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Ostholstein Kostenlose Mittel zur Verhütung
Lokales Ostholstein Kostenlose Mittel zur Verhütung
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22:10 22.02.2018
Eutin

Hintergrund des Modellprojektes sei, dass seit Einführung des Gesundheitsmodernisierungsgesetzes die Möglichkeit der Erstattung der Kosten für Verhütungsmittel durch die Krankenkassen für Empfänger staatlicher Leistungen weggefallen ist. „Wer Arbeitslosengeld II (Hartz IV), Berufsausbildungsbeihilfe, Bafög oder Wohngeld erhält, kann sich zuverlässige Verhütungsmittel oft nicht leisten“, sagt Meints. Die Betroffenen bedürften der finanziellen Unterstützung, um ungewollte Schwangerschaften zu verhindern. „Wir stellen immer wieder fest, dass Frauen aufgrund mangelnden finanziellen Spielraums auf Verhütungsmittel verzichten“, ergänzt Kerstin Wienberg von der Schwangerenberatungsstelle. Im Dezember hatte der Kreistag beschlossen, dass übergangsweise bis zu einer bundeseinheitlichen Regelung für das Jahr 2018 ein Verhütungsmittelfonds für Menschen mit geringem Einkommen eingerichtet wird. Die Umsetzung soll ein Jahr lang erprobt werden.

LN