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Ostholstein Mehrere LMK-Mitarbeiter verlieren ihren Job
Lokales Ostholstein Mehrere LMK-Mitarbeiter verlieren ihren Job
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20:51 24.09.2018
Die LMK-Einkaufswelt in der Peterstraße ist ein Traditionshaus. Der Betrieb wurde vor 205 Jahren gegründet. Quelle: Ulrike Benthien
Eutin

Keine Töpfe und Pfannen, Gläser und Geschirr, Bettdecken und -wäsche mehr bei LMK. Auch Geschenkartikel, Elektrogeräte sowie Kurzwaren und Wolle werden aus dem Sortiment genommen. Zum Jahresende schließt das Kaufhaus seine Abteilung im Untergeschoss, viele Kunden decken sich bereits beim Räumungsverkauf mit vergünstigten Artikeln ein. Mehrere Mitarbeiter werden das Haus verlassen müssen. „Im einstelligen Bereich“, sagt LMK-Inhaber Thomas Menke.

Es würden Mitarbeiter in Rente gehen, einige in andere Bereiche des Hauses wechseln. Gekündigt werde allen Aushilfen, auch von einigen Mitarbeiterin werde man sich trennen müssen. „Wir werden versuchen, das sozialverträglich zu gestalten. Alles wird mit dem Betriebsrat abgestimmt“, versichert er und berichtet, dass es schon viele Tränen gegeben habe. Ihm falle die Entscheidung schwer, sagte Menke. „Wir sind ein Familienunternehmen. Ich kenne hier jeden. Das ist so, als ob ein Familienmitglied geht.“ Aber er trage letztlich Verantwortung für das gesamte Haus.

Viele Kunden sicherten sich bereits beim Räumungsverkauf herabgesetzte Waren. Quelle: Ulrike Benthien

Die Abteilung mit Haushaltswaren sei nicht mehr lukrativ gewesen. Der Gewinn der gut laufenden Abteilungen sei dadurch zum Teil aufgebraucht worden. „Mit Pött und Pann ist es vorbei. Das wollten und konnten wir uns nicht mehr erlauben“, sagt der LMK-Inhaber. Genauso habe es sich mit der Post-Filiale im Erdgeschoss verhalten, von der sich das Kaufhaus ebenfalls trennt. Sie schließt, wie bereits berichtet, Ende Oktober. Auf dem Prüfstand stehen in der Einkaufswelt auch die Abteilungen Spielwaren und Kinderbekleidung. „Da werden wir aber noch mit unseren Lieferanten Gespräche führen und versuchen, andere Konditionen auszuhandeln“, kündigt Thomas Menke an.

Es werde generell überlegt, wie das Haus anders aufgestellt werden könne. „Wir analysieren das gerade mit Fachleuten aus dem Einkaufsverband. Uns geht es da nicht anders als vielen Unternehmen im Land. Das ist dem Strukturwandel geschuldet“, sagt Thomas Menke und verweist auf die Konkurrenz durch das Internet und die Betriebe auf der grünen Wiese. „Wenn Aldi oder Lidl eine Aktion mit Haushaltswaren hatten, dann hat uns das jedes Mal richtig weh getan.“ Der jetzige Schritt sei hart, aber unumgänglich. „Ich bin zuversichtlich , dass wir mit einer Umstellung das Haus für Eutin als etwas Gutes erhalten können.“

Ulrike Benthien

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