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Ostholstein Immer mehr Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt
Lokales Ostholstein Immer mehr Ausbildungsstellen bleiben unbesetzt
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10:00 02.11.2019
Die Agentur für Arbeit bietet jungen Menschen eine Beratung an, wenn sie eine Ausbildung suchen. Quelle: Jan Woitas/dpa
Eutin

Für Betriebe in Ostholstein und Lübeck wird es schwieriger, ihre angebotenen Ausbildungsstellen zu besetzen. Das geht aus einer Bilanz der Agentur für Arbeit für das Berufsberatungsjahr 2018/2019 hervor. „Die Schere zwischen den angebotenen Ausbildungsstellen und gemeldeten Bewerbenden geht weiter auseinander“, heißt es in einer Mitteilung. Rechnerisch gab es 1200 Angebote mehr als ausbildungssuchende Jugendliche.

Das liege einerseits an den gestiegenen Anforderungen der Berufsbilder, aber auch an den Vorstellungen der Jugendlichen und Betriebe. „Seien Sie als Unternehmen offen für alle Potenziale, damit keine Ausbildungsstelle unbesetzt bleibt“, empfiehlt Markus Dusch, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit, die für Lübeck und Ostholstein zuständig ist. „Unsere Erfahrung zeigt, dass Zeugnisnoten nicht alle Fähigkeiten der Jugendlichen widerspiegeln.“ Es sei wichtig, auch jungen Menschen mit Ecken und Kanten eine Chance zu geben.

Viele Stellen bleiben in Ostholstein unbesetzt

1705 Stellen haben die Betriebe 2018/19 im Kreis Ostholstein laut Statistik angeboten, 50 weniger als im Vorjahr. 1042 Bewerber haben die Berufsberatung der Agentur für Arbeit bei der Suche nach einem Ausbildungsplatz in Anspruch genommen, 45 Personen mehr als im Vorjahr. Am Ende des Beratungsjahres suchten noch 109 Bewerber einen Ausbildungsplatz, 271 Stellen waren nicht besetzt. Bei weiblichen Bewerbern beliebte Berufswünsche waren beispielsweise Kauffrau im Büromanagement, medizinische Fachangestellte und Verkäuferin. Bei männlichen Bewerbern Verkäufer, Kfz-Mechatroniker und Kaufmann in der Bürokommunikation.

Diese Berufe waren für Jugendliche besonders attraktiv. Quelle: Agentur für Arbeit Lübeck

Das Auswahlverfahren für das kommende Jahr hat schon begonnen. „Uns liegen bereits über 2000 Ausbildungsstellen vor“, sagt Dusch. „Leider müssen wir immer wieder feststellen, dass sich Jugendliche erst sehr spät auf die Ausbildungssuche machen und sich bei uns melden.“

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Die Agentur empfiehlt vorab ein ausführliches Beratungsgespräch in der Berufsberatung, um möglichst alle Aspekte eines Berufes zu berücksichtigen und auch Alternativen kennenzulernen. „Je früher das passiert, umso besser sind die Chancen, den gewünschten Ausbildungsplatz zu bekommen“, sagt Dusch. Weitere Informationen gibt es hier.

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Von sbu

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