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Ostholstein Lebensretter aus Kellenhusen dürfen kostenlos parken
Lokales Ostholstein Lebensretter aus Kellenhusen dürfen kostenlos parken
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18:10 28.06.2014
Darauf kann Steffen Rothbart (46) in Zukunft verzichten: Die Feuerwehrleute müssen keine Parkscheine mehr ziehen. Quelle: Irene Burow
Fehmarn

Baden, Flanieren und Zeit zum Eisessen für lau: Die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Kellenhusen dürfen ab sofort kostenlos im Ort parken. Überall dort, wo auf öffentlichen Plätzen Gebühren erhoben werden, müssen sie in Zukunft keinen Parkschein mehr ziehen. Das hat der Gemeinderat beschlossen. „Die Feuerwehrleute erfüllen die Aufgabe des Brandschutzes mit ihrer Freizeit, mit ihrer Gesundheit und als Ehrenamt“, sagte die zweite Stellvertreterin des Bürgermeisters, Elisabeth Lübker (SPD), zu dem Antrag ihrer Fraktion. Aus Gesprächen weiß sie von den Belastungen. Neben Beruf und Familie seien die Lebensretter rund um die Uhr einsatzbereit, um im Ernstfall Menschen und ihren Besitz zu schützen.

Die Gemeinde setzt nun ein Signal. „Wir würdigen damit die Arbeit der Feuerwehr und wollen einen Anreiz geben, sich dort zu engagieren“, sagte Bürgermeister Carsten Nebel. Das Ordnungsamt bekommt dafür eine Liste der Namen. „Das ist doch echt mal ein Wort“, freut sich Feuerwehrmann Steffen Rothbart. „Ich zahle wirklich jedes Mal, wenn ich zum Strand fahre. Und das Ordnungsamt ist hier richtig hinterher“, schmunzelt er.

Gemeindewehrführer HansWerner Landschoof hält die neue Regelung „grundsätzlich für eine gute Sache und eine Wertschätzung unserer Arbeit“. Beim Bürgermeister merkte er jedoch sogleich an: „Noch sinnvoller wäre es jedoch für die gesamte Verwaltungsgemeinschaft“— also freies Parken auch in den Nachbarorten Grömitz, Grube und Dahme.

Das würde seinen Leuten einen wirklichen Vorteil bringen, denn in Kellenhusen sei man auch schnell zu Fuß oder mit dem Fahrrad an der Promenade. „Mit meinem kleinen Sohn fahre ich oft nach Grömitz zum Eisessen“, erzählt Feuerwehrmann Kai-Peter Liedtke. Insgesamt profitieren 36 Feuerwehrleute vom kostenlosen Parken. Die Gemeinde verzichtet damit auf rund 300 Euro im Jahr. Die Gemeindevertreter haben bereits in Erwägung gezogen, später das Ostseeferienland mit einzubeziehen. Um auch der Jugendwehr entgegenzukommen, wird ihnen freier Eintritt ins Schwimmbad gewährt. Die zwölf Jugendlichen können nun umsonst schwimmen und sich so fit halten.

Alle Kellenhusener Bewohner bekommen zudem ab dem 1. Juli einen satten Rabatt für das Meerwasser-Hallenbad. „Wir wollen es attraktiver für die Anwohner machen. Jeder Besuch tut dem Bad gut“, sagte Elisabeth Lübker. Für Saisonkarten ist nur noch die Hälfte zu bezahlen. Das heißt 59 Euro für Erwachsene und 49 Euro für Jugendliche. Weil die Saison in diesem Jahr schon begonnen hat, wurden die Preise für die Dauerkarten daher entsprechend reduziert.

Wer Interesse hat, kann sich in der Touristinformation melden. „Wenn es sich herumspricht und am Ende lohnt, könnten wir die Dörfer im Hinterland im kommenden Jahr auch einbinden“, so Lübker.

Video war gute Werbung
36 Mitglieder gehören derzeit der Freiwilligen Feuerwehr Kellenhusen an. Die Nachwuchssorgen halten sich laut Wehrführer Landschoof in Grenzen. Letzter Zugang war Steffen Rothbart. Er hatte sich nach der witzigen Internetaktion „Cold Water Challenge“ der Kellenhusener Wehr erst vor Kurzem dafür entschieden.
Bei dieser Aktion nominieren sich Feuerwehren gegenseitig im Internet mit unterschiedlichen Aufgaben. Das war bei anderen Wehren nicht nur kritiklos geblieben, weil die Nutzung von Löschwerkzeugen teilweise ausuferte. „Für uns war es ein gutes Werbemittel. Man kann nicht alle über einen Kamm scheren“, so Landschoof, der den Ablauf der Aktion vernünftig geplant hatte. Das Video der Feuerwehr Kellenhusen ist auf Youtube zu sehen.
Fehmarn war Vorreiter im Kreisnorden
Vorreiter im Kreisnorden war im Frühjahr die Stadt Fehmarn. Mit Erfolg: An rund 160 Feuerwehrfrauen und -männer aus den elf Inselwehren sind bislang „Alarm-Parkberechtigungen“ ausgegeben worden. Das bestätigte Bürgermeister Otto-Uwe Schmiedt (parteilos) auf LN-Nachfrage. Sie berechtigen zum gebührenfreien Parken auf allen öffentlichen Parkplätzen. Diese neue Regelung diene ausschließlich der ständigen Einsatzbereitschaft, betont Gemeindewehrführer Volker Delfskamp. Im Blick haben Verwaltung und Kommunalpolitik dabei vor allem den Burger Südstrand, an dem in dieser Saison erstmals Parkautomaten aufgestellt wurden. Außerdem genießen Feuerwehrleute den kostenlosen Eintritt ins Erlebnisbad „FehMare“ — um sich fit zu halten. Der Eigenbetrieb rechnet erst zum Jahresende mit der Stadt ab. gjs

Irene Burow

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