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Ostholstein Kellenhusen: Attraktive Kita gegen sinkende Kinderzahlen
Lokales Ostholstein Kellenhusen: Attraktive Kita gegen sinkende Kinderzahlen
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20:10 10.07.2014
Für die Schulzeit verabschiedet wurde die „Igelgruppe“: Lilli-Marie, Dominik, Lukas, Lea, Lilly-Malina, Fay und Nele. Und die „Spatzengruppe“: Andrea, Jamie Luis, Jakob, Mattis, Karol, Max, Davin und Ben Luca. Quelle: Beke Zill
Kellenhusen

Es muss schnell gehen: Die Gemeinde Kellenhusen hat sich mit dem Kindergarten „Meerchenwald“ auf erste Maßnahmen geeinigt, die Einrichtung attraktiver zu gestalten. Denn die Gemeindevertreter sorgen sich um laufend sinkende Kinderzahlen. Weniger Kinder bedeuten weniger Einnahmen — die Einrichtung trägt sich wirtschaftlich nicht mehr.

Erster spürbarer Schritt: Die Preise für die Betreuung der Krippenkinder sollen gesenkt werden. „Wir sind mit Abstand die Teuersten“, begründet Bürgermeister Carsten Nebel (CDU) den Schritt. Wer sein Kind von Montag bis Freitag von 7.45 Uhr bis 12 Uhr betreuen lässt, bezahlt 202 Euro im Monat. Bis 13 Uhr sind es 234 Euro und bis 15 Uhr 330 Euro — dieser Sprung von rund 100 Euro ist laut Nebel zu groß. Festgezurrt werden die neuen Preise am 17. Juli in der nächsten Sitzung der Gemeindevertreter.

Damit möglichst viele neue Kinder in der Kita angemeldet werden, soll jetzt auch die Öffentlichkeitsarbeit verbessert werden — zum Beispiel in puncto Internetangebot. Außerdem neu ab 1.

August: Die sechs Mitarbeiter bieten allen Kindergarten- und Krippeninteressierten immer dienstags von 15 bis 16 Uhr einen Kennenlern-Nachmittag an. „Wir sind ländlich-familiär und modern. Wir bleiben nie stehen“, betont Leiterin Antje Janik. Dass die Gemeinde durch die Kita ein Problem bekommen könnte, hört man nicht gern. „Von einer Krise kann man wirklich nicht sprechen“, ist sie überzeugt. Die Worte der Kommunalpolitiker und Verwaltung aber sind deutlich. „Wir nehmen kleine Korrekturen vor und warten ab“, so Carsten Nebel. Die Hälfte der Kinder kommt aus Kellenhusen, die anderen aus Grube und Dahme, aus dem Bereich Grömitz und auch aus Rüting, erklärt die Chefin. Trotz des hohen Altersdurchschnitts in der Gemeinde waren zuletzt 37 der 40 Kindergarten- sowie sechs von zehn Krippenplätzen belegt.

15 Schulanfänger sind nun beim traditionellen „Rauswurf“ verabschiedet worden. Wie der Zulauf aktuell aussieht, dazu werden jedoch keine konkreten Zahlen genannt. Lediglich: Bis Ende des Jahres sei eine der beiden Gruppen mit 16 Kindern wieder gut gefüllt. Die zweite Gruppe warte noch auf Zulauf. „Im Laufe des Kindergartenjahres werden neue Kinder dazukommen“, glaubt Janik. Drei Kleinstkinder wechseln zudem von der Kita in den Kindergarten. Überall seien aber noch Plätze frei, räumt die Leiterin ein.

„Wir sind der einzige kommunale Kindergarten in dem für uns zuständigen Umkreis“, nennt Janik die Vorzüge. Damit aber nicht genug: Mit einer Lage zwischen Wald und Wellen, ganzjährigen Öffnungszeiten auch in den Ferien, Sprachförderung durch ausgebildete Sprachheilpädagogen und einen aktiven Förderverein kann der Kindergarten punkten.

Kita-Rausschmiss der „6er Bande“: Jetzt geht‘s in die Grundschule
Die Verabschiedung der Vorschüler ist eine Gaudi: Die sogenannte „6er Bande“ wirbelt aufgeregt durch die Räume und über den großen Spielplatz des Kindergartens.
Beim Rumtollen rennen die Vorschulkinder beinahe Antje Janik um. Die Kindergarten-Leiterin lacht und freut sich mit den Youngstern, denn sie kann die Aufregung der 15 Kinder verstehen: Zusammen mit den Eltern feiert der Kindergarten ihren „Rauswurf“. Kinder der Igel- sowie Spatzengruppe verlassen das Haus und werden am 27. August in der Gruber Grundschule eingeschult. Antje Janik hofft, dass auch im nächsten Jahr wieder eine große Bande für den lebhaften „Rausschmiss“ zusammenkommt.

Beke Zill und Irene Burow

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