Menü
Lübecker Nachrichten | Ihre Zeitung aus Lübeck
Anmelden
Ostholstein Jugendarbeit unter einem organisatorischen Dach
Lokales Ostholstein Jugendarbeit unter einem organisatorischen Dach
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
21:10 05.02.2015
Gemeinsames Spielen nach Schulschluss macht Spaß und entspannt: Erik (12), Svenja (12), Erzieher Olaf Bormann, Johann (10), Kyra (13), Kindheitspädagogin Julia Hinrichs, Benny (11) und Basti (11, v. l.). Quelle: Peyronnet
Malente

Kostet deutlich weniger, ist effektiver und alle sind zufrieden: So lässt sich die Bilanz nach sechs Monaten vernetzter Kinder- und Jugendarbeit in Malente auf den Punkt bringen. Gestern stellten Bürgermeister Michael Koch (CDU), Henning Reimann als Geschäftsführer des Kinderschutzbundes und Vertreter der Schule an den Auewiesen diese Bilanz vor. Die wichtigsten Personen der Kinder- und Jugendarbeit und bei der Bilanzvorstellung aber sind die Kindheitspädagogin Julia Hinrichs (27) und der Erzieher Olaf Bormann (37). Sie leiten gemeinsam die Offene Ganztagsschule, die Schulsozialarbeit und das Jugendkulturzentrum, kurz „Treff“ genannt.

Die einst nebeneinander existierenden Institutionen sind seit einem Schulhalbjahr zusammengefasst worden und arbeiten unter der Trägerschaft des Kinderschutzbundes. Die Zusammenlegung hat vor allem für die Kinder und Jugendlichen erhebliche Vorteile, betonten alle, die damit zu tun haben. „Wir wollen das Sozialverhalten stärken und eine vernünftige Hausaufgabenbetreuung und Freizeitgestaltung anbieten“, fasst Bormann das bereits erreichte und weiter angestrebte Ziel zusammen. „Wir glauben, dass wir den Kindern und Jugendlichen bessere Angebote machen.“ Angebote, die diese sowohl in der Schule wie im Treff wahrnehmen können. Zudem finden sie überall die gleichen Regeln und dieselben Ansprechpartner, die sie kennen und denen sie vertrauen. „Wir sind den ganzen Tag über Teil ihrer Lebenswelt“, sagt Hinrichs. „Wir können in ganz anderem Rahmen mit den Jugendlichen reden.“ Anfängliche Befürchtungen, die Zusammenarbeit könnte Jugendliche davon abhalten, weiter die Angebote zu nutzen, seien längst zerstreut.

Positive Reaktionen kommen auch von der Schule an den Auewiesen. Schulleiter Thilo Philipp lobt den direkten Austausch zwischen Lehrern und Mitarbeitern der Jugendbetreuung. „Es funktioniert völlig reibungslos und sehr erfolgreich.“ Wobei kein Jugendlicher befürchten muss, seine Probleme würden in die Schule getragen. „Wir unterliegen der Schweigepflicht“, betont Hinrichs. Die stellvertretende Schulleiterin Astrid Fock betont die Prävention, die die Jugendbetreuung leiste. Unter anderem gibt es Seminare und Informationen zur Mediennutzung, zur sexuellen Selbstbestimmung und zum Thema Verträge und Schulden.

Neben allen anderen profitiert auch die Gemeinde Malente von dem Modell. Die Kosten für die Kinder- und Jugendarbeit sind von 240000 Euro pro Jahr auf 191000 Euro gesunken.

Susanne Peyronnet

An sich war Ruhe eingekehrt im Fall „Ellergate“. Der Rathaus-Neubau an der Strandstraße 4 war nach dem Votum der Timmendorfer Gemeindevertretung vom Tisch.

05.02.2015

Bürgermeister Martin Voigt verweist drauf, dass die Gutachter-Firma — der Stadt empfohlen vom Deutschen Städte- und Gemeindebund — den umstrittenen Satz ins Gutachten geschrieben habe.

05.02.2015

Höhere Kosten für Bahnhof und Peterstraße. Bauausschuss entscheidet in Sondersitzung.

05.02.2015