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Ostholstein Sängerin Lea überrascht junge Patienten in Pelzerhaken
Lokales Ostholstein Sängerin Lea überrascht junge Patienten in Pelzerhaken
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19:07 27.09.2019
Sängerin Lea macht mit ihrem Überraschungs-Besuch im Kinderzentrum Pelzerhaken viele junge Patienten glücklich. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen
Pelzerhaken

Lea gehört zu den erfolgreichsten deutschen Künstlerinnen. Mit den Berliner Rappern Capital Bra und Samra stürmte sie diese Woche auf Platz 1 der Deutschen Charts. Ihre Hits „Leiser“ und „Immer wenn wir uns sehn“ kennt fast jeder. Auftritte vor Zehntausenden Zuschauern sind keine Seltenheit für die 27-Jährige. Doch es geht auch deutlich kleiner: Im Kinderzentrum Pelzerhaken überrascht Lea am Freitagnachmittag junge Patienten und Mitarbeiter. Organisiert wurde der Auftritt von dem Magdeburger Verein Kinderklinikkonzerte. In der Vergangenheit gelang es den Initiatoren bereits, Bands wie Silbermond, Tonbandgerät und Revolverheld für ein kleines, exklusives und intimes Konzert zu gewinnen.

In dem lang gezogenen Flur des „Fuchsbaus“ ist eine Mischung aus Nervosität, Vorfreude und Anspannung spürbar. Kinder sitzen auf blauen Matten. Mitarbeiterinnen schielen immer wieder zu der Tür, die die Station mit dem lustigen Namen vom Rest des Gebäudes trennt. Kaum jemand weiß, welcher Star gleich auftreten wird. Um kurz nach 15 Uhr kommen Lea und ihr Gitarrist Hannes Porombka. Applaus brandet auf. Handys werden gezückt. Die beiden beginnen mit ihrem wohl bekanntesten Song „Leiser“. Spätestens jetzt erkennen die Zuschauer die Sängerin. Viele singen mit. Ein paar Freudentränen bahnen sich ihren Weg.

Schlimmer Unfall als Ideengeber

Die Idee zu den besonderen Konzerten vor jungen, oftmals schwer kranken Kindern hatte Nicole John. Die Notfallsanitäterin hatte 2010 einen Einsatz, der nachwirkte. Ein Mädchen war mit dem Fahrrad schwer gestürzt und John überlegte, wie sie ihr während des langen Klinikaufenthaltes eine Freude machen könnte. Die Idee der Kinderklinikkonzerte war geboren. Seitdem haben zahlreiche Künstler wie Max Giesinger vor mehr als 3000 Patienten im Alter von drei bis 17 Jahre gespielt.

Sängerin Lea tritt überraschend im Kinderzentrum Pelzerhaken auf und nimmt sich Zeit für Erinnerungsfotos. Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Leas „Kumpel Max

Giesinger war es auch, der Lea auf den Verein aufmerksam gemacht hat. Nach ihrem ersten von vier Auftritten in der Klinik in Pelzerhaken erzählt sie von ihrem „Kumpel Max“. „Der hat das letztes Jahr gemacht und gefragt, ob ich nicht Lust hätte.“ Die hatte sie, informierte sich bei dem Verein und erfuhr, dass gerade Musiker und Sänger gesucht werden. „Ich war sofort dabei und wir haben schnell einen Termin gefunden“, schildert sie den Verlauf.

Ein Song, den es nur live gibt

Im Kinderzentrum Pelzerhaken tritt sie nicht nur im „Fuchsbau“, sondern auch im „Mauseloch“, im „Starenkasten“ und im „Bienenkorb“ auf. Jeweils vier Lieder stehen auf dem Programm. Eines davon hat sie bislang auf keines ihrer beiden Alben gepackt und so soll es auch bleiben. „Den Song habe ich mit 17 geschrieben. Ich dachte, es ist schön, wenn es einen Song gibt, den man immer nur live spielt. Er handelt von einer ganz besonderen Liebe“, erklärt sie den Zuhörern und singt Sekunden später davon, wie sich Igel und Stachelschwein verlieben.

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Lea kommt gut an bei ihrem Publikum, lacht viel, wirkt sympathisch und offen. Sie nimmt sich Zeit für Selfies. Die Kinder dürfen sich sogar ein Lied wünschen und schon erklingt der Text von „Zu dir“. Zudem geben Lea und Hannes Porombka den Song „Immer wenn wir uns sehn“ zum Besten – Titelsong des Kinofilms „Das schönste Mädchen der Welt“.

Glück gehabt: Die Kinder mögen Lea

Am Ende des ersten Auftritts wirkt es, als ob alle Beteiligten gerade einen besonderen Moment erlebt haben. „Es ist etwas Schönes, Kindern eine Freude zu bereiten, ihnen etwas Gutes zu geben“, sagt Lea und schwärmt von dem intensiven Auftritt. „Kinder sind wahrscheinlich die ehrlichsten Menschen der Welt“, betont sie und ergänzt, dass sie positiv aufgeregt gewesen sei. „Ich wusste ja nicht, ob die meine Musik mögen, oder vielleicht lieber jemanden anders sehen wollten“, sagt sie. Vier Lieder später gab es keine Zweifel mehr: Die jungen Patienten mögen Lea und ihre Musik.

Sängerin Lea und Gitarrist Hannes Porombka (r.). Quelle: Ulf-Kersten Neelsen

Von Sebastian Rosenkötter

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