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Ostholstein Kleiner Überschuss im großen Kreishaushalt
Lokales Ostholstein Kleiner Überschuss im großen Kreishaushalt
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22:15 14.11.2013
Eutin

Es sieht nicht gut aus, aber auch nicht ganz so schlecht wie in den Vorjahren: Der Entwurf für den Haushalt 2014 des Kreises Ostholstein weist im Ergebnisplan (früher Verwaltungshaushalt) sogar einen kleinen Überschuss von 4,4 Millionen Euro aus. Ausgegeben werden sollen für den laufenden Betrieb 236 Millionen Euro. Was bleibt, ist jedoch ein Fehlbetrag von 18 Millionen Euro, Altlasten aus den Vorjahren. Dennoch hat der Finanzausschuss das Zahlenwerk jetzt einstimmig angenommen und dem Kreistag für die Haushaltssitzung am 3. Dezember zur Beschlussfassung empfohlen. Den Überschuss im Ergebnisplan verdankt der Kreis den deutlich höheren Schlüsselzuweisungen, die auf höhere Steuereinnahmen zurückgehen, erläutert Kreiskämmerer Kai Jürgens. Ein zweiter Grund ist die um einen Prozentpunkt auf 36 von Hundert erhöhte Kreisumlage (von den Gemeinden zu bezahlen), die 1,7 Millionen Euro Mehreinnahmen einbringt. Und schließlich haben die Fraktionen mit einer Änderungsliste noch einmal 70 000 Euro eingespart.

Ganz so gut wie bei den laufenden Kosten sieht es bei den Investitionen nicht aus. Knapp 3,6 Millionen Euro der insgesamt zehn Millionen Euro für Investitionen muss der Kreis als Kredit aufnehmen.

Auf der Anschaffungsliste für 2014 steht die von Autofahrern lang ersehnte neue Fahrbahn für die marode K 43 auf Fehmarn von Burg nach Avendorf. Ebenfalls im kommenden Jahr muss noch ein Teil der Ortsumgehung Stockelsdorf bezahlt werden, und schließlich wird in eine Brücke über die Autobahn bei Lensahn investiert.

Damit hat der Kreis dann Gesamtschulden von 75 Millionen Euro aus Investitionen. Entsprechend groß ist der Schuldendienst. Laut dem Etatentwurf müssen im nächsten Jahr 3,9 Millionen Euro Zinsen gezahlt werden. Die Tilgung beträgt fast zwei Millionen Euro. Die Höhe der Kassenkredite, das wären beim Privatmann Kontoüberziehungen, wird auf höchstens 20 Millionen Euro festgesetzt.

Den dicksten Brocken im Kreishaushalt macht der Fachbereich Soziales, Jugend, Bildung und Sport aus. Hier sind allein 165,5 Millionen Euro veranschlagt, erläutert Jürgens. Darin enthalten sind die Personalkosten, aber vor allem Ausgaben für Sozial- und Jugendhilfe aller Art. Schule und Kultur schlagen mit 12,5 Millionen Euro zu Buche, Umwelt, Bau und Regionalentwicklung mit zehn Millionen Euro. In den jeweiligen Fachbereichsausgaben sind immer auch die Personalkosten enthalten. Insgesamt gibt der Kreis 26,6 Millionen Euro im Jahr für seine 441 Stellen — wegen Teilzeit sind dies noch mehr Mitarbeiter — aus.

Susanne Peyronnet

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