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Ostholstein Großkontrolle: Polizei stoppte berauschte Fahrer
Lokales Ostholstein Großkontrolle: Polizei stoppte berauschte Fahrer
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20:03 22.08.2019
Kontrolle am Parkplatz Damlos. Quelle: Sebastian Rosenkötter
Damlos

Zwischen Neustadt und Oldenburg hat am Mittwoch von 17 bis etwa 23 Uhr eine Großkontrolle stattgefunden. Hunderte Autos, Lkw und Reisebusse mussten die Autobahn 1 in Richtung Norden verlassen und wurden über den Parkplatz Damlos geleitet. Polizisten zogen insgesamt etwa 280 Fahrzeuge heraus, untersuchten sie und das Gepäck der Insassen. Das Ergebnis: Mehrere Verfahren wegen Drogenkonsum, Fahren ohne Führerschein und Besitz von Zigaretten ohne deutsches Steuerzeichen.

Polizeisprecher Stefan Muhtz erläuterte, dass 42 Beamte von Zoll, Landes- sowie Bundespolizei im Einsatz seien. Je nach Zuständigkeit wurde nach Drogen, Waffen und Menschen ohne gültigen Aufenthaltstitel gesucht. Auch ging es darum, getunte Wagen zu entdecken. Bereits nach einer Stunde gab es einen ersten Fund. Ein Fahrer hatte eine merkwürdige Plastiktüte mit kleinen Beuteln bei sich. Es bestand der Verdacht, dass es sich um Drogen handeln könnte.

Diese verdächtige Substanz wurde gefunden. Quelle: Sebastian Rosenkötter

Zollsprecher Claus-Peter Minkwitz ergänzte, dass die Aktion der Schengen-Gruppe auch einen präventiven Charakter habe. „Drogenkonsum ist immer ein Thema – gerade bei jungen Leuten. Wir zeigen eine gewisse Präsenz. Das mag eine abschreckende Wirkung haben“, führte er aus. So verwunderte es nicht, dass gleich fünf Männer aufgrund von Drogenkonsum nicht weiterfahren durften. Ihnen allen wurde eine Blutprobe entnommen. Ein Fahrer hatte zudem Alkohol konsumiert. Bei dem 51-Jährigen seien 0,52 Promille gemessen worden.

Dutzende Beamte waren an der Aktion auf dem Parkplatz Damlos beteiligt. Der Verkehr wurde von der Autobahn runtergeleitet. Sämtliche Fahrer wurden von den Beamten kurz in Augenschein genommen.

Weitere Vergehen

Darüber hinaus wurde ein 23-Jähriger kontrolliert. Er wird verdächtigt, keine erforderliche Fahrerlaubnis zu besitzen. Die Ermittlungen laufen noch. Aus Skandinavien kam eine Gruppe Reisender, die 21 Stangen Zigaretten bei sich hatte. „Sie waren ohne gültige deutsche Steuerzeichen. Nach Zahlung von rund 1600 Euro für die erforderlichen Abgaben konnten sie die Zigaretten behalten“, erklärte Stefan Muhtz. Zudem musste ein Lkw-Fahrer, der gegen das Rechtsfahrgebot verstieß, 107 Euro Sicherheitsleistung zahlen.

Hubschrauber auf Abruf

Stefan Muhtz wies zudem darauf hin, dass es sich bei dem Autobahnabschnitt um einen Teil der Vogelfluglinie handle. „Dort lohnt es sich immer, präsent zu sein. Pro Jahr gibt es drei bis vier solcher Großkontrollen“, sagte er. Um auf jedes Szenario vorbereitet zu sein, standen mehrere Einsatzfahrzeuge der Polizei bereit. Im Falle eines Fluchtversuchs wäre so eine Verfolgung möglich gewesen. Zudem hätte im Ernstfall umgehend ein Hubschrauber eingesetzt werden können.

Genutzt wurde die mobile Röntgenanlage der Sondertruppe Röntgen Hamburg. Ähnlich wie am Flughafen wurden Gepäckstücke durchleuchtet. Ein Beamter erklärte, dass dies deutlich schneller gehe, als jede Tasche und jeden Koffer aufwendig per Hand zu untersuchen. Hauptsächlich sei es darum gegangen, Alkohol, Waffen und Zigaretten zu finden.

Von Sebastian Rosenkötter

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