Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Badestrand: Neuer Sand soll noch vor der Saison kommen
Lokales Ostholstein Badestrand: Neuer Sand soll noch vor der Saison kommen
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
14:49 29.03.2019
Der Badestrand auf dem Steinwarder in Heiligenhafen soll noch vor Saisonbeginn wiederhergestellt werden. Quelle: Markus Billhardt
Anzeige
Heiligenhafen

Das Hochwasser Anfang des Jahres hatte dem Steinwarder in Heiligenhafen ordentlich zugesetzt. Die Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB) haben jetzt den Auftrag, den Badestrand wiederherzustellen. Wie hoch die finanzielle Unterstützung aus Kiel dafür sein wird, ist aber noch unklar.

Vor gut drei Wochen hatte die Stadtvertretung ein umfassendes Konzept für den Strand verabschiedet. Es sieht Sandaufspülungen für mehr als 830 000 Euro und weitere nachhaltige Maßnahmen durch die Erneuerung und Erweiterung der Buhnenfelder vor. Allerdings sollte alles nur unter der Bedingung einer 50-prozentigen Förderung des Landes Schleswig-Holstein umgesetzt werden. Dieses Ausschlusskriterium wurde jetzt aufgehoben. „Wir wollen die Sandaufspülung nicht gefährden“, sagte CDU-Sprecher Gerd Panitzki.

Anzeige

Keine Förderrichtlinie vom Land

Rund eine Million Euro sollen den Kommunen, die vom Hochwasser betroffen waren, insgesamt zur Verfügung gestellt werden. „Es ist aber noch keine Förderrichtlinie vom Land herausgekommen. Wir wissen also nicht, was kommt und können nicht herumsitzen und einfach warten“, sagte Bürgervorsteherin Petra Kowoll. Sonst könnten die Arbeiten nicht vor der Saison stattfinden, betonte SPD-Fraktionssprecherin Monika Rübenkamp und ergänzte: „Es ist doch entspannter, wenn wir auf Sand und nicht auf Steinen laufen müssen.“ Außerdem würde sich Heiligenhafen später bei der Bestellung des Sandes wohl hinten anstellen müssen.

Hinsichtlicht der Kosten erklären sich die HVB bereit, im Falle einer geringeren Förderquote die Differenz bis zu den angestrebten 50 Prozent zu übernehmen. Dadurch würde der Anteil der Stadt Heiligenhafen weiter maximal 50 Prozent betragen, erläuterte Monika Rübenkamp. Das Thema „Buhnenfelder“ müsste zu einem anderen Zeitpunkt erneut beraten werden, sollte das Gesamtkonzept nicht die Zustimmung des Landes finden. „Ich gehe davon aus, dass wir nachhaltige Maßnahmen vorgelegt haben. Noch gibt es aber keine Aussage aus Kiel dazu“, verdeutlichte Gerd Panitzki.

Grundsatzbeschluss zum Schwimmbad

Ein anderes Projekt auf dem Steinwarder trieben die Stadtvertreter ebenfalls voran. Wie bereits kürzlich im Stadtentwicklungsausschuss haben sich die Kommunalpolitiker mehrheitlich im Grundsatz für ein Schwimmbad ausgesprochen. Die HVB sollen die Förderfähigkeit ausloten, die Verhandlungen zur Realisierung eines benachbarten Ferienhotels aufnehmen und die Rahmenbedingungen für einen zweigeschossigen Parkplatz erarbeiten. Eine Arbeitsgruppe soll zudem ein Nachnutzungskonzept für den Spa-Bereich des Aktiv-Hus im Ferienpark erstellen.

Mehr Geld gibt es künftig für den Tourismus-Service Heiligenhafen. Um das Veranstaltungsprogramm auszuweiten, sowie eine mobile Bühne für Veranstaltungen im gesamten Stadtgebiet anzuschaffen, stellt die Stadtvertretung für 2019 zusätzliche Mittel in Höhe von 35 000 Euro bereit. Damit der Tourismus-Service auch zukünftig besser planen kann, wurde für die kommenden Jahre einer Erhöhung des Gesamtbudgets um 40 000 Euro jährlich zugestimmt.

Eine Personalie aus Heiligenhafen gibt es auch noch. Helmut Gideon (FDP) wurde einstimmig zum dritten stellvertretenden Bürgermeister bestimmt. Die Wahl war notwendig geworden, nachdem Ende Januar Dr. Karl-Uwe Baecker auf seinen Sitz in der Stadtvertretung verzichtete und von allen Ämtern zurücktrat.

Markus Billhardt

Anzeige