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Ostholstein Krankenstand beim Kreis erreicht neuen Rekordwert
Lokales Ostholstein Krankenstand beim Kreis erreicht neuen Rekordwert
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21:13 02.05.2017
Eutin

Die krankheitsbedingten Ausfälle bei der Kreisverwaltung Ostholstein haben abermals zugenommen. Die Fehltage pro Mitarbeiter stiegen 2016 auf durchschnittlich 37,6 Tage im Jahr – das sind 6,5 Tage mehr als 2015. Dazu kam noch gut ein weiterer Tag Ausfall durch Arbeitsbefreiung und Bildungsurlaub. Die Fehlzeitquote betrug damit im Durchschnitt fast 39 Tage – nach 32 Tagen in 2015 und gut 24 Tagen in 2014. „Die krankheitsbedingten Fehltage pro Beschäftigte/n erreichten 2016 den mit Abstand höchsten Stand“, fasst denn auch der Personalbericht zusammen, der gestern einstimmig den Hauptausschuss des Kreistages passierte.

„Wir versuchen, jeden Wunsch zu erfüllen.Landrat Reinhard Sager über die Arbeitszeitgestaltung

Dass die 552 Beschäftigten (Stand 2016) überwiegend krank feiern, lässt sich aus den Zahlen aber nicht ableiten. Ursache für die vielen Fehltage sind Langzeiterkrankte. Deren Zahl ist 2016 weiter gestiegen (von 81 auf 96) und „entspricht nicht mehr annähernd der der Vorjahre“, hält der Bericht fest. Drei von vier Ausfalltagen werden durch Langzeitkranke verursacht. Simone Tackenberg, Fachdienstleiterin Personal, relativierte jedoch. Als langzeiterkrankt gelte jeder, der länger als sechs Wochen im Jahr gefehlt habe und zwar nicht am Stück. Sechs Wochen und länger in einem Zug hätten nur 65 Beschäftigte gefehlt. Als Hauptursachen werden unverändert Muskel-Skelett-Erkrankungen genannt, also etwa Rücken- und Bandscheibenleiden oder Arthrose. Es folgen Atemwegs- und psychische Erkrankungen.

Ohne Langzeiterkrankte betrug die Fehlzeit wegen Krankheit 9,4 Tage pro Mitarbeiter. Auch das ist eine Zunahme. 2015 waren es 8,6 und 2014 gut 4,4 Tage. Um die Belegschaft fit zu halten, wurden eine Lenkungsgruppe „Betriebliche Gesundheitsförderung“ eingerichtet und das Angebot der aktiven Pause um ein Entspannungsangebot am Mittag verstärkt. Über weitere Schritte soll die vermutlich neue Gesundheitsmanagerin nachdenken. Zwei Drittel der Bewerber für den Posten sind weiblich.

Der Bericht verweist auch darauf, dass bis 2025 nahezu ein Drittel des Personals in Ruhestand oder Rente gehen wird. Der Kreis bemüht sich deshalb aktiver denn je um Nachwuchs. Ein Pfund, mit dem er wuchern kann, ist die individuelle Arbeitszeitgestaltung. „Wir versuchen praktisch jeden Wunsch zu erfüllen, welcher andere Arbeitgeber kann das schon leisten“, strich Landrat Reinhard Sager heraus. So hat sich die Zahl der Mitarbeiter, die ganz oder teilweise zu Hause arbeiten, 2016 auf 34 verdoppelt. Die verstärkte Einstellung von Nachwuchskräften sorgte auch für eine weitere geringfügige Abnahme des Durchschnittsalters der Beschäftigten von 47 auf 46,8 Jahre.

Vor allem Frauen zieht es in die Kreisverwaltung. Sie stellen inzwischen 62,2 Prozent des Personals. Vor zehn Jahren waren es 54 Prozent. In Führungsebenen sind Frauen aber noch unterrepräsentiert.

Im Bereich des höheren Dienstes beträgt ihr Anteil inzwischen 38,5 Prozent, zusammen mit dem gehobenen Dienst sind es 58,4 Prozent.

Eine wichtige Personalie steht zum Jahresende an. Claus-Peter Matthiensen, Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Ostholstein (Egoh), geht zum 1. Dezember in den Ruhestand. Die Suche nach einer Nachfolge soll Mitte Mai mit der Ausschreibung der Stelle beginnen.

pet

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