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Ostholstein Jede Menge Lesestoff für Kiteboarder
Lokales Ostholstein Jede Menge Lesestoff für Kiteboarder
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16:12 14.01.2013
Art-Direktorin Carolin Heinrich (30) arbeitet an der neuen Ausgabe der „Kiteboarding“. Die Mediendesignerin ist für die grafische Gestaltung des Magazins zuständig. Quelle: Fotos: Lucas Braun (2)/Kiteboarding
Steenrade

Sie ist nicht leicht zu finden. In einem kleinen Gewerbegebiet an der Bundesstraße 432 in Steenrade (Gemeinde Scharbeutz) liegt, hinter Industriehallen und Fertigungsanlagen versteckt, die Redaktion von „Kiteboarding“. Hier — in einem kleinen Häuschen abseits von Meer oder größeren Seen — entsteht Deutschlands größtes Fachmagazin fürs Kitesurfen.

„Wir sind die auflagenstärkste Kite-Zeitschrift im deutschsprachigen Raum“, sagt Henrik Fels stolz. Der 38-Jährige ist Chefredakteur der „Kiteboarding“ und selbst passionierter Kitesurfer. „Wenn man über den Sport schreiben will, muss man ihn auch selbst betreiben und lieben“, sagt Fels. Acht Mitarbeiter sorgen dafür, dass die Zeitschrift mit einer Auflage von 20 000 Exemplaren pünktlich alle zwei Monate erscheint.

Neben Fels ist das eine weitere Redakteurin, eine Art-Direktorin, die für die Gestaltung des Magazins zuständig ist, eine Buchhalterin sowie der Herausgeber Dirk Seifert, der für den kaufmännischen Teil des Verlags zuständig ist. Außerdem gehören die drei Testfahrer zum Team, die für das Magazin die unterschiedlichsten Materialien und Ausrüstungen in Surfregionen auf der ganzen Welt unter die Lupe nehmen und bewerten.

„Wir versuchen, eine spannende und abwechslungsreiche Zeitschrift mit vielen Informationen für Kitesurfer aller Altersgruppen zu machen“, sagt Fels. Dazu sei es vor allem wichtig, die Szene genauestens zu verfolgen, um neue Trends und technischen Entwicklungen von Beginn an mitzubekommen. Aus diesem Grund fliegen die Redakteure auch regelmäßig zu Wettbewerben und Veranstaltungen auf der ganzen Welt. „Ob Mauritius, Brasilien oder Ägypten — wo gekited wird, sind wir dabei“, sagt Fels.

Für die Leser entsteht am Ende ein 148 Seiten starkes Magazin, das in sechs verschiedenen Rubriken rund um das Thema Kitboarding informiert. „Dabei versuchen wir, jeder Ausgabe einen speziellen Schwerpunkt zu verleihen“, sagt Chefredakteur Fels. Zurzeit laufen die Vorbereitungen für die zweite Ausgabe in diesem Jahr auf Hochtouren. Erscheinungstag ist der 6. März. Bis dahin sei zwar noch etwas Zeit, aber Fels weiß: „Je näher wir dem Erscheinungstag kommen, desto stressiger wird‘s. Also versuchen wir lieber vorzuarbeiten so gut es geht.“ Im neuen Heft soll es dann vorrangig um das Thema Wavekiten gehen.

Und während Fels und seine Kollegin fleißig Texte schreiben, ist Art-Direktorin Carolin Heinrich schon dabei, die Seiten zu gestalten. An ihrem Computer bearbeitet die 30-Jährige Bilder, passt Texte an und erstellt Grafiken. „Denn schließlich soll das Endprodukt nicht nur vom Inhalt, sondern auch von der Optik her ansprechend sein“, sagt Fels. Verleger Dirk Seifert hält unterdessen den Kontakt zu den Anzeigenkunden. „Wir müssen immer in Gesprächen mit unseren Werbepartnern sein“, sagt Seifert. Schließlich müsse das Magazin ja auch irgendwie finanziert werden. „Und allein über den Verkauf der Zeitschrift geht das leider nicht“, weiß der Herausgeber.

Die fertigen Seiten werden dann an die Wand im Büro von Chefredakteur Fels gehängt. Wenn alles passt, werden sie zum Druck nach Lübeck verschickt. Von da aus geht Deutschlands größtes Kiteboardmagazin, das am Kiosk 4,80 Euro kostet, in die ganze Welt. Der Großteil der Leser sitzt natürlich im deutschsprachigen Raum. „Aber wir haben auch Abonnenten auf Hawaii oder in Australien“, sagt Verleger Seifert. Auch sie bekommen — wenn auch mit etwas Verzögerung — im März ihre neue Ausgabe vom „Kiteboarding“ direkt an den Strand.

Kitesurfen: Mit Lenkdrachen und Surfbrett übers Wasser
Kitesurfen ist ein Trendsport, der in den 90er-Jahren bekannt wurde. Dabei lassen sich die Sportler, die auf einem kleinen Surfbrett (Board) stehen, mithilfe eines Lenkdrachens, dem sogenannten Kite, über das Wasser und in die Luft ziehen. Anfangs wurde der Sport nur von wenigen Extremsportlern betrieben. Mittlerweile erfreut er sich — auch durch die immer sicherer werdende Ausrüstung — stetig größerer Beliebtheit bei allen Altersgruppen.

In Deutschland wird die Zahl der aktiven Kitesurfer auf 20 000 geschätzt — weltweit gibt es etwa 500 000 Kiter.


Pelzerhaken und Fehmarn in Ostholstein gelten neben St. Peter-Ording als die beliebtesten Orte zum Kitesurfen in Deutschland.

Wenn man über den Sport schreibt, muss man ihn lieben.“Henrik Fels (38),

Chefredakteur

Lucas Braun

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