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Ostholstein Malente bekommt 168 000 Euro Fördermittel
Lokales Ostholstein Malente bekommt 168 000 Euro Fördermittel
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13:21 29.07.2019
Sie freuen sich über die Aufnahme der Gemeinde Malente in das Förderprogramm für die Metropolregion Hamburg (v. l.): Landrat Reinhard Sager, Horst Weppler (stellvertretender Vorsitzender der AktivRegion), Birgit Boller (Projektleiterin der Gemeinde Malente), Tanja Rönck (Bürgermeisterin Malente), Hans-Ingo Gerwanski (Sparkasse Holstein) und Günter Möller (Regionalmanager AktivRegion). Quelle: Josefine von Hollen, hfr
Malente

Die Gemeinde Malente wird Modellkommune für die Metropolregion Hamburg. In einem dreijährigen Projekt sollen „bedarfsgerechte Wohnqualitäten in der Holsteinischen Schweiz“ ermittelt werden, die auch ein mögliches Entlastungspotenzial für die Zentren Hamburg und Lübeck bieten.

Mit der Aufnahme in das Programm als eines von acht Teilprojekten seien Fördermittel in Höhe von 168 000 Euro verbunden, freut sich Malentes Bürgermeisterin Tanja Rönck. Der Eigenanteil der Gemeinde liege bei 42 000 Euro. „Die Teilnahme an dem Vorhaben der Metropolregion Hamburg bringt uns ein gutes Stück weiter, die Strategie Malente 2030 voranzubringen und hilft bei der Umsetzung des Leitprojektes Wohn- und Zuzugsinitiative“, begründet Rönck das Engagement. Die Gemeinde reagiere damit auch auf die sich verändernden Zuzüge der Generation 60plus und das Fehlen von jungen Familien und Berufstätigen in der Region. Malente müsse sich daher künftig „als moderner, komfortabler und generationsgerechter Standort mit bezahlbarem Wohnraum sowie als attraktives, naturnahes Urlaubs- und Naherholungsgebiet weiterentwickeln und platzieren“, erklärt Rönck das Ziel.

Zugleich ist die Gemeinde Malente damit Vorreiter für andere Kommunen in den Kreisen Ostholstein und Plön. Als Antragstellerin übernimmt die Gemeinde die Federführung für das Teilprojekt und für die Zusammenarbeit mit dem Leitprojekt der Metropolregion. Zu diesem Zweck wurde eine kreisübergreifende Steuerungsgruppe gegründet. Das Einzugsgebiet der Förderkulisse endet zwar an der Kreisgrenze Ostholstein, aber durch die Einbindung der Aktiv-Region sollen auch Kommunen sowie die Städte Plön und Preetz in die Analysen einbezogen werden können.

Vorreiter für Ostholstein

Ostholsteins Landrat Reinhard Sager begrüßt die Malenter Initiative: „Wir wissen, dass das Immobilienangebot heute schon vom eigentlichen Bedarf abweicht. Die Holsteinische Schweiz braucht dringend eine Wohnungsbaustrategie, um die vielfältigen Herausforderungen zu meistern.“ Eine Grundlage sei die nun angeschobene qualifizierte Analyse des Ist-Zustandes.

Der Regionalmanager der Aktiv-Region, Günter Möller, hofft, dass „diese Initialzündung dafür sorge, dass die Kommunen der Aktiv-Region das Thema Wohnen mehr in den Fokus nehmen und als Region gemeinsam weitere Zukunftsszenarien bearbeiten“.

Großes Interesse an diesem Projekt bekundet auch der Direktor der Sparkasse Holstein, Hans-Ingo Gerwanski. „Die Holsteinische Schweiz hat echte Zukunftschancen: Durch die teuren Wohnungsmärkte der Ballungsräume gewinnt unser ländlicher Raum an Attraktivität und auch der demografische Wandel fordert ein neues Denken beim Wohnungsbau“, so Gerwanski. „Mit dem Modellprojekt können wir dem Ziel, bedarfsgerechten und bezahlbaren Wohnraum in der Region zu schaffen, einen wichtigen Schritt näher kommen.“

Dirk Schneider

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