Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Hansa-Park: Alle wollen in den „Highlander“
Lokales Ostholstein Hansa-Park: Alle wollen in den „Highlander“
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:38 28.04.2019
Geduldig warteten die Besucher des Hansa-Parks, die als Erste mit dem „Highlander“ in 103 Meter Höhe fahren wollten. Quelle: Sabine Latzel
Sierksdorf

„Mega“, „Alter Schwede“, „Supertoll“: Diese Worte waren am Sonnabend im Hansa-Park oft zu hören. Am ersten regulären Fahrt-Tag stürmten die Besucher zur neuen Attraktion, dem Freifallturm „Highlander“. Die härtesten Fans hatten bereits seit 6 Uhr morgens vor dem Park gewartet, um als Erste in der Warteschlange zu stehen.

Die ersten Fahrgäste haben vier Stunden gewartet

Pünktlich um 10 Uhr öffnet sich die Holzpforte zum Rondell, in dessen Mitte die 24 grünen Sitze des „Highlanders“ in der Sonne leuchten. 24 glückliche, junge Menschen stürmen heran, es gibt Applaus. Die Bügel werden geschlossen – und dann geht es hoch hinaus, mit Gesang und Gekreisch, wobei Letzteres deutlich lauter wird, als weit oben in der Sierksdorfer Luft die Sitze nach vorn kippen.

Dann rauschen die ersten Gäste wieder nach unten und kommen strahlend an. Gelächter, Rest-Gekreisch, dann strömen sie an der Security-Mitarbeiterin vorbei, mit der sie sich abklatschen. Die Frau lacht und sagt: „Das sind Stammgäste, die haben vier Stunden gewartet.“

Die LN haben bereits am Freitag in einem Live-Stream von einer der ersten Fahrten berichtet:

„Grinse ich immer noch?“, erkundigt sich Michael Stein aus Bad Schwartau nach seinem ersten „Highlander“-Erlebnis bei seiner Familie – und ja, er tut es. „Es ist mega-hoch“, schwärmt seine Frau Anke. „Als die Sitze nach vorne kippten, hatte ich durchaus ein wenig Angst – aber es war auch sehr schön.“ Auch die Söhne Jonathan (16) und Aaron (13) strahlen. „Ich bin den Leuten vom Hansa-Park richtig dankbar“, erklärt ihr Vater: „Dafür, dass sie sich etwas haben einfallen lassen, worüber sich die Besucher so freuen.“

Glückliche Gesichter, ein durchschnittenes Band und Dudelsäcke: Eindrücke von der „Highlander“-Eröffnung.

Eintrag eines eigenen Schottenmusters in Lila

Das hört Park-Chef Andreas Leicht natürlich gern. Er steht mit seiner Frau Claudia ebenfalls schon früh am Morgen am Fuße des „Highlanders“, um zu sehen, wie die Menschen auf die Fahrt reagieren. „Sie sind begeistert, quer durch alle Altersstufen“, stellt er zufrieden fest. „Als wir den Park vorhin geöffnet haben, sind die ersten Besucher sofort hierher gerannt, um als Erste zu fahren.“

Am ersten regulären „Highlander“-Tag tragen Claudia und Andreas Leicht die typischen, roten Hansa-Park-Jacken, anders als beim Eröffnungsabend am Freitag, als sie lilafarbene Hemden gewählt hatten. Weil sich die Familie anlässlich der Eröffnung des Turms im schottischen Themenbereich einen eigenen Tartan offiziell hat eintragen lassen – ein Webmuster, das häufig für einen schottischen Clan steht. Und dieser „Hansa-Park-Tartan“ ist eben lilafarben.

Mehr Eindrücke von der Feier am Freitag gibt es im Video:

„Hanse und Hightech für die ganze Familie: Das ist das Motto des Hansa-Parks und wird mit dem Highlander vereint“, sagt Leicht. Denn obwohl der Freifallturm spektakulär ist, sollte er nicht zu extrem geraten – schließlich sollen nicht nur die hart gesottenen, sondern möglichst alle Besucher ihren Spaß daran haben. Deswegen gilt vorerst bis nachmittags der „Tilt“, heißt: Die Sitze werden zwar in 103 Meter Höhe 30 Grad nach vorn gekippt, dann aber wieder in die senkrechte Position gestellt, bevor es mit bis zu 120 Stundenkilometern nach unten geht. Erst nach 15 Uhr wird der „Super-Tilt“ geboten: Die Sitze bleiben beim Fall gekippt.

„Zehn Punkte auf einer Skala von eins bis zehn“

Gerade landen wieder 24 tapfere Mitfahrer am Boden, springen euphorisiert aus den Sitzen. „Wie hoch ist das denn?“, jubelt ein Teenager. „Zehn Punkte auf einer Skala von eins bis zehn“, bewertet Marion Eckelmann aus Sachsen-Anhalt das Erlebnis. Sie ist mit Enkelin Sophie (15) und deren Freund Friedhelm (16) eingestiegen – und will sich vielleicht am Nachmittag noch einmal in die Warteschlange stellen: „Es ist sicher noch schöner, wenn die Sitze nach vorn gekippt sind.“

Verena Moormann aus Boostedt ist vor allem von dem Ausblick über die Lübecker Bucht und Ostholstein fasziniert. „Man hat dort oben richtig Zeit, weit zu gucken“, sagt sie strahlend. Sohn Henrik (16) fasst es knapper zusammen: „Cool.“ Auch Nils Burmeister, Vorsitzender des Hansa-Park-Fanklubs „Hapa-Forum“, lobt die Aussicht vom Turm: „Dieser offene Blick ist beeindruckend.“

Der 33-jährige Eutiner ist mit seiner Kamera angerückt, um auf der Internet-Seite des Fanklubs die Stimmung vor Ort zu teilen. „Das Interesse war und ist riesig, allein zum ,Highlander’ sind 2000 Beiträge im Forum verfasst worden.“ Den Andrang am Eröffnungstag hat Burmeister somit erwartet: „Das zeigt, dass der Hansa-Park das richtige Maß gefunden hat.“

Mehr zum Thema – lesen Sie hier weiter!

Der freie Fall:  So berichteten die LN über die Eröffnungsfeier

Baufortschritte im Hansa-Park: „Highlander“ und eine Burg entstehen

In eigener Sache: Der Hansa-Park selbst hat ein Baublog zum Freifallturm veröffentlicht

Auf ins neue Jahr: Hansa-Park startet in die neue Saison 2019 – das ist geplant

So viele Veränderungen wie noch nie: Eröffnet der „Highlander“ schon im Frühsommer?

Bildergalerie: Historische Fotos vom Hansa-Park aus dem LN-Archiv

Mehr zum Thema: Alle Nachrichten rund um den Hansapark

Alle Informationen zur Saison, zu den Ticketpreisen, Öffnungszeiten und zur Anreise finden Sie hier

Jungfernfahrt des Highlanders: Achterbahn-Fans aus ganz Deutschland sind angereist, um die neue Attraktion des Hansa-Parks zu testen. Die ersten Bilder vom 103 Meter hohen Freifallturm.

Sabine Latzel und Fabian Boerger

Der Fachbetrieb führt Modelle von preiswert bis exklusiv und setzt dabei auf eine intensive Vor-Ort-Beratung

27.04.2019

Der neun Monate alte Mischling wartet im Tierheim Lübbersdorf auf neue Menschen. Weil er noch sehr unsicher ist, braucht er erfahrene Hundehalter ohne oder mit älteren Kindern.

27.04.2019

Auch Hinterbliebene von nicht verheirateten Einsatzkräften sollen künftig im Falle eines tödlichen Unfalls eine Entschädigung von 60.000 Euro bekommen. Das hat Innenminister Hans-Joachim Grote (CDU) bei der Landesfeuerwehrversammlung angekündigt.

27.04.2019