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Ostholstein Warum der kleine Anton bei Bayern München aufläuft
Lokales Ostholstein Warum der kleine Anton bei Bayern München aufläuft
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07:00 01.04.2019
Arne und sein Sohn Anton (5), der kleine läuft bei Bayern München mit ins Stadion. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Heiligenhafen/München

Für Anton aus Heiligenhafen beginnt gerade eine ganz spannende Zeit. Ein Traum von vielen Kindern wird für ihn wahr. Der fünfjährige Fußballfan fährt mit seiner Familie am Sonnabend, 6. April, nach München und steht auf dem Rasen in der Allianz-Arena vor rund 75 000 Zuschauern, wenn die Spieler der beiden Topteams FC Bayern München und Borussia Dortmund den Fußballkessel betreten.

Große Aufregung vor dem Klassiker

Dass er gerade bei dem Klassiker und wahrscheinlich wichtigstem Spiel der Saison dabei sein darf, sorgt bei Anton schon für große Aufregung. Es sei auch das erste Mal, dass er im Stadion mit dabei ist, wenn sein Verein spielt. Seine Eltern haben ihm im Vorfeld erklärt, was auf ihn zukommt. Bereits zwei Stunden vor Anpfiff ist für Anton Treffpunkt an der Arena. Dann nehmen die Betreuer des FCB-Kids-Club ihn und die anderen Kinder in Empfang und bereiten sie auf ihren großen Auftritt vor.

Der kleine Anton aus Heiligenhafen reist zum Spitzenspiel in der Fußball-Bundesliga zwischen dem FC Bayern München und Borussia Dortmund und wird selbst auf dem Spielfeld stehen, wenn die Teams einlaufen.

Kurz vor 15.30 Uhr geht es schließlich durch die Katakomben auf das Spielfeld. Antons Aufgabe wird es sein, als Spalierkind mit einer Fahne in der Hand die Mannschaften beim Einlaufen zu begrüßen. Dort hofft Anton ganz nah an seine Idole wie Thomas Müller, Robert Lewandowski und vor allem Niklas Süle heranzukommen. Zu Hause trage er übrigens ein Trikot von Papas Lieblingsspieler Joshua Kimmich, erzählt der Kleine, der in der G-Jugend des TSV Heiligenhafen kickt.

Seit der Geburt FCB-Mitglied

Der Weg als Bayern-Fan war für Anton schon mit der Geburt vorgezeichnet. Kaum auf der Welt, wurde er Mitglied bei den „Roten“ aus München. Und als jetzt die Altersgrenze von sechs Jahren beim Kids-Club aufgehoben wurde, nutzte sein Vater die Gelegenheit und meldete seinen Sprössling sofort an. Außerdem nahm er für Anton gleich an einem Gewinnspiel als Einlauf- beziehungsweise Spalierkind teil.

Anton und sein Vater Arne aus Heiligenhafen sind große Bayern Fans. Quelle: Billhardt

„Das kam schon für uns alle sehr überraschend und recht kurzfristig. Nicht nur, dass er aus dem großen Topf gezogen wurde, es ist auch noch das Topspiel dabei herausgekommen. Das ist wirklich großartig“, sagt Papa Arne. Im Alter seines Sohnes sei er selbst zum Bayern-Fan geworden. Mittlerweile ist der 33-jährige Vorsitzende der seit zwei Jahren existierenden Bayern Supporters Ostholstein.

Wie der Vater so der Sohn

Anton ist es bisher schon gewohnt gewesen, dass sein Vater immer mal wieder von zu Hause wegfährt, um Spiele der Bayern anzuschauen. So ging es mit den Supporters zuletzt bereits zu Münchner Auswärtsspielen nach Düsseldorf, Wolfsburg oder auch zu den Champions League Partien nach Amsterdam und Liverpool. Diesmal darf der Fünfjährige mit: „Das ist krass“, sagt Anton und macht bei seiner Premiere damit zugleich seinem Papa eine besondere Freude. Denn Karten hätte es für das Spitzenspiel so einfach sonst nicht gegeben.

Der Fünfjährige aus Heiligenhafen probt schon mal das Einlaufen für den großen Auftritt in München. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

„Die Chance können wir uns nicht einfach nehmen lassen“, betont der Vater und wird von der Tribüne aus seinen Jungen sicher mit großem Stolz beobachten. Auch wenn ihm leichte Bedenken im Vorfeld kommen: „Anton ist doch noch sehr jung. Wir werden sehen, wie er sich vor einer so großen Menschenmenge schlägt.“ Anschließend komme sein Sohn dann zu ihm in den Familienblock und sie würden gemeinsam das Spiel verfolgen.

Spannende Eindrücke sind garantiert

Die weite Reise von der Ostseespitze nach München kann der Kleine kaum abwarten. Einen kleinen Wermutstropfen gibt es allerdings, seine Mutter kann nicht mit ins Stadion. Doch nach dem Schlusspfiff hat Anton sicher ihr und später bei der Rückkehr in Heiligenhafen auch seinen Fußballkameraden viele spannende Eindrücke und Erlebnisse zu erzählen.

Markus Billhardt

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