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Ostholstein Längstes Kitesurf-Rennen der Welt startet auf Fehmarn
Lokales Ostholstein Längstes Kitesurf-Rennen der Welt startet auf Fehmarn
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10:15 09.08.2013
Eingehängt an ihrem Drachen starten die Kiter zum längsten Rennen der Welt: von Gammendorf auf Fehmarn nach Rødby und zurück. Quelle: Mario Rodwald
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Fehmarn

Die Vogelfluglinie bekommt Flügel. Genauer gesagt: Hunderte von knallbunten Kite-Schirmen sollen den Fehmarnbelt in ein riesiges Surf-Paradies verwandeln. Denn Red Bull veranstaltet am Sonnabend, 7. September, mit „Coast 2 Coast“ ein ganz besonderes Spektakel zum 50-jährigen Jubiläum der Route PuttgardenRødby. Im Inselnorden startet das längste Kitesurf-Rennen der Welt mit Kurs auf Dänemark und zurück über 40 Kilometer nonstop. Bereits jetzt haben sich mehrere Hundert Surfsportler für diesen Massenstart angemeldet.

„Ein Highlight und lauter Jubiläums-Highlights“, schwärmt Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt: „Denn das längste Kitesurf-Rennen der Welt macht schließlich nicht jeder.“ Und Fehmarns Belt-Regionalmanagerin Mona-Babette Walkenhorst staunt: „Das hat eingeschlagen wie eine Bombe.“

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Mit rund 200 Anmeldungen hatte man gerechnet. Doch binnen drei Tagen lagen mehr als doppelt so viele vor. Die 1000er-Grenze scheint nicht mehr unerreichbar. „Ich rechne mit bis zu 1500 Anmeldungen“, so Walkenhorst. Schon müssen die Veranstalter — neben Red Bull sind die Stadt Fehmarn und der Tourismus-Service Fehmarn mit im Boot — nachrüsten.

Denn den Fehmarnbelt als sehr stark befahrene Wasserstraße darf man nicht einfach nach Lust und Laune für ein Event überqueren. Das kennt bereits Jens Glaeßer, der seit zehn Jahren jährlich Beltschwimmer aus dem In- und Ausland auf diese Route lockt. Bislang liegt vom Wasser- und Schifffahrtsamt Lübeck eine Genehmigung für 200 Startplätze vor. Walkenhorst hat inzwischen eine Aufstockung auf 400 Startplätze nachgereicht — und wartet derzeit auf eine Zusage.

Hoch sind die Sicherheitsauflagen. Unter anderem sind bisher insgesamt zwölf Sicherungsboote vorgesehen. „Wir könnten gleichzeitig 140 oder 150 Kiter aus dem Wasser holen, wenn es nötig ist“, so Walkenhorst.

Auf jeden Fall startet „Coast 2 Coast“ nicht in Puttgarden, sondern am Niobe-Strand bei Gammendorf. Dort ist ausreichend Platz für ein Groß-Event mit Parkplätzen, Zelten, Gastronomie und Rahmenprogramm. Der Start ist für 14 Uhr geplant, abends ab 21.30 Uhr lockt eine Beach-Party.

Etappenziel der Kiter ist das Ferienzentrum „Lalandia“ auf Lolland westlich von Rødby. Die Kite-Surfer — ob Profi oder Beginner, ob Racer oder Freestyler — sollen rund 100 Meter vor der dänischen Küste eine Wendeboje umfahren, um anschließend die gesamte rund 20 Kilometer lange Strecke wieder zurückzulegen. Eine Marathonstrecke mit noch unbekannten Faktoren — denn niemand kann vorhersehen, wie stark an diesem Tag Wind und Wellengang ausfallen.

Surf-Legende Robby Naish wirbt in einem eigens von Red Bull produzierten Trailer bereits jetzt für ein „Hard-Core-Kitesurf-Event“. Sein PR-Auftritt ist übrigens kein Zufall: Denn der schnellste Kitesurfer vom Fehmarnbelt-Event darf sich über den Hauptgewinn freuen: einen Kitesurf-Trip nach Hawaii sowie ein Treffen mit Robby Naish.

Mekka der Kitesurfer
Dritter Tourstopp der Deutschen Meisterschaft im Kitesurfen: Heute startet die „Kite-Surf-Trophy 2013“ am Burger Südstrand. Fehmarn wird damit erneut für drei Tage zum Mekka der Kitesurfer. Je nach Windbedingungen starten die Wettkämpfe in Race und Freestyle heute ab 11 Uhr sowie morgen und Sonntag jeweils ab 10 Uhr.

Der Knust ist die letzte Station auf dem Weg zur Deutschen Meisterschaft. Sie wird vom 30. August bis 1. September endgültig in Büsum entschieden. Bei den Herren könnte sich Florian Gruber (Garmisch-Partenkirchen) mit einem Sieg im Race bereits vorzeitig den Titel sichern. Im Freestyle treten unter anderem Mario Rodwald (Rendsburg), Stefan Permien (Kiel) und Sabrina Lutz (Hamburg) an.

Für Kiter wie Zuschauer ist auch das ein Hit: Heute und morgen lockt jeweils eine „Sunset Beach Party“ am Burger Südstrand, morgen außerdem ab 23 Uhr die Surfer-Party im „Vibes“.

Gleichzeitig findet am 10. und 11. August tagsüber in Gold das „6. Windsport Einsteiger Testival“ statt. Getestet werden kann Windsurf- und auch Stand-Up-Paddling-Material — vor allem von Familien (nur morgen von 12 bis 16 Uhr mit Surf-Flohmarkt).

Gerd-J. Schwennsen