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Ostholstein Haushalt ist unter Dach und Fach
Lokales Ostholstein Haushalt ist unter Dach und Fach
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15:27 14.12.2018
Bürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK, 2.v.r.) und Tourismuschef Thorsten Brandt (r.) mit Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft.
Bürgermeisterin Nicole Kohlert (FWK, 2.v.r.) und Tourismuschef Thorsten Brandt (r.) mit Vertretern der Verwaltungsgemeinschaft. Quelle: GÄBLER
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Kellenhusen

Das Ostseebad Kellenhusen hat seinen Haushalt für das kommende Jahr unter Dach und Fach gebracht. Er schließt im Ergebnishaushalt mit einem Jahresüberschuss von gerade mal 41 700 Euro ab. Im Vorjahr waren es noch 114 500 Euro. Der Haushalt wurde einstimmig angenommen.

Matthias Bosch, Kämmerer der Verwaltungsgemeinschaft Grömitz, erläuterte das Zahlenwerk. „Die ordentlichen Erträge sind mit 2,887 Millionen Euro festgesetzt. Die Ertragslage wird dabei noch durch die erwarteten Grundstücks-Verkaufserlöse positiv beeinflusst.“ Zudem hätten sich wesentliche Einnahmequellen konstant oder sogar tendenziell besser als im Vorjahr entwickelt. Die Steuereinnahmen befinden sich laut Bosch derzeit zwar auf einem guten Niveau, fielen im Planansatz aber etwas niedriger aus. Der Grund: Die Entwicklung bei der Gewerbesteuer sei schwer vorhersehbar.

Auf der Aufwandsseite seien es Aufwendungen in Höhe von 2,846 Millionen Euro. Die Höhe der Aufwendungen und deren Steigerung hätten sich hauptsächlich aus gestiegenen Personalaufwendungen ergeben, so Bosch. Der Finanzplan schließt mit Einzahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit von 2,409 Millionen Euro und Auszahlungen aus der laufenden Verwaltungstätigkeit von 2,447 Millionen Euro ab. Die Hebesätze in der Gemeinde: 370 Prozent für Grundsteuer A, 390 Prozent für Grundsteuer B und 350 Prozent bei der Gewerbesteuer.

Bosch: „Die Ergebnisse müssen unbedingt verbessert werden.“ Der Kämmerer rät der Gemeinde, die Maßnahmen zur Haushaltskonsolidierung weiterzuentwickeln, da durch angesetzte Grundstücksverkäufe nur noch fünf bis sechs Jahre lang Geld in die Kasse gespült werde. Bosch: „Danach wird es schwer, zukünftige Haushalte ausgeglichen zu gestalten.“

Egon Hohmann sagte für die SPD, dass die Kosten für die Verwaltungsgemeinschaft allein mit 300 000 Euro zu Buche schlagen würden und die Hebesätze in anderen Gemeinden noch höher seien. Wie Kämmerer Bosch forderte Hohmann, die Ortsentwicklung im Ostseebad weiter voranzutreiben.

Louis Gäbler