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Ostholstein Kindergarten: Eltern sollen Bedarf nachweisen
Lokales Ostholstein Kindergarten: Eltern sollen Bedarf nachweisen
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20:41 17.04.2013
Von Thomas Klatt
Viele Eltern waren gekommen, um eine Vormittagsgruppe für den kirchlichen Kindergarten von der Gemeindevertretung zu fordern. Quelle: Klatt
Mönchneversdorf

In Schönwalde gibt es jetzt doch noch Hoffnung auf die Einrichtung einer weiteren Vormittagsgruppe im kirchlichen Kindergarten. Das ursprüngliche Vorhaben der Gemeinde, eine kostengünstige Nachmittagsgruppe einzurichten, stieß bei den Eltern auf erheblichen Protest. Wie berichtet, fehlen in der Gemeinde mit Beginn des neuen Kindergartenjahres voraussichtlich 20 Plätze.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung blieb in der Bürgerbegegnungsstätte Mönchneversdorf kaum ein Platz frei. Rund 30 Eltern waren gekommen, um eine Vormittagsgruppe und die von ihnen favorisierte Containerlösung am Kindergarten zu fordern. Die 50 000 Euro, die die Gemeinde dafür veranschlagt habe, seien viel zu hoch, monierte Elternvertreter Markus Lühr. Auch Wilfried Hamer (CDU) sieht bei dieser Lösung noch viel Spielraum, „die Kosten deutlich nach unten zu drücken“. Von Seiten der Eltern wurde zudem angeboten, auch durch Eigenleistung die Kosten zu senken.

Auf die rechtliche Verpflichtung der Gemeinde, ausreichend Plätze mit „bedarfsgerechten Öffnungszeiten“ vorzuhalten, wies Alexandra Schnoor (CDU) hin. Sie monierte jedoch, dass der Sozialausschuss erst „relativ spät“ von den fehlenden Kindergartenplätzen erfahren habe. Dem hielt Kirchenvorsteher Dieter Achtenberg entgegen, dass die Gemeinde bereits im September vergangenen Jahres mündlich, im Oktober dann auch schriftlich über den Überhang an Kindern informiert worden sei. Zudem sei es Aufgabe der Gemeinde und nicht der Kirche, den erforderlichen Platzbedarf zu ermitteln.

Auf wenig Gegenliebe bei den Eltern stieß der Vorschlag von SPD-Fraktionssprecherin Bärbel Seehusen, eine Vorschulgruppe in der Friedrich-Hiller-Schule einzurichten. Seehusen begründete ihren Vorschlag mit der Notwendigkeit, eine kostengünstige Lösung „für alle Bürger der Gemeinde“ zu finden und leerstehende Räumlichkeiten in der Schule zu nutzen. Eine Vorschulgruppe wurde von Elternseite dagegen als „pädagogisches Konzept von Vorgestern“ abgelehnt. „Wenn dieser Vorschlag umgesetzt wird, melden wir unsere Kinder ab — und dann macht ihre Schule dicke Backen“, drohte eine Mutter.

In der zum Teil sehr emotional geführten Debatte fand sich nach einer kurzen Sitzungsunterbrechung eine Mehrheit für den von Michael Schumacher (CDU) verlesenen Beschlussvorschlag. Er sieht vor, zunächst eine konkrete Bedarfsermittlung innerhalb der nächsten 14 Tage durchzuführen. Eltern müssen dabei den Nachweis erbringen, dass sie aufgrund beruflicher oder familiärer Gründe auf eine Vormittagsgruppe angewiesen sind. Eine Gruppe aus Vertretern des Elternbeirates, des Sozialausschusses und der Kirche soll anschließend den tatsächlichen Bedarf ermitteln. Besteht der Bedarf, soll eine Containerlösung umgesetzt werden. Ansonsten erfolgt die Einrichtung einer Nachmittagsgruppe.

Auch bei fehlendem Nachweis werde kein Kind aus einer bestehenden Gruppe in eine Nachmittagsgruppe verlegt, kündigte Pastor Dr. Arnd Heling an. „Das ist mit uns als Träger nicht zu machen.“

„Die Gemeinde muss den Bedarf ermitteln.“


Dieter Achtenberg

Thomas Klatt

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