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Ostholstein Grundstein für Feuerwehrhaus gelegt
Lokales Ostholstein Grundstein für Feuerwehrhaus gelegt
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20:03 28.06.2019
Haben die Zeitkapsel für die Grundsteinlegung in Hemmelsdorf gefüllt (v. l.): Dorfvorsteherin Bärbel Rieger, Bürgermeister Robert Wagner, Architekt Jörn Jahnke, Wehrführer Frank Miersen, der stellvertretende Wehrführer Hendrik Wenske und Pastor Thomas Merfert. Quelle: Sabine Latzel
Hemmelsdorf

Ein Ort der Begegnung soll das neue Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus werden. Das wünschten sich alle Gäste bei der Grundsteinlegung an der Seestraße. Gebäude und Außenanlagen sind mit Kosten von 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Fertig sein soll alles im Mai 2020.

Die Hemmelsdorfer brauchten viel Geduld

„In Hemmelsdorf hält man zusammen“, sagte Robert Wagner (parteilos), Bürgermeister der Gemeinde Timmendorfer Strand, anlässlich der Grundsteinlegung auf dem Baustellengelände an der Seestraße. Darin stimmten ihm die – überwiegend in den Schatten geflohenen – Gäste zu. Denn Zusammenhalt sowie Geduld waren bei diesem Projekt gefragt, das sich als schwere Geburt erwiesen hatte.

Die Planungen laufen seit 2012. Der erste 1,7 Millionen-Euro-Entwurf für ein Feuerwehrgeräte- und Dorfgemeinschaftshaus an der Seestraße stammte von 2015. Ein Jahr später wurde er, unter anderem wegen politischer Querelen, wieder verworfen. Weitere Planungen wurden 2018 vorgestellt und verschreckten die Politik mit einem Kostenrahmen von 2,9 Millionen Euro. Danach übernahm das Architekturbüro „Bauforum“ aus Ratekau mit dem Architekten Jörn Jahnke das Projekt. Die Abrissarbeiten begannen im Februar dieses Jahres: Der Jugendgruppenraum musste weichen. Das aktuelle, kleine Feuerwehrhaus soll bleiben und künftig anders genutzt werden.

750 000 Euro Fördermittel für Hemmelsdorf

„Dieses Haus ist wichtig für die wertvolle und unverzichtbare Aufgabe der Feuerwehr“, betonte der Ratekauer Pastor Thomas Merfert. Diese Aufgabe lässt sich die Gemeinde etwas kosten: 2,5 Millionen Euro, wobei 750 000 Euro von der Aktiv-Region Innere Lübecker Bucht und dem Land kommen.

Nach den Reden füllten Dorfvorsteherin, Wehrführer, Bürgermeister, Architekt und Pastor gemeinsam die Zeitkapsel. Dieser Behälter ersetzt mittlerweile häufig den hohlen Grundstein mit Glücksbringern und Erinnerungen, der früher traditionell ins Haus gemauert wurde. Die Hemmelsdorfer Zeitkapsel ist aus Kupfer, und hinein kamen: das Dienstabzeichen der Feuerwehr, das Wappen, eine Kopie des Dienstausweises des Bürgermeisters, Zeichnungen des Gebäudes, ein Euro-Münzensatz sowie die aktuellen Ausgaben des „Reporters“ und der Lübecker Nachrichten.

Anschließend verschweißte Bauklempner André Mill die Kapsel sorgsam, die dann vereint im Boden versenkt wurde. Drüber kam noch viel Beton, was Architekt Jörn Jahnke als Fachmann vor Ort beinahe im Alleingang erledigte. „Wir haben Unterlagen gefunden, nach denen Hemmelsdorf jetzt 700 Jahre besteht“, verkündete Dorfvorsteherin Bärbel Rieger derweil. „Das aber wird nicht extra gefeiert – sondern zusammen mit der Eröffnung des Dorfgemeinschaftshauses.“ Die ist für Mai 2020 geplant.

Ein 80-Personen-Saal für die Dorfschaft

Auf dem Hanggrundstück an der Seestraße entsteht ein rot geklinkertes Gebäude mit grauen Fenstern, grauem Metalldach und 684 Quadratmetern Nutzfläche für die Feuerwehrleute und die Dorfbewohner. Für Letztere sind 167 Quadratmeter vorgesehen. Ein 80-Personen-Saal mit Küche und ein behindertengerechter Eingang befinden sich im nach hinten gelegenen Bereich, ebenso eine Terrasse und 16 Pkw- sowie diverse Fahrrad-Stellplätze.

Die Feuerwehr bekommt 19 Stellplätze – die sich im Alarmfall nicht überschneiden –sowie eine knapp 150 Quadratmeter große Halle für das Einsatzfahrzeug und das Boot der Wehr. Für die 33 Feuerwehrleute steht eine Gesamtfläche von 408 Quadratmetern zur Verfügung (plus 108 Quadratmeter für Technik und Treppenhäuser). Dort befinden sich: Umkleideräume, Werkstatt, Lagerflächen, ein Reinigungsraum für Atemschutzgeräte, ein Schulungsraum, Küche, Sanitäranlagen, Büro sowie Lager. Das freut besonders den Ortswehrführer Frank Miersen:

Für weitere 600 000 Euro entsteht neben dem Gebäude ein öffentlicher Parkplatz mit 77 Stellflächen. Dieser ist vor allem für die Besucher von „Hemmy’s Seehof“ gedacht.

Statt eines hohlen Steines wird heute bei Grundsteinlegungen oft eine Zeitkapsel einbetoniert. Hier ist zu sehen, wie die Hemmelsdorfer dabei zu Werke gegangen sind und wie das Haus aussehen soll:

Sabine Latzel

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