstraße soll dabei mehr als nur eine beruhigte Zone mit Verkehrsstoppern werden. Die Fläche entlang der etwa 750 Meter langen Straße sollen künftig alle Bürger nutzen können, um sich dort aufzuhalten und zu treffen, so die Vision der Gemeinde. Tempo 30 habe Großenbrode auch für die Nordland- und Bahnhofstraße im Sinn, sagt Reise. Doch: „Das ist schwierig. Beides sind Kreisstraßen und das Amt hat uns bereits signalisiert, dass dies wenig Aussicht auf Erfolg hat.“

Die Teichstraße in Großenbrode soll verkehrsberuhigt werden. Quelle: Markus Billhardt

Baumaßnahmen für Bootsbesitzer

Neben geplanten Maßnahmen für (Neu-)Bürger Großenbrodes sind auch touristische Projekte in der Vorbereitung. So muss der Oststeg im Kommunalhafen saniert werden. „Die Substanz des Holzstegs ist in keinem guten Zustand. Der Anlegebereich ist marode“, erklärt Jens Reise. Die Kosten für eine Wiederherstellung würden mindestens 150 000 Euro betragen. Planer sollen darüber hinaus prüfen, was es kostet, den Kommunalhafen um einen weiteren Steg zu erweitern.

Großenbrode: Plätze für Segelschiffe benötigt

Grund für den ins Auge gefassten Ausbau zwischen dem Ost- und dem Weststeg sind die gestiegenen Nachfragen von Bootsbesitzern. „Wir sind komplett voll. Wir haben rund 1000 Liegeplätze in Großenbrode und die sind alle aus- oder sogar überbucht mit Wartelisten“, verdeutlicht Bürgermeister Reise. Voraussichtlich würden durch den neuen Steg rund 30 weitere Liegeplätze hinzukommen.

Im Kommunalhafen von Großenbrode soll ein weiterer Anlegesteg gebaut werden. Quelle: Louis Gäbler

Arbeiten an der Promenade

Bereits eifrig gebaut wird in Großenbrode derweil an der Promenade. Die Arbeiten am Seebrückenvorplatz sind in vollem Gange. „Die Gewerke kommen gut voran. Alle sind fleißig. Ziel für die Fertigstellung bleibt der 31. Mai“, sagt Tourismuschef Ubbo Voss. Jens Reise ergänzt: „Es wird große Klasse.“ Zur Eröffnung soll auch Wirtschaftsminister Bernd Buchholz eingeladen werden. „Wir wollen ihm zeigen, wofür die Fördergelder eingesetzt wurden.“

Von Markus Billhardt