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Ostholstein Kontrolle in Heiligenhafen: Polizei beanstandet Verhalten von 158 Radfahrern
Lokales Ostholstein Kontrolle in Heiligenhafen: Polizei beanstandet Verhalten von 158 Radfahrern
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14:02 02.08.2019
Polizisten kontrollieren verstärkt Radfahrer, wie dieses Symbolbild zeigt. Quelle: LN-Archiv
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Heiligenhafen

Die Polizei in Heiligenhafen hat in den Monaten Juni und Juli Hunderte Fahrradfahrer kontrolliert. 158 haben sich laut Polizeisprecher Stefan Muhtz falsch verhalten. Unter anderem seien 91 Radler auf Gehwegen unterwegs gewesen. Zehn hätten eine rote Ampel ignoriert. „83 werden nun Post in Form von Verwarngeldangeboten erhalten. Drei Urlauber aus dem Ausland mussten ihr Verwarngeld gleich an Ort und Stelle entrichten“, sagt Muhtz.

Polizei konzentriert sich bewusst auf Radfahrer

Hintergrund der verstärkten Kontrolle sei ein neues Konzept, das die Sicherheit für Radfahrer und Fußgänger in der Warderstadt erhöhen solle. Thorsten Ziehm, Erster Polizeihauptkommissar und Revierleiter Heiligenhafen, hatte es Ende Mai vorgestellt. „Das Polizeirevier Heiligenhafen wollte sich über die Themenbereiche Geschwindigkeit, Gurt, Handy und Alkohol-Drogen-Medikamente im Straßenverkehr hinaus bewusst der Gruppe Radfahrer widmen“, sagt Muhtz.

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Strafen für Radfahrer: So viel Euro werden fällig

Halten sich Radfahrer nicht an geltende Verkehrsregeln, kann es teuer werden. Hier ein paar Beispiele:

Verbotswidrig Nutzung des Gehwegs: zehn Euro

Radweg in falsche Richtung benutzen: 20 Euro

Rotlicht missachten: 60 Euro und ein Punkt

Rotlicht länger als eine Sekunde missachten: 100 Euro und ein Punkt

Freihändig fahren: fünf Euro

Falsch herum durch die Einbahnstraße: 20 Euro

Musik hören und so das Gehör beeinträchtigen: zehn Euro

Ohne Licht bei Dunkelheit fahren: 20 Euro

Handy nutzen: 25 Euro

Das Verwarn- oder Bußgeld erhöht sich um je fünf Euro, sollte sich durch ein Fehlverhalten eine Behinderung, Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer oder sogar ein Unfall ergeben.

Polizei will Radler und Fußgänger schützen

Durch gezielte Fahrradkontrollen an Unfallschwerpunkten und viel befahrenen Strecken des Revierbereichs solle auf das Verhalten eingewirkt werden. Auch in Hinblick auf die Sicherheitsausstattung würden die Radfahrer überprüft. „Es sollte nicht darum gehen, den Menschen das unbestritten positive Radfahren zu verleiden“, betont der Polizeisprecher. „Ganz im Gegenteil: Die Polizei möchte mit dem Mittel der Verkehrsüberwachung die Fußgänger und die Radfahrer vor Gefahren und Verkehrsunfällen schützen.“

Weitere Kontrollen sollen noch in diesem Monat folgen.

Lesen Sie auch: Die Ankündigung der Kontrollen.

Sebastian Rosenkötter