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Ostholstein Literatursommer: Zeruya Shalev liest aus „Schmerz“
Lokales Ostholstein Literatursommer: Zeruya Shalev liest aus „Schmerz“
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20:10 28.07.2018
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Eutin

In Deutschland wurde Shalev vor allem bekannt mit dem ersten Band ihrer vielfach ausgezeichneten Trilogie über die moderne Liebe. „Liebesleben“ wurde ein internationaler Bestseller. In vielen ihrer Romane verarbeitete Zeruya Shalev, 1959 im Kibbuz Kinneret geboren, autobiografische Elemente, aber über eine furchtbare Erfahrung wollte sie eigentlich nie schreiben: über den Januarmorgen vor 14

Zeruya Shalev. Quelle: Fotos: Dpa
Maria Schrader.

Jahren, als sie ihre Kinder zur Schule gebracht hatte und im Auto auf dem Weg nach Hause war. Als sie gerade einen Linienbus überholte, gab es eine Explosion und verletzte sie schwer. Aber sie überlebte, während elf Menschen bei dem Selbstmordanschlag eines Palästinensers im voll besetzten Bus starben.

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Es hat lange gedauert, bis Zeruya Shalev sich von den Verletzungen, von dem Schock und von dem Trauma erholt hatte, aber jetzt, nach mehr als einem Jahrzehnt, hat sie doch darüber geschrieben.

In „Schmerz“ geht es um die Schuldirektorin Iris, die vor Jahren bei einem Selbstmordanschlag auf einen Bus schwer verletzt worden ist. Iris ist zwar in ihr altes Leben als Schulleiterin zurückgekehrt, ihr Mann steht ihr treu zur Seite, die Kinder sind fast erwachsen, aber die quälenden Schmerzen sind geblieben. Und zu den körperlichen kommen die seelischen Schmerzen. Iris trifft nämlich Eitan wieder, die Liebe ihrer Jugend, der sie vor vielen Jahren abrupt verlassen hat. Auch er hat ihr unglaubliche Schmerzen zugefügt – und doch fühlt sie sich erneut zu ihm hingezogen.

Mit Maria Schrader verbindet die 59-jährige Autorin eine Freundschaft, seit Schrader als Drehbuchautorin und Regisseurin ihren Roman „Liebesleben“ in Israel im Jahr 2007 verfilmte. Sie wird die deutschen Textstellen lesen. Die Moderation der Lesung hat Sabine Kray (Übersetzerin und Journalistin) übernommen.

Karten zum Preis von 15 Euro, ermäßigt zwölf Euro, gibt es bei der Tourist-Info am Markt in Eutin. Reservierungen sind auch über das Kontaktformular auf der Internetseite des Kulturbunds www.kulturbund-eutin.de) oder per E-Mail an kultur@

kulturbund-eutin.de möglich.

LN

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