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Ostholstein Saisonstart im Immenhof-Museum
Lokales Ostholstein Saisonstart im Immenhof-Museum
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17:18 20.04.2019
Hoch auf dem gelben Wagen des Immenhof-Museums freuen sich die Schauspielerinnen Pia Wäbs (l.) und Kristin Hansen über die Ehrenmitgliedschaften des Fördervereins, die dessen Vorsitzender Mario Würz überreichte. Quelle: Dirk Schneider
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Malente

Kristin Hansen verbindet mit der Immenhof-Trilogie frühe Kindheitserinnerungen. „Ich habe die Filme, die oft wiederholt wurden, immer wieder mit meinen Großeltern gesehen“, erzählt die Schauspielerin. Jetzt wurden diese Erinnerungen wieder ganz präsent. Zusammen mit Kollegin Pia Wäbs kam sie zum Saisonstart in das Immenhof-Museum in Malente. Zum Dank für dieses Engagement, das der kleinen Eröffnungszeremonie etwas Glanz verlieh, ernannte Mario Würz, der Vorsitzende des Fördervereins, die beiden Frauen zu Ehrenmitgliedern.

Der Aufgalopp mit prominenten Gästen habe sich mittlerweile zu einer guten Tradition entwickelt, sagt Würz, der sich freute, dass es dem kleinen Verein wieder gelungen sei, zwei Schauspielerinnen, denen er eine große Zukunft vorhersage, für die Veranstaltung zu gewinnen. Mittlerweile zählt der Förderverein 110 Mitglieder. Die Hälfte davon sind Schauspieler, die als ehrenamtliche Botschafter gewonnen wurden.

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Bei Karl-May-Spielen entdeckt

Die erst 20-jährige Musicaldarstellerin Pia Wäbs hatte Würz bei den Karl-May-Spielen in Bad Segeberg entdeckt, wo sie gleich in mehreren Rollen aktiv war. Dort hat sie auch das Reiten gelernt und als Darstellerin zu Pferde eine so gute Figur abgegeben, dass Würz sie zur Eröffnung eingeladen hat.

„Ich war noch nie in Malente und bin jetzt überrascht, dass es hier noch schöner ist, als ich es mir vorgestellt habe“, sagt die Hamburgerin. Zur Vorbereitung des Besuchs – „ich muss gestehen, dass ich die Immenhof-Filme bislang nur vom Hörensagen kenne“ – habe sie sich Zusammenschnitte in Internetvideos angeschaut. Aufgrund dieser ersten Eindrücke, aber auch wegen der vielen kleinen Details der Museumsausstellung werde sie dieses Versäumnis schnellstmöglich nachholen, versichert Wäbs.

Erstsemester-Ausflug nach Malente

Kristin Hansen wuchs auf einem Bauernhof in Niebüll auf. Dort habe es auch Pferde und Ponys gegeben, mit denen sie auch schon mal über die Wiesen und Weide geritten sei. „Einfach nur so zum Spaß, ohne Unterricht und größere Ambitionen“, erzählt Hansen. Mit Malente verbinde sie einen Erstsemester-Ausflug, als sie vor der Schauspielausbildung soziale Arbeit studiert hat. „Wir haben damals in der Jugendherberge gewohnt, also mit Blick auf den Immenhof.“ Das Gut Rothensande diente als Filmkulisse. Vor allem aber sei sie fasziniert von der schönen Landschaft der Holsteinischen Schweiz. Dieses idyllische Flair, das den eigentlichen Reiz der Filme ausmache, habe sie schon bei der Anfahrt mit großer Vorfreude erfüllt, schildert Hansen, die nach Engagements im Kieler Werftpark und im Altonaer Theater aktuell zum Ensemble der Niedersächsischen Landesbühne gehört.

Neue Bilder und Briefe

Die Ausstellung des Museums hat Würz in der Winterpause durch den Austausch einiger Fotos verändert und mit Briefen ergänzt, die die Freundschaft zwischen der Immenhof-Hauptdarstellerin Heidi Brühl und dem Sissy-Star Romy Schneider thematisieren. Zudem habe die Nichte der 2018 verstorbenen Schauspielerin Angelika Meissner angekündigt, aus dem Nachlass ihrer Tante dem Museum einige Exponate zu stiften. Im Sommer soll ein 100-seitiges Magazin mit Geschichten und Interviews rund um die Kultfilme erscheinen, das auch viele Fotos und Dokumente aus dem Archiv des Immenhof-Museums beinhaltet. Die Vorbereitung für die Gala zur Verleihung des Immenhof-Filmpreises am 5. Oktober laufe ebenfalls bereits auf Hochtouren, kündigt Würz an.

Das Immenhof-Museum, Kampstraße 1, Malente, ist mittwochs, freitags, sonnabends, sonntags und feiertags von 14 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt kostet zwei Euro. Jeden Sonnabend um 10 Uhr startet eine Immenhof-Filmtour zu den Original-Drehorten. Anmeldung unter Telefon 01 51/ 10 21 29 51. Weitere Infos zum Museum gibt es hier.

Dirk Schneider