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Ostholstein Seehunde und Kegelrobbe vor Ostholstein
Lokales Ostholstein Seehunde und Kegelrobbe vor Ostholstein
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17:35 11.01.2019
Eine Kegelrobbe ist in Ostholstein keine Seltenheit. Dieses Exemplar war 2011 vor Dahme unterwegs. Quelle: Axel Kramer (HFR)
Haffkrug

Tierischer Besuch in Haffkrug: LN-Leserin Sabrina Heidenreich war in der Nacht vom 9. auf den 10. Januar mit ihrem Hund am Strand unterwegs, als sie ein Grunzen hörte. Es erinnerte sie an ein Wildschwein. Mit Hilfe ihrer Handylampe entdeckte sie das Tier und machte Fotos. Ostholsteins Seehundjäger Eckhard Kasten geht davon aus, dass es sich um eine junge Kegelrobbe gehandelt habe, die er auch schon bei Grömitz gesehen hat.

Die Tiere sind hier heimisch

Die Zahl der Sichtungen hat in den vergangenen Jahren deutlich zugenommen. Kasten erläutert: „Wir haben so viele Seehunde und Kegelrobben wie noch nie seit Beginn der Zählung. Bummelig 1000 Exemplare leben bei Gedser in Dänemark und auf Rügen gibt es eine Kegelrobbenkolonie mit 40 bis 50 Tieren.“ Die Tiere seien somit in der Nähe und würden sich wohlfühlen. „Sie sind hier heimisch und wir hatten auch schon Geburten im nördlichen Ostholstein“, erläutert der Seehundjäger.

Immer wieder werden Seehunde und Kegelrobben an Ostholsteins Stränden entdeckt und fotografiert. Hier gibt es ein paar Bilder aus den vergangenen Jahren.

Aktuell seien zwei Kegelrobben und ein Seehund vor Ostholstein unterwegs. „Der Seehund ist im Gesicht verletzt, ich vermute, dass er beim letzten Sturm zwischen irgendwelche Steine geraten ist. Das sieht spektakulär aus. Wenn sich das nicht entzündet und das Tier Ruhe hat, ist die Wahrscheinlichkeit, dass es überlebt, sehr hoch. Er treibt sich zwischen Neustadt und Haffkrug rum“, sagt Kasten. Die zweite Kegelrobbe soll laut Eckhard Kasten Netzteile und eine Angelschnur um den Hals haben. „Wer die sieht, soll sich bei der Seehundaufzuchtstation, der Polizei oder bei mir melden. Dann können wir das Tier fangen und befreien“, betont er.

30 Meter Abstand halten

Eines sollten Strandbesucher auf keinen Fall machen: den Tieren zu nahezukommen. „Die Kegelrobbe ist das größte Raubtier, was wir hier haben. Die ist am Strand definitiv schneller als wir alle zusammen. Wenn die zubeißt, hat das Krankenhaus massive Probleme, Ihre Extremitäten zu retten“, mahnt Kasten. Man solle mindestens 30 Meter Abstand halten. Dann könne man auch ein Foto machen und sich an Seehund und Kegelrobben erfreuen.

Sebastian Rosenkötter

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