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Ostholstein Kunst aus den USA
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20:34 10.01.2014
Peter Schlieper will Kunstfreunde nach Neustadt locken. Quelle: Rosenkötter
Neustadt

Schwungvoll führt Peter Schlieper den Pinsel. Er tunkt ihn in Schutzglasur ein, trägt diese auf seinem Acrylbild auf. Dann blickt er auf, ein Lächeln erscheint in seinem Gesicht — und er sagt: „Es ist toll, in diesem großen Raum zu arbeiten. Es ist schöner als Zuhause in einer Garage. Ich habe mir einen Traum erfüllt.“ Peter Schlieper scheint angekommen. Im Juni 2013 berichtete er den LN erstmals vom neugegründeten Kunstverein Neustadt. Sechs Monate später hat sich die Anzahl der Mitglieder auf 40 verdoppelt.

Jeden Monat wird es in diesem Jahr eine Matinee geben. Zum Auftakt las Manfred Deutschmann (87) am ersten Januar-Wochenende aus seinem Buch „Das Leben in Versen“ vor. Mehr als 80 Besucher kamen.

Viel Interesse dürfte laut Peter Schlieper auch der Besuch der US-Künstlerin Debora Bork im Oktober wecken. „Ihre Arbeit ist bezaubernd. Sie wird Fotocollagen zeigen“, sagt der Vereinsvorsitzende.

Zudem sind jede Menge Workshops und Kurse geplant. „Wir haben alles von der einfachen Drucktechnik bis zur lasierenden Ölmalerei und von Aquarell bis Pastell“, betont der Neustädter.

Oberste Priorität habe laut Peter Schlieper die Qualität der Künstler und ihrer Werke. Menschen aus anderen Regionen Deutschlands sollen angesprochen werden, ihren Urlaub mit einem Besuch der Vereinsräume zu verbinden, Kreatives zu erleben und selbst kreativ zu werden. „Dazu müssen wir Kurse anbieten, die man sonst nicht besuchen kann“, erklärt Schlieper. Zudem möchte er gezielt Galeristen einladen. „Das ist Direktmarketing. Ich spreche die Menschen an und suche Kooperationspartner in der Touristik. Aber es ist ein Prozess, der eine Weile braucht“, weiß Schlieper.

Dennoch entwickelt sich der Verein gut. Erst vor wenigen Wochen sei eine ältere Dame mit einem Hundertwasser- Druck erschienen, wollte wissen, was das Werk wert sei. Schlieper wertet dies als Zeichen, dass sich der Verein langsam etabliert. Dass sogar Kunstliebhaber aus Hamburg und Berlin den Weg nach Neustadt fanden, überrascht ihn nicht. Aber es freut ihn. Bereits kurz nach der Vereinsgründung ließ er verlauten, dass er Kunstreiseveranstalter ansprechen möchte, von einer Triennale, einer alle drei Jahre wiederkehrenden Ausstellung, träumt. Diesen Zielen ist er ein Stück näher.

Und er hat eine neue Idee, um auf den Verein aufmerksam zu machen. Graffiti-Künstler sollen Bauzaunbanner gestalten — eine Straßengalerie. „Viele Zäune stehen rund ums Haus. So könnte man von der anderen Hafenseite auf uns aufmerksam werden.“

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite www.kunstvereinneustadt.de.

Sebastian Rosenkötter

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