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Ostholstein Warderstadt weiht neue Museumsbrücke ein
Lokales Ostholstein Warderstadt weiht neue Museumsbrücke ein
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18:45 26.07.2019
Sie liebt Hafenatmosphäre und alte Schiffe: Sandra Elze aus Mainz, die mit Kindern, Ehemann und Mutter derzeit an der Ostsee ihre Urlaubstage verbringt, ist begeistert von der neuen Museumsbrücke und den historischen Jachten. Quelle: Gäbler
Heiligenhafen

Strahlender Sonnenschein, dazu ein leichter Wind, da bot sich am Freitag für Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Bernd Buchholz (FDP) noch vor der offiziellen Freigabe ein Bummel über die nagelneue Museumsbrücke im Heiligenhafener Fischereihafen geradezu an: Was mit Hilfe von Landesmitteln alles entstehen kann, das nahm der Gast aus Kiel sehr wohlwollend in Augenschein. Später meinte Buchholz: „Heiligenhafen hat sich zu einem wahren Hotspot im Norden entwickelt. Nicht nur auf dem Graswarder wurde viel geschaffen, auch rund um den Kommunalhafen.“

Minister, Bürgermeister und Bürgervorsteherin zerschneiden das Band

Das vielfältige Engagement in der Warderstadt habe das ganze Land nach vorne gebracht, sagte Buchholz. Inzwischen würden immer mehr Hamburger die Ostseeküste für sich entdecken und neben Timmendorfer Strand und Scharbeutz jetzt auch gerne nach Heiligenhafen fahren.

Im Mittelpunkt seines Besuches standen dieses Mal allerdings nicht die vielen neuen Hotelbauten, sondern eine kleine, aber feine Holzbrücke für Museumsschiffe. Die kombinierte Holz-Stahl-Konstruktion misst rund 110 Meter und ist zwei Meter breit. Binnen sechs Monaten wurde sie erbaut. Je nach Schiffsgröße können dort zwölf bis 14 Boote festmachen.

Bodenbelag und Längsträger sind traditionell in Holz gehalten, Reibepfähle und Geländer ebenfalls. Auf den Plattformen gibt es Ruhebänke und Sonnenliegen, wo sich Einheimische und Urlauber entspannen können. Gebaut werden sollen noch ein Info-Pavillon sowie eine E-Bike-Lade- und Servicestation.

Lange Tradition der Fischerei in Heiligenhafen

Der Info-Point soll die Besucher dann vor allem über die lange Tradition der Fischerei in Heiligenhafen informieren. Buchholz: „Um die Bedeutung des Wirtschaftszweiges und das maritime Kulturerbe für Besucher der Region künftig noch stärker sichtbar und erlebbar zu machen, haben Stadt und Land in eine neue Anlegebrücke im Fischereihafen investiert.“

Das Land unterstützt den Bau und die Ausstattung der neuen Brücke mit einem Zuschuss aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE). Dazu übergab der Wirtschafts- und Tourismusminister einen Förderbescheid in Höhe von 499 500 Euro an Bürgermeister Heiko Müller (parteilos).

„Die neue Museumsbrücke mit den historischen Schiffen bietet eine einzigartige Atmosphäre und schafft für die Gäste einen hohen Erlebniswert“, sagte Buchholz und ergänzte, die maritime Identität der Region sei für viele Touristen das vorrangige Reisemotiv. Man täte deshalb gut daran, das Kulturerbe durch Projekte wie dieses aufzuwerten.

Investoren wollen weitere 400 Millionen Euro anlegen

Buchholz und Müller bedankten sich vor allem bei den Geschäftsführern der Heiligenhafener Verkehrsbetriebe (HVB), Joachim Gabriel und Manfred Wohnrade, für die gelungene Umsetzung der Brückenpläne. Müller sagte, dass weitere Angebote in Höhe von 400 Millionen Euro von Investoren vorliegen würden, die ihr Geld gerne in der Warderstadt anlegen würden – sofern die Stadtvertretung zustimme.

Zahlen, Daten, Fakten

Die Museumsbrücke hat 999 000 Euro gekostet. Die Förderquote betrug 50 Prozent – knapp 500 000 Euro gab das Land dazu. Die Brücke wurde zwischen Februar und Juli 2019 erbaut, sie hat eine Länge von 110 Metern und eine Breite von zwei Metern. Je nach Größe können hier zwölf bis 14 Schiffe festmachen. Die Konstruktion ist aus Holz und Stahl gefertigt. Es gibt Ruhebänke und Sonnenliegen, Strom- und Wasserversorgung.

Das hörte der Wirtschaftsminister gerne. Er freue sich über eine insgesamt höhere Auslastung in den Küstenorten, die örtlich sogar ohne Erhöhung der Bettenkapazitäten verbucht werden konnte. Wichtig sei, dass es nicht nur ein quantitatives, sondern qualitatives Wachstum gebe, sagte Buchholz.

Louis Gäbler

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