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Ostholstein Heimatmuseum: Künftig kostenfreier Eintritt?
Lokales Ostholstein Heimatmuseum: Künftig kostenfreier Eintritt?
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16:16 26.06.2019
Das Heimatmuseum Heiligenhafen hat 2018 lediglich 376 Euro durch den Verkauf von Eintrittskarten eingenommen. Quelle: Billhardt
Heiligenhafen

Überraschende Nachricht für den Förderverein des Heimatmuseums: In der Kommunalpolitik wird überlegt, die Eintrittsgebühren für das Museum zu streichen. Die Gründe liegen bei einem Ungleichgewicht der Kosten für Touristen und Einheimische sowie beim Bürokratie-Abbau. Die Stadtvertretung berät darüber am Donnerstag, 27. Juni.

Freier Eintritt ab April 2020

In der vergangenen Woche hatte der Ausschuss für gesellschaftliche Angelegenheiten bereits dem Antrag der Grünen-Stadtvertreterin Ilse Hoffmann-Röhr zugestimmt, allen Besuchern ab 1. April 2020 freien Eintritt zu gewähren. Derzeit zahlen Ostseecard-Inhaber keine Gebühr, Einheimische und Gäste ohne Ostseecard zwei Euro. 2018 hat das Museum durch den Verkauf von Eintrittskarten 376 Euro eingenommen. „Teilhabe an der Kultur sollte keine Frage des Geldes sein“, sagt Hoffmann-Röhr.

„Es ist im Grunde Sache der Stadt“, betont Axel Schröder-Wangen, stellvertretender Vorsitzender des Fördervereins für Heimatmuseum und Kultur, „doch es bedarf unbedingt einer Stellungnahme unseres Vorstands, bevor hier weitere Weichenstellungen hinter den Kulissen vorgenommen werden“. Grundsätzlich stimme der Verein auch der von Bürgermeister Heiko Müller (parteilos) getätigten Feststellung zu, dass die Inhalte des Museums überarbeitet werden müssten. Es würden aber schon neue Wege beschritten.

Förderverein bereitet Neuausrichtung vor

Seit Februar habe der Verein einen neu gewählten Vorstand und schon nach anderthalb Monaten wurde bereits eine neue Homepage ins Netz gestellt. „Wir haben es uns Aufgabe gemacht, das Angebot des Heimatmuseums zu verändern. Seitdem sind wir bereits sehr aktiv geworden“, sagt Schröder-Wangen. So habe sich der Verein zur Modernisierung der Inhalte und einer neuen Innengestaltung der Dauerausstellung bereits Hilfe vom Land Schleswig-Holstein geholt.

Schon zwei Mal habe es ein Treffen mit der Leiterin für Museumsberatung und Zertifizierung in Schleswig-Holstein, Dagmar Rösner aus Rendsburg, gegeben, um die Veränderungen vorzubereiten. In einem Workshop solle eine Neuausrichtung des Museums erarbeitet werden. „Die Inhalte würden wir dann gerne dem Bürgermeister und der Politik vorstellen“, sagt der stellvertretende Vorsitzende. Angedacht sei auch ein kleines Museumscafé mit Unterstützung der „Brücke“, was allerdings noch kontrovers diskutiert werde.

„Wir hoffen und wünschen uns eine gedeihliche Zusammenarbeit und Unterstützung unserer ehrenamtlichen Tätigkeiten für das Heimatmuseum, für die kulturellen Angebote und letztendlich für unsere Stadt Heiligenhafen“, sagt Axel Schröder-Wangen. Er beobachtet mit Interesse, was das Ergebnis der Sitzung im Rathaus um 19.30 Uhr sein wird.

Markus Billhardt

Der Oldenburger ist seit über 40 Jahren Gildemitglied, war bereits Leutnant, Adjutant des Vorstands und hat die Schaffer-Ausbildung erfolgreich durchlaufen.

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