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Ostholstein Timmendorfer Koch tritt in TV-Show auf Sat.1 an
Lokales Ostholstein Timmendorfer Koch tritt in TV-Show auf Sat.1 an
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17:28 07.05.2019
Johannes Sommer (26), Sous-Chef im Restaurant „Horizont“ in Timmendorfer Strand, macht bei der Koch-Show „Top Chef Germany“ auf Sat.1 mit. Quelle: Sabine Latzel
Timmendorfer Strand

 Johannes Sommer vergleicht seinen Beruf mit der Musik: „Kochen fühlt sich für mich an wie die Gitarre eines Heavy-Metal-Liedes: Es ist laut, pulsiert und vibriert.“ Und ebenso wie ein angehender Rock-Star sucht der 26-Jährige jetzt die Herausforderung vor großem Publikum: Als Sous-Chef des Timmendorfer Restaurants „Horizont“ stellt er sich in der TV-Kochshow „Top Chef Germany“ dem Wettbewerb mit renommierten Kollegen. In der Jury sitzt auch Koch-Legende Eckart Witzigmann. Zu sehen ist das Ganze ab Mittwoch, 8. Mai, um 20.15 Uhr auf dem Sender Sat.1.

Kandidat war schon Fan der französischen Staffeln

Wenn er Fernsehen guckt, dann „fast nur Koch-Sendungen“, erklärt Johannes Sommer. Dennoch hätte er sich nicht bei irgendeiner x-beliebigen TV-Show rund um die Zubereitung von Speisen beworben. „Ich habe die US-amerikanischen und die französischen Staffeln von ,Top Chef’ gesehen und bin ein Riesen-Fan“, sagt er. „Als ich dann erfuhr, dass es eine deutsche Ausgabe davon geben soll, war klar: Da muss ich mich bewerben.“

Zur Bewerbung gehörte neben dem Lebenslauf eine ausführliche Beschreibung seiner Motivation, überhaupt bei der Show mitzumachen. „Dabei muss man einiges von sich preisgeben“, berichtet der junge Koch. Zum „Casting-Kochen“ sei er nachts, nach der Arbeit, bis nach Bayern gefahren. Für die Sendung habe ihn sein Chef teilweise freigestellt, teilweise habe er Urlaub genommen. „Man kriegt nur etwas raus, wenn man etwas reinsteckt.“ Das hat sich offenbar schon gelohnt: Laut Sender sind die zwölf Teilnehmer aus 300 Bewerbern ausgewählt worden.

Über den Inhalt von „Top Chef Germany“ verrät Johannes Sommer wenig. Die zwölf Köche – drei Frauen und neun Männer, einige von ihnen bereits mit einem Michelin-Stern ausgezeichnet – erhalten verschiedene Aufgaben und treten einzeln und im Team gegeneinander an. „In der Arena gibt es nur acht Koch-Stationen, dazu der Zeitdruck – das war nicht ohne“, sagt der Timmendorfer Kandidat. Nach dem K.O.-System kommt eben nicht jeder weiter, und am Ende bekommt der Sieger 50 000 Euro.

Die ersten Aufgaben: Eisbein und Berliner Pfannkuchen

Gekocht wird nicht nur im Studio. In der ersten Folge geht es laut Sender auch in die Arminius-Markthalle in Berlin, „um dort Berliner Klassiker neu zu interpretieren. Wer scheitert am Eisbein, und wem gelingt der perfekte Berliner Pfannkuchen?“ In der Jury sitzt neben der Autorin und Restaurant-Kritikerin Alexandra Kilian und dem Zwei-Sterne-Koch Peter Maria Schnurr auch Koch-Legende Eckart Witzigmann.

Wie weit es der Timmendorfer Jung-Koch Johannes Sommer in der Sat.1-Show „Top Chef Germany“ geschafft hat, wird nicht verraten. Aber hier sind schon mal ein paar Eindrücke aus der Sendung.

Für Witzigmann zu kochen sei, „als würde Oliver Kahn zu einem sagen: Stell dich mal ins Tor“, beschreibt Johannes Sommer das Zusammentreffen mit einem der weltweit einflussreichsten Köche. „Er ist der Patron der Sterne-Gastronomie, mit dem streitet man selbstverständlich nicht herum.“ Der Jung-Koch ist voll des Lobes für das große Vorbild: „Eckart Witzigmann ist hundertprozentig ehrlich, aber immer respektvoll und herzlich.“ Ein Wettbewerb mit diesem Juror und Konkurrenten dieses Kalibers könne einen nur wachsen lassen, findet Johannes Sommer: „Es nimmt einem die Maske vom Gesicht.“

Ihm selbst sei nach dem Schulabschluss rasch klar geworden, dass er lieber ein Handwerk erlernen als studieren wollte, sagt der 26-Jährige. „Die Küche hat mich gleich in ihren Bann gezogen, und außerdem esse ich wahnsinnig gern.“ Seine Lehre hat er im „Arosa“-Hotel in Travemünde absolviert und danach unter anderem im „Weissenhaus Grand Village Resort“ gearbeitet. Seit Februar 2018 ist er im Timmendorfer „Horizont“, das zum Strandhotel „Fontana“ gehört. „Ich koche alles gern, von mediterran bis asiatisch“, erklärt Johannes Sommer, der sein Können auch mit einer Ausbildung zum Sushi-Koch erweitert hat.

„Das Ziel ist der glückliche Gast“

Fehlt eigentlich nur noch ein Michelin-Stern zum Glück, oder? „Mit einem Stern würde einerseits ein Traum in Erfüllung gehen, das wäre großartig“, sagt der Sous-Chef. „Aber andererseits darf der Stern nicht das Ziel sein. Das Ziel ist der glückliche Gast.“ Johannes Sommer möchte sich außerdem von dem Druck frei machen, unbedingt mit einem Stern ausgezeichnet zu werden. „Kochen ist für mich ein Mittel, um mein Wohlwollen auszudrücken, das ich erst einmal jedem Menschen gegenüber empfinde. Abgesehen davon ist mein Lieblingsplatz einfach am Herd.“

Sabine Latzel

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