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Ostholstein Knick an Eutiner Waldstraße abgeholzt
Lokales Ostholstein Knick an Eutiner Waldstraße abgeholzt
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16:48 30.01.2019
Im Umfeld der Musikschule ist die Böschung abgeholzt. Quelle: Obieray
Eutin

Die Mitarbeiter des Eutiner Bauhofs haben begonnen, den Knick auf der Böschung zwischen der Waldstraße und Kerntangente runterzuschneiden. Doch die Art und Weise des Rückschnitts gefalle nicht jedem Anwohner, sagt die Grünen-Stadtvertreterin Monika Obieray. Sie regt eine sanftere Grünpflegemaßnahme an.

In einer kleinen Anfrage an das Bauamt, bemängelte Monika Obieray (Stadtvertretung, Grüne), dass der Hang an der Waldstraße total kahl geschlagen werde. Dabei bat sie um Auskunft, auf welcher rechtlichen Grundlage diese Maßnahme erfolge und welches Pflegekonzept dabei verfolgt werde. Denn aus ihrer Sicht erfülle die Hangbegrünung eine wichtige Pufferfunktion als Lärm-, Abgas- und Staubschutz für die Anwohner, die durch den Rückschnitt der gesamten Vegetation bis auf den Boden nicht mehr gewährleistet sei. Zudem biete der Bewuchs Raum für die Vogel- und Kleintierwelt und sei in Verbindung mit dem Grünzug an der Gustav-Peters-Schule auch für das städtische Kleinklima von Bedeutung.

Stadt: Verkehrssicherungspflicht muss beachtet werden

Stadtmanagerin Kerstin Stein-Schmidt erläutert, dass die Böschung im landschaftspflegerischen Begleitplan zur Kerntangente als Knick- und Gehölzfläche ausgewiesen sei. Laut Bundes- und Landesnaturschutzrecht müssten diese zum Erhalt ihrer Vitalität und Funktion in einem Rhythmus von zehn bis 15 Jahren „auf den Stock gesetzt“ (geschnitten) werden. Der Bauhof, der die Arbeiten ausführe, habe den Auftrag einzelne Gehölze – die sogenannten Überhälter – stehen zu lassen. „Die Großbäume entlang der Waldstraße sind im Baumschutzkataster der Stadt Eutin geschützt. Diese werden regelmäßig kontrolliert und nach den Empfehlungen der Baumkontrolleure gepflegt“, betont Stein-Schmidt in diesem Zusammenhang. Grundsätzlich müsse im Bereich der Straßen aber auch die Verkehrssicherungspflicht beachtet werden.

In einer ersten Reaktion kritisierte Obieray, dass nicht der vom Leitfaden Gehölzpflege des Landes vorgeschriebene Wechselschnitt angewendet werde, bei dem in kürzeren Abständen kleinere Flächen ausgedünnt würden. Dies verbessere die Schutzfunktion für Mensch und Tier und biete einen schöneren Anblick.

Dirk Schneider

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