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Ostholstein Keine Anzeichen von Gewalt: 20-Jähriger im Großen Eutiner See ist ertrunken
Lokales Ostholstein Keine Anzeichen von Gewalt: 20-Jähriger im Großen Eutiner See ist ertrunken
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10:09 15.11.2019
Polizeitaucher suchen am Donnerstag in der Eutiner Stadtbucht nach dem Handy des toten Syrers. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Bilal A. (20) ist ertrunken. Nach Angaben der Lübecker Oberstaatsanwältin Dr. Ulla Hingst habe die Obduktion des jungen Eutiners „Zeichen eines Ertrinkens“ ergeben. Außerdem sei er vermutlich erheblich alkoholisiert gewesen. Anzeichen äußerer Gewalt seien bei der Untersuchung des Leichnams nicht festgestellt worden, sagte Hingst weiter. Bilal A. war am Sonnabend, 9. November, von Spaziergängern tot im Großen Eutiner See treibend entdeckt worden.

Keine Anhaltspunkte für Fremdverschulden

Wie Bilal A. ins Wasser geraten ist, müssen weitere Ermittlungen ergeben. Zeugen dafür gibt es nicht, wohl aber für die Zeit davor. Der junge Mann soll vorher mit anderen getrunken haben. Diese seien inzwischen vernommen worden, heißt es von der Sprecherin der Staatsanwaltschaft. Konkrete Anhaltspunkte für ein Fremdverschulden gebe es nicht. Der Polizei seien aber auch die Gerüchte bekannt, die in Eutin die Runde machen, sagte Hingst. Danach soll Bilal A. angeblich abgefüllt und danach ins Wasser geschubst worden sein.

Die Gerüchte nähren sich aus einem Vorfall, der sich im August dieses Jahres im Eutiner Schlosspark ereignet hatte. Dort war es zwischen zwei jungen Männern zu einem Streit gekommen, bei dem ein 17-Jähriger durch mehrere Messerstiche schwer verletzt wurde. Der 20-jährige Tatverdächtige – es soll sich um Bilal A. gehandelt haben – ging danach zum nahen Polizeirevier, gab dort das Messer ab und teilte mit, im Schlossgarten gebe es einen Verletzten. Ob es sich bei dem mutmaßlichen Messerstecher um den jetzt ertrunkenen jungen Syrer handelt, wollte Hingst nicht bestätigen. Nur so viel: „Es ist bekannt, dass es einen anderen Sachverhalt gegeben hat.“

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Auf der Suche nach dem Handy

Am Donnerstagmorgen bei Tagesanbruch stiegen drei Polizeitaucher der 1. Hundertschaft von der Eutiner Hubertushöhe am Seepark in den Großen Eutiner See. Im Umkreis von fünf Metern um die Steganlage, in deren Nähe die Leiche des jungen Syrers entdeckt worden war, suchten sie nach seinem Handy. Außerdem hätten sie feststellen wollen, wie tief das Wasser an dieser Stelle ist, sagte Hingst.

Freunde und Familienangehörige haben auf dem Steg am Großen Eutiner See zur Erinnerung an Bilal Kerzen aufgestellt und Blumen niedergelegt. Quelle: Susanne Peyronnet

Auf dem Steg liegt noch ein Autoreifen, in dem ein riesiger Teddybär sitzt, dem der Name „Bilal“ auf die Nase geschrieben wurde. Daneben stehen Grabkerzen und es sind Blumen niedergelegt. Freunde und Angehörige sollen sich am Mittwochabend zu einer Gedenkfeier auf dem Steg getroffen haben.

Von Susanne Peyronnet

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