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Ostholstein Was im Herbst auf Straßenreiniger und Anwohner zukommt
Lokales Ostholstein Was im Herbst auf Straßenreiniger und Anwohner zukommt
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15:03 08.10.2019
Bauhof-Mitarbeiter Jens Markmann (56) beseitigt mit einem Laubbläser Blätter von den Fuß- und Radwegen in Eutin. Sonst wird es auf Dauer rutschig. Quelle: Saskia Bücker
Eutin/ Oldenburg

Ohrenbetäubend laut ist der Laubbläser, mit dem Bauhof-Mitarbeiter Jens Markmann im Eutiner Schlossgarten seine Kreise zieht. Doch mit einem Gehörschutz lasse es sich aushalten, sagt der 56 - Jährige. Nütze ja nichts, denn die Blätter müssen runter vom Gehweg. Sonst matscht das. Und das sei nicht gut für den Schotter – und gefährlich für die Fußgänger und Radfahrer.

Der Herbst ist da. Und das bedeutet für die Straßenreiniger: Der Kampf gegen das Laub beginnt. „Die nächsten acht Wochen haben wir damit zutun“, prognostiziert Bauhof-Leiter Klaus Hansen. 30 Leute habe er draußen, um ein Auge auf das „Straßenbegleitgrün“ zu haben. Also auf die Grünflächen und die Bepflanzung am Rand öffentlicher Straßen, Wege und Parks. Auch die Regeneinläufe säubern die Mitarbeiter.

Die Blätter und Äste fallen und es regnet: Im Herbst sind die Mitarbeiter des Bauhofes Eutin schon früh am Morgen auf den Beinen, um die Straßen, Gehwege und Parks von Laub zu befreien. Sehen Sie hier ein paar Bilder.

Unterwegs sind sie mit Kehrmaschinen, Harken, Laubbläsern. Und, ganz wichtig, ihrer „Amazone“. „Die ist eine Arbeitserleichterung sondergleichen“, betont Hansen. Denn die Maschine könne Laub im ganz großen Stil aufsammeln. Die Straßenreiniger müssten das dann nur noch in Anhänger verfrachten und auf dem Baubetriebshof auf einem großen Haufen abladen. Ist das ganze Laub am Herbstende erstmal weg, kommt auch schon der Frost. Das Streusalz liegt in Eutin bereits bereit, in einer großen Halle auf dem Baubetriebshof. „Ab Mitte November sind wir auf jeden Fall bereit für den Winterdienst“, sagt Hansen.

Timmendorfer Strand: Hausbesitzer in der Pflicht

Doch nicht nur die Mitarbeiter der Straßenreinigung haben jetzt alle Hände voll zu tun. Anwohner sind oft häufiger in der Pflicht als angenommen. Beispielsweise in Timmendorfer Strand. Da sind Eigentümer und Besitzer der durch öffentliche Straßen erschlossenen, bebauten oder unbebauten Grundstücke zur Straßenreinigung verpflichtet.

„Aus diesem Grund appelliere ich an die Bürgerinnen und Bürger, besonders zu dieser Jahreszeit Gehwege, Entwässerungsrinnen und Einflussöffnungen der Straßenkanäle regelmäßig zu reinigen“, betont Bürgermeister Robert Wagner in einem Rundschreiben. So könnten Verstopfungen durch Laub oder Straßendreck ausgeschlossen werden.

Wer reinigt die Straße?

Für Anlieger in Ostholsteinwird die Verantwortung für die Straßenreinigung in der Satzung zur Straßenreinigung der jeweiligen Gemeinde geregelt. Die Gemeinden können dabei die Verpflichtung zur Reinigung den Anliegern auferlegen.

Gemeinden können die Straßenreinigung aber auch selbst durchführen, beispielsweise durch die Mitarbeiter der Baubetriebshöfe. In diesem Fall werden die Anlieger zu Straßenreinigungsgebühren herangezogen. Die Höhe legt die jeweilige Kommune fest.

Auch die Pflanzen, Bäume und Sträucher, die über die Grundstücksgrenze in den öffentlichen Bereich wachsen, sollten regelmäßig zurückgeschnitten werden. Die Gemeinde stelle leider immer wieder fest, dass Grundstücksbesitzer das versäumen. Bis zu einer Höhe von 2,50 Meter darf die Begrünung in der Gemeinde nicht auf Geh- und Radwege ragen. An Straßen, Wegen und Plätzen nicht bis zu einer Höhe von 4,50 Meter. Auch Verkehrszeichen, Straßenschilder und Laternen müssen freigeschnitten werden. Andernfalls könne das zur Gefahr für Verkehrsteilnehmer werden, insbesondere für Radfahrer, Fußgänger und den Rettungsdienst.

In Oldenburg wird verstärkt kontrolliert

Auch das Amt Oldenburg-Land appellierte jüngst an die anfallenden Reinigungspflichten für Anwohner. „Leider fallen vermehrt nicht gereinigte Straßen und Gehwege in unseren Gemeinden auf“, heißt es in einem Rundschreiben. In nächster Zeit würden diese verstärkt kontrolliert und gegebenenfalls auch geahndet. „Bitte halten Sie die Gehwege und begehbaren Seitenstreifen sauber und befreien diese von Unkraut“, fordert das Amt von Hausbesitzern. Hierzu zählen ebenfalls die Rinnsteine an den Straßen, damit das Regenwasser abfließen kann und keine Schäden an den Straßen und den anliegenden Grundstücken verursacht werden.

Auch auf Fehmarn wird die Reinigungspflicht öffentlicher Gehwege und Fahrbahnen den anliegenden Grundstückseigentümern auferlegt. Die Anwohner sind jeweils für die Gesamtlänge, die das anliegende Grundstück an eine öffentliche Fläche grenzt, verantwortlich. Inbegriffen sind dabei auch die Rinnsteine, Trennstreifen, die Bushaltestellenbuchten, begehbare Seitenstreifen und Parkplätze.

Von Saskia Bücker

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