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Ostholstein Kellenhusen baut für junge Familien
Lokales Ostholstein Kellenhusen baut für junge Familien
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17:45 05.09.2019
Polier Jörg Dünow-Leppin (v. l. Helm), Kellenhusens Bürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK) und der Lübecker Bauunternehmer Jan-Friedrich Schütt mauerten die Kupferhülse ein. Darin enthalten: Baupläne, eine Ein-Cent-Münze als Glücksbringer sowie eine aktuelle LN-Ausgabe. Quelle: Gäbler
Kellenhusen

Dass junge Familien an der Ostseeküste kaum noch bezahlbaren Wohnraum finden, das wollten die Kellenhusener Gemeindevertreter nicht mehr länger hinnehmen. Nach langer Planung war es jetzt so weit: Für das Projekt „Bezahlbarer Wohnraum“ wurde am Donnerstag mit der feierlichen Grundsteinlegung der Startschuss für die Umsetzung gegeben. 4,2 Millionen Euro investiert der Ort in den Bau von zwei Mehrfamilienhäusern, die jeweils zehn Wohnungen zwischen 60 und 99 Quadratmeter haben werden.

Bürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK) freute sich nach eigenem Bekunden von ganzem Herzen, dass es endlich so weit sei. Seit Jahren erlebe man auch in Kellenhusen einen Bauboom. Es seien jedoch hauptsächlich Ferienwohnungen errichtet worden, außerdem Hotels, die aufwendig erneuert wurden. „Das ist schön und stärkt den Tourismus“, sagte Kohlert. Aber dieser Bauboom habe auch eine Schattenseite.

Bezahlbarer Wohnraum für junge Familien

Kellenhusen fast unbezahlbar geworden

„Es sind die jungen Familien – Menschen mit ganz normalen Berufen, Menschen die für unseren Ort wichtig sind – für sie ist das Wohnen in Kellenhusen fast unbezahlbar geworden ist“, sagte Kohlert. In der Folge hätten bereits viele Familien dem Ostseebad den Rücken gekehrt. Kohlert: „Aber: Wenn die Jungen gehen, dann werden wir zu alt.“ Und etwas ganz Wichtiges fehle dem Ort in Kürze – die Vitalität, die Arbeitskraft und die Ideen dieser jungen Menschen.

Jeweils zehn Wohnungen pro Baukörper

Mit dem Bauprojekt an der Straße „Auf der Holtzkoppel“ (direkt hinter dem Kaufhaus Stolz) soll dieser Nachfrage nun Rechnung getragen werden. In den beiden baugleichen Mehrfamilienhäusern entstehen jeweils zehn Wohnungen: drei Wohnungen mit zwei Zimmern und einer Gesamtgröße von 60 bis 65 Quadratmetern, fünf Wohnungen mit drei Zimmern (75 bis 85 Quadratmeter) und zwei Wohnungen mit vier Zimmern (83 bis 99 Quadratmeter).

Quadratmeter-Preis liegt bei 8,50 Euro

Die Höhe des Quadratmeter-Preises steht noch nicht endgültig fest. Er soll aber nach Auskunft von Matthias Bosch (Kämmerei Grömitz) bei etwa 8,50 Euro pro Quadratmeter liegen. Das Dach soll noch vor dem Winter die Rohbauphase abschließen. Die komplette Fertigstellung ist dann für den kommenden Sommer – nach bisheriger Planung etwa der 10. Juli 2020 – vorgesehen. Der Erstbezug könnte ab 1. August oder 1. September sein.

Erster öffentlicher Auftraggeber für Schütt

Oliver Schuldt, Geschäftsführer des Bauunternehmens Schütt aus Lübeck, zeigte sich ebenfalls sehr erfreut. Im vergangenen Jahr habe sich das Unternehmen an dem Wettbewerb beteiligt und gleich qualifiziert. Im Oktober 2018 sei das erste Angebot abgegeben worden, zwei Monate wurde noch nachverhandelt und zu Jahresbeginn – nur fünf Monate nach der Ausschreibung – habe man den Zuschlag bekommen. „Was für ein schöner Start ins neue Jahr auch für uns“, sagte Schuldt und meinte abschließend: „Zumal es das erste Mal für unser Bauunternehmen ist, dass wir einen öffentlichen Auftraggeber haben.“

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