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Ostholstein Immenhof-Filmpreis bringt viel Prominenz auf den roten Teppich
Lokales Ostholstein Immenhof-Filmpreis bringt viel Prominenz auf den roten Teppich
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18:52 07.10.2019
Die Preisträger des Immenhof-Filmpreises 2019: Die Riege bekannter Schauspielerinnen nimmt ihren beliebten Kollegen Walter Sittler in ihre Mitte. Quelle: Markus Billhardt
Malente

Durch die TV-Serie „Nikola“ wurde Walter Sittler einer breiten Öffentlichkeit bekannt. Jetzt bekam der beliebte Schauspieler für seine Rolle als Kommissar Robert Anders in der deutsch-schwedischen ZDF-Krimireihe „Der Kommissar und das Meer“ den Immenhof-Filmpreis verliehen. Der 66-Jährige war dabei in Malente der einzige männliche Preisträger, umgeben von einer illusteren Runde vieler bekannter weiblicher Gesichter aus Film und Fernsehen.

Schauspielerin Nicole Mieth liebt Pferde und kann ihre Begeisterung für den Immenhof-Filmpreis nicht verbergen. Quelle: Markus Billhardt

Bereits zum sechsten Mal lud am vergangenen Sonnabend Initiator Mario Würz zur Verleihung der bronzefarbenen Pferdefigur ein. Im Uwe-Seeler-Fußballpark stand diesmal nicht das runde Leder, sondern der Kult um die Immenhof-Filme und die Leistung der deutschen Schauspielriege im Mittelpunkt. Die Ehrengäste waren oder sind in Produktionen wie „Rote Rosen“, „Rosamunde Pilcher“, „Das Traumschiff“, „Inga Lindström“ oder „Der Bergdoktor“ zu sehen. Sie durften neben dem Filmpreis auch die Ehrenmitgliedschaft im Malenter Immenhof-Museum mit nach Hause nehmen. Zuvor aber erzählten sie Mario Würz auskunftsfreudig von ihrer Karriere, aktuellen Dreharbeiten und davon, welche Verbindung sie zu Pferden haben.

Immenhof-Filmpreis in Malente: Eindrücke von der Gala im Fußballpark mit einer bunten Riege an bekannten Schauspielern und Schauspielerinnen.

Pferdemädchen „wie Dick und Dalli“ sein

So berichtete Andrea Gerhard von ihrem ganz persönlichen „Jackpot“. Seit Januar dieses Jahres spielt sie die Arzthelferin im „Bergdoktor“. Hauptdarsteller Hans Siegel sei ein super Spielpartner, erzählt Gerhard. „Am Mittwoch fahre ich wieder ans Filmset nach Ellmau und freue mich schon darauf.“ Sie reite auch leidenschaftlich gerne seit ihrem fünften Lebensjahr. Doch bleibe derzeit nur sporadisch dafür Zeit. Dies fehle ihr ein wenig, so die gebürtige Hessin. Auch ihre Schauspielkollegin Jessica Ginkel wollte immer ein Pferdemädchen „wie Dick und Dalli“ in den Immenhof-Filmen sein. „Ich habe es leider nie geschafft“, berichtete die 39-jährige, die durch „Gute Zeiten, schlechte Zeiten“ bekannt wurde und zuletzt in der Serie „Der Lehrer“ zu sehen war.

Walter Sittler trägt mit großer Freude die Immenhof-Statue auf seinen Schultern. Quelle: Markus Billhardt

Walter Sittler war trotz eines engen Terminplans gerne nach Malente gekommen, wie er sagte. Schon am nächsten Tag stand ein Auftritt in Lippstadt mit Mariele Millowitsch auf dem Programm. Sie sei eine sehr gute Freundin und habe ihn damals unbedingt an ihrer Seite bei „Nikola“ haben wollen. „Eigentlich sollte ich einen anständigen Beruf lernen“, sagte im Gespräch mit Mario Würz. Mediziner habe ganz oben auf der Liste gestanden – „und jetzt bin ich hier“. Der Erfolg von „Der Kommissar und das Meer“ habe ihn selbst überrascht: „Ich dachte, das will keiner sehen und es werden nicht mehr als zwei bis drei Folgen.“ Mittlerweile seien es schon mehr als 30 Teile geworden.

Ganz aus dem Süden nach Ostholstein gekommen ist die Hauptdarstellerin der ARD-Vorabendserie „WaPo Bodensee“, Floriane Daniel. Auch sie ist ein Immenhof-Fan und begeisterte Reiterin. „Aufgrund der Drehs habe ich aber kaum Zeit, sodass meine Tochter mir das Pferd unterm Hintern weggeklaut hat. Wenn ich zu Hause bin, darf ich noch die Boxen ausmisten. Das mache ich aber sehr gerne.“ Für Schauspielkollegin Nicole Mieht ist es sogar ein Traum, einmal bei den Karl-May-Festspielen in Bad Segeberg dabei sein zu dürfen, wo ebenfalls viel geritten wird. „Es wurden schon Gespräche geführt und ich glaube, es sieht ganz gut aus.“

Die Erinnerungen an „Ethelbert“

Den Filmpreis erhielt auch Maria Fuchs. Sie spielt die „Carla Saravakos“ in der ARD-Telenovela „Rote Rosen“ und ist die Tochter von Matthias Fuchs, der in den Immenhof-Filmen die Rolle des „Ethelbert“ verkörperte. Maria Fuchs durfte neben ihrer Statue auch den Ehrenpreis für ihren Vater entgegennehmen. „Ich bin stolz, dass er das gespielt hat. Aber die Filme waren in der Familie nicht mehr groß Thema, da er zu meiner Zeit viel Theater gemacht hat.“ Erinnerung an Matthias Fuchs hat auch Christiane König. Sie verkörperte die „Angela“ im ersten Film „Die Mädels vom Immenhof“. „Er war ein reizender, entzückender junger Mann. Ich nehme an, dass er ein bisschen in mich verliebt war. Aber verführt habe ich ihn nie“, sagte die 87-Jährige mit einem Augenzwinkern.

Mario Würz im Gespräch mit Christiane König. Sie spielte die „Angela“ in „Die Mädels vom Immenhof“. Quelle: Markus Billhardt

Einen ganz anderen Blick auf das Filmgeschäft in den 1950er Jahren verrieten aber die Aussagen von Christiane König über den Produzenten der Immenhofreihe. „Er wollte mich als seine Geliebte. Ich dachte, er ist verrückt geworden.“ Darauf habe sie sich nicht eingelassen und so sei für sie nach dem ersten Teil Schluss gewesen, trotz eines Dreijahresvertrags. „Meine Filmkarriere war erst einmal vorbei.“ Trotz der auch negativen Erinnerungen an die Zeit am „Immenhof“, fände sie es jetzt schön, all die jungen Kollegen zu treffen. Sie hatte dabei sogar Freudentränen in den Augen.

Nächste Verleihung schon terminiert

Der Austausch mit den vielen Kolleginnen hielt auch Walter Sittler in Malente bis zum Abschlussfoto, obwohl er sich eigentlich früher auf den Weg gen Süden machen wollte. Die Atmosphäre und die weiter steigende Beliebtheit des Filmpreises sind es auch, die Mario Würz vorausdenken lassen. Am 4. Oktober 2020 finde die nächste Verleihung statt, die ersten Einladungen habe er bereits ausgesprochen.

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