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Ostholstein Seebrücke wird aufgehübscht
Lokales Ostholstein Seebrücke wird aufgehübscht
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16:29 14.12.2018
Dahme investiert in die Zukunft. Quelle: Markus Billhardt
Dahme

Vernünftige Bedingungen für die Retter der DLRG, neue Angebote am Strand und Maßnahmen für die Promenade: „Auch wenn uns der Haushalt ein bisschen geißelt, wir wollen den Ort weiterentwickeln“, sagt Bürgermeister Harald Behrens von der Dahmer Wähler-Gemeinschaft (DGW). Die Gemeinde möchte einiges an Geld in die touristische Infrastruktur stecken. Die Gemeindevertretung soll die Haushalts- und Wirtschaftspläne am Dienstag, 18. Dezember, absegnen.

Ein 1,6 Kilometer langer Strandbereich, der an die Grenzen seiner Belastbarkeit kommt, und viele Ecken im 1970er-Jahre-Charme stellen die Kommunalpolitik vor Herausforderungen. Man habe viele Aufgaben vor sich, Dahme sei ein großes Projekt, so Behrens. Es gelte, mit Optimismus zu agieren. Im Tourismus könne man nicht stetig wachsen, das sei endlich. Doch Investitionen seien notwendig. So sollen in die Seebrücke 2019 weitere rund 70 000 Euro für die Betonsanierung und in Geländerreparaturen gesteckt werden.

Bessere Bedingungen für den DLRG-Wachdienst

Bereits in diesem Jahr investierte die Gemeinde 50 000 Euro in den Erhalt des Bauwerks. „Langfristig ist unser Ziel, das Geländer zu erneuern und eine neue Beleuchtung zu integrieren“, erläutert Behrens. Auch die DLRG-Türme am Strand benötigen mehr als einen Farbanstrich. 60 000 Euro werden für die Instandsetzung im Haushalt verankert. „Es ist wichtig, dass die Freiwilligen vernünftige Bedingungen vorfinden“, so der Bürgermeister. Sonst würden sie nicht jedes Jahr wieder nach Dahme kommen und die Strände sicher machen.

Es gebe aber noch viel mehr auf der To-do-Liste. Für einige kleinere Maßnahmen wie Schönheitsreparaturen an den öffentlichen Toiletten sowie die Erneuerung von Mülltonnen und Parkbänken soll ein jährlich konstanter Betrag in den Haushalt eingesetzt werden. „Wir müssen kleine Dinge dauerhaft unterhalten und permanent dranbleiben“, betont Harald Behrens. In Personalunion ist er außerdem Geschäftsführer des Strandspa, auch für diese Einrichtung hat er weitere Pläne.

Bürgermeister von Dahme: Harald Behrens von der DWG. Quelle: Billhardt

Für das Sport-und Gesundheitszentrum direkt am Strand sollen neue Angebote kreiert werden. Außerdem möchte Behrens bei den Mitarbeitern „nachsteuern“. Im Saunabereich seien Veränderungen durch teilweise automatisierte Aufgüsse geplant: „Damit könnten wir die Öffnungszeiten erweitern, ohne in den Personalkosten auszuufern.“ Auch Fitnessgeräte für eine gerätegestützte Krankengymnastik sollen angeschafft werden.

Keine Chance für ein Schwimmbad

Man sei in allen Bereichen das Strandspas gut aufgestellt. Mit Ramona Rinkewitz habe Behrens eine neue rechte Hand, die als Ansprechpartnerin permanent vor Ort ist. Einzig vom „Schwimmbad-Gedanken“ solle man sich in Dahme verabschieden, betont der Bürgermeister. Seit Sommer ist das große Becken gesperrt. Eine Sanierung aus der Substanz heraus sei nicht leistbar für Dahme. Es gebe erste Ideen für die Zukunft. Damit wolle man aber noch nicht offensiv nach außen gehen – zunächst soll es laut Behrens fraktionsübergreifende Gespräche geben.

Ein größerer Haushaltsposten ist die Anschaffung eines 120 PS starken Treckers für etwa 100 000 Euro. Damit könne der Bauhof Arbeiten erledigen, die zuvor immer ein externer Dienstleister übernommen habe, erläutert Tourismusleiterin Ulrike Dallmann, die auch für den Bauhof zuständig ist. Der Fahrzeugpark solle mit einem neuen Pritschenwagen weiter aufgerüstet und generell die Organisationsstruktur erneuert werden. Man habe den Bereich zuletzt etwas vernachlässigt, so Dallmann.

Eine digitale Info-Stele auf dem Seebrückenvorplatz und weitere Maßnahmen zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität auf der Promenade hat Dallmann auf dem Zettel. Mit Unterstützung einer Agentur, mit der man kürzlich ein neues Logo auf den Weg gebracht hat, ist im Frühjahr der Start einer neuen Homepage vorgesehen. Auch eine Hundefibel und ein Dahme-Magazin möchte die Tourismusleiterin auflegen.

Bauland als „Sparbuch“ für die Zukunft

„Wir dürfen aber nicht nur an den Tourismus denken und müssen uns für die örtliche Entwicklung einsetzen“, sagt Behrens. Das Ostseebad solle auch lebenswert bleiben. Die Menschen müssten im Ort wohnen dürfen und können. Er sieht dabei das südliche Kampland als „Sparbuch für Zukunftsobjekte“. Als Bauland solle dies für bezahlbaren Wohnraum, aber auch für den Mittelstand und Feriendomizile zur Verfügung stehen.

Insgesamt bis zu 350 000 Euro an Investitionen sieht der Haushalt 2019 vor. „Das ist kein Riesen-Knall. Wir versuchen, die Finanzen zu konsolidieren und die Verluste gering zu halten“, betont Bürgermeister Behrens. Die Beratungen der Gemeindevertreter finden am Dienstag um 18 Uhr im Gemeindehaus statt.

Markus Billhardt

Die Zustimmung der Fraktionen gilt als sicher. Insbesondere tagsüber mangelt es an Ehrenamtlern. Der Chef des Landesfeuerwehrverbands sieht den Zwang zum Feuerwehrdienst negativ.

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