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Ostholstein Kreisverwaltung: Neubau soll 2022 stehen
Lokales Ostholstein Kreisverwaltung: Neubau soll 2022 stehen
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18:13 09.09.2019
So soll der geplante, zwölf Millionen Euro teure Neubau (links) aussehen und sich optisch in das bestehende Kreishaus-Ensemble einfügen. Die Fertigstellung ist für 2022 geplant. Quelle: Bieling Architekten
Eutin

Die Kreisverwaltung in Eutin platzt aus allen Nähten. Für die Verwaltungsmitarbeiter werden dringend zusätzliche Büroräume benötigt. Der Kreis-Bauausschuss hat einstimmig für den Entwurf des in Hamburg, Berlin und Kassel ansässigen Architektenbüros Bieling votiert. Das Unternehmen hatte den ausgeschriebenen Wettbewerb gewonnen. Der Neubau für 50 Mitarbeiter soll im Innenhof der Kreisverwaltung realisiert werden, 2022 bezugsfertig sein und knapp zwölf Millionen Euro kosten.

Damit der Erweiterungsneubau im Innenhof der Kreisverwaltung im ersten Halbjahr 2022 fertiggestellt werden könne, solle ein entsprechender Auftrag an die Verwaltung gehen, empfahl der Ausschuss dem Kreistag. Die Bausumme liege inklusive der zu erwartenden Preissteigerungen bei 11,85 Millionen Euro, sagte Nils Hollerbach, Fachbereichsleiter Planung, Bau und Umwelt. Die Schätzung habe zum Verhandlungsverfahren gehört, das die Verwaltung mit dem Preisträger geführt habe.

Erweiterungsbau führt Ensemble fort

In der Beurteilung des Preisgerichtes heißt es zu dem Bieling-Entwurf: „Der Erweiterungsbau führt das denkmalgeschützte Ensemble selbstverständlich fort und schließt das Volumen nach Norden. Städtebaulich überzeugt der Beitrag durch die Implementierung eines längs-rechteckigen Baukörpers, der auch langfristig – nach einem Abriss des zweigeschossigen Baukörpers entlang des Jungfernstiegs – noch erweiterbar ist. Der bestehende Haupteingang hat weiterhin Bestand, es entsteht keine Konkurrenzsituation.“ 

Weiter heißt es: Die Erscheinung des Neubaus mit seiner insgesamt niedrigen Höhe und den gut eingesetzten Proportionen sei von den Juroren als bescheiden, aber gleichzeitig hochwertig empfunden worden. Die Gestaltung und Anbindung des Innenhofes sei „gut zoniert und verspricht eine hohe Aufenthaltsqualität“.

Die Fassade des Neubaus orientiere sich außerdem mit seiner Gliederung an den Rahmen und Fassaden des Bestandsgebäudes und bilde eine gute Maßstäblichkeit. Die in der Tiefe gestaffelte Fassade sorge für eine lebendige und gleichzeitig ruhige Erscheinung. Material und Farbigkeiten würden sich gut einfügen.

Im Innenhof der Kreisverwaltung soll der Neubau entstehen. Hier werden Büros für 50 Mitarbeiter geschaffen. Quelle: Entwurf Bieling

Wunschobjekt war das Polizei-Gebäude

Landrat Reinhard Sager (CDU) hatte im Vorwege bereits des Öfteren darauf hingewiesen, dass zusätzliche Büroräume benötigt würden. Bisher habe sich die Verwaltung vor allem mit gemieteten Räumen beholfen. Sager hatte bereits in der Vergangenheit darauf hingewiesen, dass auf lange Sicht ein eigenes Gebäude jedoch sehr viel wirtschaftlicher sei. Die jetzige Lösung sei sicherlich „nicht optimal“, räumte er ein, weil durch den Bau im Innenhof auch wieder einige der neuen Parkplätze wegfielen.

Am liebsten hätte die Verwaltung das Polizeigebäude gehabt. „Wir müssen aber akzeptieren, dass dieser Wunsch keine Aussicht auf Erfolg hat“, hatte Sager bereits in der Vergangenheit eingeräumt. Derweil wachse der Druck; diverse Mietverträge liefen im Jahr 2025 aus und es sei zu erwarten, dass die Kreisverwaltung eher weiter wachsen als schrumpfen werde. Hinzu komme, dass einige Räume derzeit noch als Doppelbüros genutzt würden, was Wartezeiten für Besucher zur Folge hätte – gerade in Bereichen, in denen es um sensible Daten gehe.

Anmietung von Flächen für Parkplätze

Das Stellplatzkonzept sieht vor, dass 35 Parkplätze an der Oberonstraße nahe dem Eutiner Amtsgericht entstehen sollen, die der Kreis vom Land pachten will. Da dies noch nicht reiche, solle zudem der Großparkplatz des Kreises um 14 Parkplätze erweitert werden.

Von Louis Gäbler

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