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Ostholstein Keine Züge mehr über den Belt: Harsche Kritik aus Ostholstein
Lokales Ostholstein Keine Züge mehr über den Belt: Harsche Kritik aus Ostholstein
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12:58 08.03.2019
Bilder wie hier in Puttgarden werden nach dem Fahrplanwechsel im Dezember 2019 wohl erstmal der Vergangenheit angehören. Wegen Gleisbauarbeiten auf dänischer Seite will die Deutschen Bahn den Zugverkehr Hamburg–Kopenhagen über Padborg (DK) umleiten. Quelle: Schwennsen
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Fehmarn

Die Nachricht, dass die Bahn aufgrund von Gleisbauarbeiten auf dänischer Seite von Dezember 2019 an keine Eurocity-Züge mehr über den Fehmarnbelt fahren lassen will, hat in Ostholstein Empörung ausgelöst. Landrat Reinhard Sager (CDU) fordert nachdrücklich gleichwertigen Ersatz für wegfallende EC-Züge von Hamburg nach Kopenhagen. Auch der Verein „Beltoffen“, der sich für den Belttunnel-Bau einsetzt, übt Kritik an der Bahn.

Sager betont, dass schon 2015 erste Gerüchte über einen Wegfall der Züge aufgekommen waren. Diese wurden in Berlin bestätigt, allerdings sei nicht berichtet worden, wann die Sperrungen beginnen und wie lange sie dauern würden. Dies sei auch Anlass für eine Resolution im Kreistag gewesen, die akzeptable Lösungen für die Region einforderte.

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Die DB hatte schon im Juli 2015 eine möglichst gute Anbindung Lübecks, Oldenburgs und Fehmarns mit internationalen und nationalen Fernverkehrszügen zugesagt. Der Landrat unterstrich erneut, dass „die Anbindung Ostholsteins an das Fernzugnetz von erheblicher Bedeutung für die Wettbewerbsfähigkeit der Tourismuswirtschaft ist“.

„Negativbeispiel für zukünftige Entwicklung“

Auch der „Beltoffen“-Vorsitzende Björn Prölß ärgert sich über die Pläne der Bahn. „Es ist das beste Negativbeispiel für eine zukünftige Entwicklung unserer Region, wenn man keine feste Fehmarnbeltquerung bauen würde“, sagte Prölß. Hier zeige sich die Bahn erneut als zuverlässiger Produzent von Alltagsärgernissen. Prölß zufolge drohe der Nordkreis für lange Zeit vom wichtigen Fernverkehr abgehängt zu werden. Dass die Strecke über Padborg den Kunden auch noch als Vorteil angepriesen werde, das sei zynisch.

Louis Gäbler