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Ostholstein Hansa-Park baut Super-Achterbahn
Lokales Ostholstein Hansa-Park baut Super-Achterbahn
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15:43 22.11.2013
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Sierksdorf

Sie heißen „Shambhala“, „Magnum XL 200“, „Leviathan“, „Intimidator“ oder „Skyrush“. Die Liste ist lang und bald soll auch „Kärnan“ in diese Riege der Hyper Coaster, der Achterbahnen mit einer Höhe zwischen 61 und 91 Metern, aufgenommen werden. Nach dem „Fluch von Novgorod“ entsteht im Hansa-Park Sierksdorf das zweite Fahrgeschäft mit internationaler Strahlkraft.

Doch viel mehr ist bislang nicht über das Großprojekt zu erfahren. Die Macher aus dem Hansa-Park hüten die Eckdaten wie beispielsweise die Höhe, Länge oder Höchstgeschwindigkeit und auch die Baukosten wie das größte Geheimnis Ostholsteins. Was dahinter steckt, ist klar. Die Parkbetreiber wollen die Fantasie anregen, Spannung erzeugen und Vorfreude bei ihren Gästen aufbauen.

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Pressesprecherin Ingrid Heik verriet nur so viel: „Es wird die größte und aufwendigste Investition des Hansa-Parks seit der Parkeröffnung im Jahr 1977.“ Nach LN-Recherchen könnten die Investitionskosten zwischen 20 und 30 Millionen Euro liegen. Vorangegangen war eine Besucherbefragung nach der Wunschattraktion über einen Zeitraum von drei Jahren. Das Ergebnis: Es soll der Hyper Coaster sein. Gestern wurde erstmals ein „Art Work“, ein erster Entwurf, veröffentlicht.

Den Experten in der Szene verrät der Entwurf schon einiges. Andreas Korb, der Betreiber des Internetportals „Coasterfriends“, erklärt: „Bei uns ist der Hyper Coaster im Gästebuch der Internetseite schon jetzt das große Thema.“ Für Korb deutet der Entwurf auf vieles hin. Erstens: „Der Konstrukteur dürfte Gerstlauer aus München sein, das erkennt man am Sitztyp und den Wagen.“ Gerstlauer habe bereits den „Fluch von Novgorod“ gebaut. Korb sagt auch: „Für Gerstlauer wäre es der erste Hyper-Coaster-Bau.“

Auf der Internetseite von Gerstlauer begrüßt den Besucher das Motto des Hauses, ein Zitat von Papst Johannes XXIII., das da lautet: „Es ist kein Blumenbeet zu schade dafür, dass man nicht darauf ein Karussell für Kinder bauen könnte.“ Ob der Papst sich damals hätte ausmalen können, was Gerstlauer unter Karussell verstehen würde? Die Sekretärin bei Gerstlauer am anderen Ende der Leitung kichert angesprochen auf den Hyper Coaster für den Hansa-Park vielsagend und verbindet. Betriebsleiter Thomas Lindner lässt sich aber nichts entlocken: „Wir kommentieren grundsätzlich nicht.“

Bei den „Coasterfriends“ gibt es dafür aber noch einige interessante Spekulationen. „Der Turm, also der ,Kärnan‘, deutet auf eine Neuheit hin. Wir glauben, der First Drop, also der erste freie Fall der Gondel, wird im Turm bei Dunkelheit stattfinden. Das wäre spektakulär“, sagt Korb. Und es wäre erneut eine Parallele zum „Fluch von Novgorod“. Außerdem dürfte der „Kärnan“ sehr lang sein, über einen Kilometer und somit einmal quer durch den gesamten Park führen. Hyper Coaster sind laut Korb „Fahrgeschäfte mit relativ schnellen Fahrten, aber ohne Loopings und Schrauben.“ Die bisherige Sierksdorfer Top-Attraktion, der „Fluch von Novgorod“, beschleunigt bis auf 100 km/h. „Kärnan“ dürfte deutlich schneller werden, die Achterbahn-Experten rechnen mit 110 bis 150 km/h.

Der erste Spatenstich erfolgt übrigens noch dieses Jahr, die Inbetriebnahme ist für 2015 geplant.

• Infos bald im Internet unter

www.kaernan.de

Coasterfriends
Coasterfriends.de ist mit 500 000 Besuchern im Monat das zweitgrößte Internetportal Europas zum Thema Hightech-Achterbahnen. Dort tauschen sich die „Freaks“ der Szene über weltweite Neuheiten aus. Alle Gruppenreisen der „Coasterfriends“ 2014 — unter anderem nach China und in den Hansa-Park— sind ausgebucht.

Peter Mantik