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Ostholstein Bürgermeister hofft auf Kompromiss mit der Bahn
Lokales Ostholstein Bürgermeister hofft auf Kompromiss mit der Bahn
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15:42 12.01.2019
Der Bahnübergang Am Kellerkamp in Heringsdorf. Quelle: BINDER
Heringsdorf

Nach dem jüngsten Gespräch mit Vertretern der Bahn hofft Heringsdorfs Bürgermeister Jürgen Raudonus (CDU) bei der Schienenanbindung des Belttunnels auf einen Kompromiss. Er sei „vorsichtig optimistisch“, dass die Gemeinde sich mit der Bahn auf ein Konzept einigen werde.

Bisher hatte Heringsdorf die Vorschläge der Planer abgelehnt und an seiner „Maximalforderung“ für Lärmschutz und Co. festgehalten, einem Schienen-Trog für knapp 100 Millionen Euro. Landesverkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) hat jetzt auf eine Lösung gedrängt, die von allen Beteiligten akzeptiert wird (die LN berichteten).

Bahn und Gemeinde nach jüngstem Treffen zuversichtlich

Vertreter von Bahn und Gemeinde haben sich diese Woche noch einmal zusammengesetzt, um das Thema zu beraten. Nach dem Treffen ziehen beide Seiten ein positives Fazit. „Aus unserer Sicht war es ein gutes Gespräch“, sagt Bahn-Sprecher Peter Mantik. Das Unternehmen habe den Gemeindevertretern eine – kostengünstigere – Alternative zur Troglösung vorgestellt, die die Bahn als Kompromiss erarbeitet hat. Für rund 21 Millionen Euro würden danach die höhengleichen Bahnübergänge durch Brückenbauwerke beseitigt und Lärmschutzwände aufgestellt. Die Gemeindevertreter wollen darüber nun noch einmal beraten.

„Wir werden zeitnah eine Entscheiden treffen“, kündigt Bürgermeister Raudonus an. Die Fraktionen müssten das Thema noch einmal besprechen, betont er, noch könne er nicht mit Sicherheit sagen, wie die Beratungen ausgehen würden. Die von der Bahn vorgestellte Variante werde aber auf jeden Fall in Betracht gezogen und er sei „guter Dinge, dass wir uns am Ende mit der Bahn auf einen Kompromiss einigen werden“.

Bisher keine Einigung in Bad Schwartau

Auf eine gemeinsame Lösung hoffe er auch wegen der Warnung von Minister Buchholz. Er hatte den Kommunen zuletzt deutlich zu verstehen gegeben, dass sie Gefahr liefen, am Ende völlig leer auszugehen, wenn sie auf der teuersten Forderung bestünden. Der Bund habe bereits signalisiert, dass nur sogenannte „Akzeptanzlösungen“ Aussicht auf Finanzierung hätten. Auch das Land werde nur Forderungen unterstützen, auf die sich alle Seiten geeinigt hätten.

Neben Heringsdorf ging die Botschaft in erster Linie an die Stadt Bad Schwartau, die bisher ebenfalls an ihrer Forderung nach einer Troglösung festhält. Hier sollen nun nach Angaben des Landes aber zunächst noch einmal die Kosten geprüft werden. Während die Bahn mehr als 300 Millionen Euro für die sieben Meter tiefe Variante prognostiziert, spricht die Stadt von 90 Millionen. Bahn, Stadt und Land haben sich jetzt auf einen unabhängigen Gutachter geeinigt, der die möglichen Varianten erneut vergleichen soll – auf der Grundlage von einheitlichen Kostensätzen und technischen Bedingungen.

Jennifer Binder

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