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Ostholstein Grüne setzen auf Klimaschutz
Lokales Ostholstein Grüne setzen auf Klimaschutz
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19:00 25.04.2018
Die Spitzenkandidaten der Grünen und ihr Listenplatz (v. l.): Anke Johannsen (5), Wolfgang Kummerfeldt (8), Rainer Rübenhofer (4), Gaby Braune (3), Monika Obieray (1), Jakob Brunken (6) und Jens Johannsen (2).
Die Spitzenkandidaten der Grünen und ihr Listenplatz (v. l.): Anke Johannsen (5), Wolfgang Kummerfeldt (8), Rainer Rübenhofer (4), Gaby Braune (3), Monika Obieray (1), Jakob Brunken (6) und Jens Johannsen (2). Quelle: HFR
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Ostholstein

Das Klimaschutzziel des Kreises, die Kohlenstoffdioxid-Emissionen bis 2030 um 30 Prozent zu senken, möchten die Grünen durch den Umstieg auf erneuerbare Energien, mehr Effizienz und Einsparungen in allen Bereichen erreichen. Die Partei will die Verkehrswende voranbringen. Unterstützt wird der Ausbau der E-Ladestationen. Bei öffentlichen Buslinien sollen ab 2022 zunehmend Elektrobusse zum Einsatz kommen.

Im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) wollen die Grünen eine kreiseigene Mobilitätszentrale aufbauen. Durch einen bedarfsgerechten ÖPNV soll die Möglichkeit bestehen, das Auto für einige Wege stehen zu lassen. Im Rahmen des kreisweiten Mobilitätskonzepts sollen auch die Elternbeiträge zur Schülerbeförderung ab dem Schuljahr 2019/20 abgeschafft werden. Außerdem soll das Radwegenetz verbessert und ausgebaut werden.

Die Grünen sind konsequent gegen die feste Fehmarnbeltquerung (FFBQ). Die Planungen basieren ihrer Meinung nach auf unrealistischen Verkehrsprognosen und Mauteinnahmen. Außerdem bringe die Güterzugtransitstrecke den Menschen in Ostholstein nur Belastungen. Die Grünen wollen eher den Naturschutz stärken und erreichen, Ostholsteins Naturflächen mit einem Ausgleichsflächenmanagement nachhaltig zu sichern. Die Überschwemmungsgefahr bei Starkregen soll verringert werden, indem im Hinterland der Ostseeküste Rückhalteflächen eingerichtet werden.

Damit die Gemeinden mehr Geld für gute Bildung zur Verfügung haben, wollen die Grünen die Kreisumlage senken. Das bringe den Gemeinden Entlastungen im sechsstelligen Bereich. Auch die beruflichen Schulen des Kreises haben die Unterstützung der Grünen. Die Grünen wollen die schulische Inklusion fördern, aber nicht auf dem Rücken von Lehrkräften und Kindern.

Darüber hinaus wird eine bessere Notfallversorgung in Krankenhäusern und eine Optimierung der Geburtshilfesituation im ländlichen Raum gefordert. Die Grünen wollen im Rahmen der Integration der Flüchtlinge, dass Frauen mit kleinen Kindern in den Fokus genommen werden. Auch halten sie eine adäquate Breitbandversorgung für wichtig und möchten mittelfristig eine möglichst flächendeckende 4G/LTE-Versorgung erreichen. Die Grünen setzen sich dafür ein, dass die ökologische Qualität im Tourismus verbessert wird und sehen speziell im Bereich Jugendtourismus Potential.