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Ostholstein Mehr Platz im Wald für neue Bäume
Lokales Ostholstein Mehr Platz im Wald für neue Bäume
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12:35 23.04.2019
Holzernte nahe Techau: Förster-Trainee Maximilian Scheel (29) erfasst das Ganze zeitgemäß, also digital. Quelle: Sabine Latzel
Pansdorf/Techau

Jetzt sind die Waldwege zwischen Pansdorf und Techau wieder frei: Die Mitarbeiter der Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) haben die Holzernte beendet. Dabei wurden etwa 2000 Festmeter Holz geschlagen, also etwa 2000 Kubikmeter reine Holzmasse. Diese „Durchforstungsmaßnahme“ findet zweimal im Jahrzehnt statt, heißt es.

Holzernte soll Licht für die nächste Generation schaffen

„Kiefer, Küstentanne, Sitka-Fichte, Lärche, Douglasie, Buche, Eiche und Birke: Hier gibt es wirklich einen bunten Strauß an Baumarten“, sagt Jörn Siemens, Revierförster von Ahrensbök, über den zwischen Techau und Pansdorf gelegenen Wald, der offenbar auf älteren Karteneinträgen als „Bussdorfer Heide“ geführt wird. Mit der Holzernte wolle er Licht für die nächste Generation an Bäumen schaffen, das „dringend benötigt“ werde. Mit den Beständen im genannten Gebiet ist Siemens zufrieden, sie seien „sehr stufig und gut verjüngt“.

Mittlerweile sind die schweren Maschinen wieder abgerückt. Quelle: SHLF

„Durch die Entnahme werden andere Bäume gefördert“, erklärt auch Maximilian Scheel, Förster-Trainee bei den SHLF. Das sah allerdings nicht jeder so: Während der Fällarbeiten gab es „kritische Nachfragen“ gerade von Bürgern, die den Wald gern zum Spazierengehen nutzen. „Hier gibt es keinen Kahlschlag“, betont Scheel. „Es geht um Pflege und nachhaltige Bewirtschaftung.“ Zudem seien auch nach dem Einsatz schwerer Maschinen keine Schäden auf den Wegen zu verzeichnen, wobei dazu auch das trockene Wetter beigetragen habe.

Brennholz wird an Ortsansässige verkauft

Mittlerweile seien alle Wege wieder freigegeben, die zuvor aus Sicherheitsgründen während der Fällarbeiten gesperrt waren. Die Maschinen sind jetzt in der benachbarten Rohlsdorfer Heide im Einsatz, wo wie in vielen Landesteilen der Borkenkäfer die Fichten bedroht (die LN berichteten). Die zwischen Pansdorf und Techau gefällten Fichten sind nicht befallen. Die fünf Meter langen Stämme der Sitka-Fichte würden zu Bauholz verarbeitet und als Dachlatten oder Balken eingesetzt, sagt Scheel. Kiefer würde ebenfalls gern für den Innen- und Außenbau verwendet, außerdem Lärche, „die wird sehr schön grau“.

Kleinere Buchen-, Eichen- und Birken-Stämme würden an ortsansässige Brennholzwerber verkauft – wer diesbezüglich noch zugreifen möchte, erfährt unter Telefon 045 25/490 50 bei Jörn Siemens mehr. Der verweist in diesem Zusammenhang noch einmal darauf, dass die Holzernte nach strengen ökologischen Kriterien verlaufe: „Zu guter Letzt wird der Wald stabiler, vorratsreicher und gemischter als er vorher war.“

Fünf Reviere in Ostholstein

Die Schleswig-Holsteinischen Landesforsten (SHLF) betreuen knapp ein Drittel der 173 412 Hektar großen Waldfläche im nördlichsten Bundesland. In Ostholstein gehören Kellenhusen, Wüstenfelde (Eutin-Sielbeck), Dodau, Ahrensbök und Scharbeutz zu den Revieren der SHLF. Insgesamt wachsen im Kreis Ostholstein jährlich 15 000 Kubikmeter Holz mehr als entnommen werden. 939 Hektar Wald werden überhaupt nicht mehr bewirtschaftet, sie sind als Naturwald ausgewiesen (Quelle: SHLF).

Sabine Latzel

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