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Ostholstein Immer mehr Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr
Lokales Ostholstein Immer mehr Nachwuchs für die Jugendfeuerwehr
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14:55 28.01.2019
Viele junge Ostholsteiner engagieren sich in der Jugendfeuerwehr. Quelle: 54° / Felix Koenig
Lensahn

Die wichtigste Nachwuchsquelle der Freiwilligen Feuerwehren im Kreis Ostholstein hat auch im Jahr 2018 an Mitgliedern gewonnen. Aktuell verbringen 865 Mädchen und Jungen einen Teil ihrer Freizeit in einer der 42 Jugendfeuerwehren. Nicht so gut sieht es bei der Einrichtung in Zarnekau aus, da nicht viele Jugendliche im Dorf leben. Allerdings wurde eine Kinderabteilung gegründet, von der die Jugendlichen auf zwei weitere Jugendfeuerwehren in der Gemeinde verteilt werden. Dies teilte Kreisjugendfeuerwehrwart Alexander Wengelewski anlässlich der Jahresversammlung in Lensahn mit.

Mehr Mitglieder als 2017

Im Vergleich zu 2017 hat sich die Zahl der Mitglieder um 50 erhöht. Wengelewski spricht von dem größten Mitgliederbestand seit zehn Jahren. 228 Mädchen und 637 Jungen seien derzeit aktiv. Als äußerst positiv bewertete er den Umstand, dass gleich 40 Kameraden in die Einsatzabteilungen übergetreten seien und somit Ostholsteins Wehren im täglichen Einsatzdienst verstärken würden. 186 Jugendliche seien aktuell zwischen 16 und 18 Jahre alt und könnten theoretisch ebenfalls schon bald zu den Aktiven wechseln.

Insgesamt hätten die 204 Jugendfeuerwehrwarte, Ausbilder und Betreuer im vergangenen Jahr rund 48 517 Stunden mit dem Nachwuchs gearbeitet. „Die Jugendfeuerwehren verrichten überwiegend wöchentlich oder 14-tägig ihren Dienst. Dazu kommen im Rahmen der jugendpflegerischen Arbeit diverse Fahrten, Ausflüge, Besichtigungen und Zeltlager“, erläuterte Wengelewski.

Kümmern sich um die Jugend (v. l.): Kai Eggert (Feuerwehr Ahrensbök), Stephan Perner (Oldenburg), Sascha Seehase (Manhagen), Matthias Gradert (Riepsdorf), Heike Hiller (Malente), Lars Schäckermann (Landkirchen), Alexander Wengelewski (Neustadt) und Hartwig Bauer (Göhl). Quelle: hfr

Austritte wegen „Keine Lust“

Neben all den guten Nachrichten nannte Wengelewski auch den Grund, warum 65 Jugendliche die Feuerwehren 2018 verlassen hätten. „Weil sie keine Lust mehr hatten. Diese Zahl bedarf der genauen Betrachtung und muss kontinuierlich sinken“, sagte er. Er sprach von einem pauschalen Grund für Nichtigkeiten, die durch kommunikative Menschenführung beseitigt werden könne. „Hierzu werden vonseiten der Kreisjugendfeuerwehr und der Landesjugendfeuerwehr hervorragende Seminare zur Konfliktbewältigung angeboten“, ergänzte er.

Neben den Jugendwehren gibt es auch immer mehr Kinderabteilungen. Die Zahl der Sechs- bis Zehnjährigen wurde auf 173 beziffert. „Strukturell sind die Kinderabteilungen aktuell an den Kreisjugendfeuerwehrausschuss angehängt, das kann nur eine temporäre Lösung sein“, sagte der Kreisjugendfeuerwehrwart. Denn man sei nicht dafür ausgebildet und personell aufgestellt, eine komplett neue Abteilung, die schnelle Wachstumsraten verzeichne, in die bestehende Organisationsstruktur zu integrieren. „Hier erwarten wir vom Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein zeitnah praxisorientierte Lösungsansätze, um Strukturen für unsere Kinderabteilungen zu schaffen, die gleichberechtigt neben der Kreisjugendfeuerwehr und unabhängig voneinander liegen“, forderte Wengelewski.

Die Geehrten und die Gewählten

Bei der Jahresversammlung des Kreisjugendfeuerwehrverbands gab es mehrere Ehrungen. Die Leistungsspange der schleswig-holsteinischen Jugendfeuerwehr in Bronze erhielten Kai Eggert (Betreuer JF Ahrensbök), Stephan Perner (Fachbereichsleiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit), Sascha Seehase (Jugendfeuerwehrwart JF Manhagen). Silber gab es für Heike Hiller (stellvertretende Jugendfeuerwehrwartin JF Bad Malente-Gremsmühlen), Matthias Gradert (Jugendfeuerwehrwart JF Riepsdorf), Lars Schäckermann (Fachbereichsleiter Schriftführung im KJFA) und Alexander Wengelewski (Kreisjugendfeuerwehrwart). Gold ging an Hartwig Bauer (Jugendfeuerwehrwart JF Amt Oldenburg-Land).

Bei den Wahlen wurde Kreisjugendgruppenleiter Niklas Markmann (JF Schönwalde) ebenso im Amt bestätigt wie Stefan Sohrweide (FF Grömitz) als Fachbereichsleiter Finanzen und Maria Klein (FF Klein Parin) als Fachbereichsleiterin Jugendarbeit. Neu dabei sind die stellvertretende Kreisjugendgruppenleiterin Julia Lucas (JF Haffkrug), der Fachbereichsleiter Bildung Corwin Rudnick (FF Bad Schwartau-Rensefeld) und Kassenprüferin Heike Ufer (FF Eutin).

Sebastian Rosenkötter

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