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Ostholstein Hunde vergiftet: Peta setzt Belohnung aus
Lokales Ostholstein Hunde vergiftet: Peta setzt Belohnung aus
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12:02 07.08.2019
So sieht das Schneckenkorn aus, das zwei Hunde zwischen Bosau und Hutzfeld gefressen hatten. Quelle: Fotolia/LN-Archiv
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Hutzfeld

Nachdem zwei Hunde in Hutzfeld in der Gemeinde Bosau mit dem Pflanzenschutzmittel Schneckenkorn vergiftet wurden, setzt die Tierschutzorganisation Peta nun eine Belohnung aus. 500 Euro soll es für Hinweise geben, die zu einer Verurteilung der Täter führen.

Die Polizei hat bereits die Ermittlungen wegen des Verstoßes gegen das Tierschutzgesetz aufgenommen. Sie geht davon aus, dass das Schneckenkorn an der Kreisstraße 53 absichtlich gestreut wurde. Hinweise nimmt die Behörde unter der Telefonnummer 045 24/707 70 entgegen.

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Peta setzt regelmäßig Belohnungen in Fällen von misshandelten oder ausgesetzten Tieren aus. Die Organisation bittet Zeugen, sich bei der Polizei oder direkt bei ihr zu melden (015 20/737 33 41 oder per E-Mail whistleblower@peta.de, auch anonym).

Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen

Die Organisation gibt zudem Tipps für Erste-Hilfe-Maßnahmen. Besteht der Verdacht, dass ein Tier einen mit Gift oder gefährlichen Gegenständen gespickten Köder gefrssen hat, solle umgehend ein Tierarzt aufgesucht werden.

Bei Vergiftungserscheinungen wie Erbrechen, Durchfall, starker Unruhe oder Apathie, blassen oder porzellanfarbenen Veränderungen an den Schleimhäuten, großen Pupillen, Atembeschwerden oder Krämpfen müsse ebenfalls umgehend der Tierarzt aufgesucht werden. Hunde sollten beruhigt und angeleint werden. Ein Maulkorb oder eine Maulschlinge darf nicht angelegt werden, da Erstickungsgefahr bei Erbrechen drohe.

Eine Probe mitnehmen

Ist das Tier bereits bewusstlos, sollte es in die stabile Seitenlage gebracht und die Atemwege freigehalten werden. Für eine schnelle Diagnose sei es sinnvoll, eine Probe des Köders oder des Erbrochenen mit zum Tierarzt zu nehmen.

Von LN